Fazit: Forza Horizon 6 im Test: Mehr vom Selben, aber immer noch Spitzenklasse

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Fazit der Redaktion

Tobias Veltin

Ich liebe Forza Horizon wie kaum eine andere Rennspielserie, bei Teil 5 setzte bei mir aber eine gewisse Müdigkeit ein. Die war jetzt bei Teil 6 anfangs wie weggeblasen – vermutlich aufgrund der längeren Wartezeit – und ich habe es wie selten zuvor genossen, mich mit dem genialen Fahrgefühl im Strom der ständigen Herausforderungen und Rennen zu verlieren.

Dazu diese Spielwelt! Bislang war ja Australien aus Teil 3 mein Liebling, aber Japan spielt definitiv mindestens in derselben Liga. Egal ob Abwechslungsreichtum der Gebiete, Detailverliebtheit, Aufbau der Welt: einfach alles ist unheimlich stimmig, hier hat Playground in meinen Augen einen richtigen Glanzpunkt gesetzt.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich abseits der phänomenalen Welt die neuen Impulse und Ideen doch ein wenig vermisse. Vielen mag "dasselbe in Japan" reichen, ich persönlich hätte mir aber irgendwie doch etwas mehr gewünscht als die größtenteils altbekannten Rennarten und Herausforderungen. 

Vermutlich war diese Hoffnung etwas naiv, weil Forza Horizon eben auf einem enorm hohen Niveau angekommen ist, aber Teil 6 beweist für mich, dass das Konzept mittlerweile ein wenig auserzählt ist.

An der 9 vor der Wertung kann das allerdings nicht rütteln. Zu feingeschliffen sind die einzelnen Elemente des Spiels, zu sauber greift alles ineinander, zu gut funktioniert das Konzept auch im Jahr 2026. Und macht Forza Horizon 6 damit vermutlich zum besten "more of the same" des Jahres. 

Samara Summer

Mich bringt in der GamePro-Redaktion eigentlich niemand mit Rennspielen in Verbindung. Sogar für meine Kolleg*innen kam es überraschend, dass ich es kaum erwarten konnte, durch Japan zu düsen. Aber genau das ist eben das Besondere an der Reihe: Dass ich nicht den Druck habe, meine Fahrkünste zu optimieren, um Rennen zu gewinnen, sondern mich einfach in der bildschönen Welt treiben lassen kann.

Was das Setting angeht, bleibt Mexiko aus Teil 5 mein absoluter Favorit, was jedoch einfach daran liegt, dass ich mich an Wüste und Dschungel nie sattsehen kann. In Forza Horizon 6 ist mir noch stärker aufgefallen, wie gekonnt jeder Winkel der Spielwelt inszeniert und wie clever das Straßennetz gebaut wurde, um mich einfach ständig bei schicken Panoramen und spaßigen Aktivitäten rauszuschmeißen. 

Und egal, ob ich mit knapp 300 Sachen durch die Gegend brettere, um einen Gefahren- oder Blitzerzone zu meistern oder Schatzautos anhand von Fotos suche: Alles macht Spaß, auch dank der unglaublich vielseitigen Fahrzeugflotte, die ich liebend gerne in der Garage optisch anpasse. Einige Rennstrecken hatten mit ihren spektakulären Sprüngen oder Herausforderungen absoluten Gänsehaut-Faktor.

Meckern kann ich nur auf hohem Niveau: Beispielsweise sind die 9 Schatzautos für meinen Geschmack etwas wenig und die Jobs wie Covershootings teilweise etwas einfallslos umgesetzt. Außerdem kann ich die Festival-"Story" nicht mehr wirklich sehen. Aber ganz ehrlich ist mir die auch ziemlich schnurz, denn ich will ja auf die Piste.

Chris Werian

So richtig habe ich erst mit Teil 5 zur Forza Horizon-Reihe gefunden und an dem muss sich Forza Horizon 6 messen. Das gelingt in meinen Augen aber leider nicht so ganz, da ich mich in Japan noch nicht so heimisch fühle, wie es damals in Mexiko ab der ersten Spielminute der Fall war.

Lateinamerika war bunter und mit seinen vielen unterschiedlichen Biomen von der Wüste bis hin zu einem schneebedeckten Vulkan abwechslungsreicher. Japan wirkt auf mich hingegen natürlicher und plausibler als Spielwelt, aber damit auch weniger wie ein Vergnügungspark. Und durch den möchte ich unbedingt rasen!

Dennoch habe ich Unmengen Freunde daran, die Serpentinen nahe Tokio runterzudriften, mit einem Buggy über klitschnasse Reisfelder zu düsen und halbstündige Kombos in die Landschaft zu zimmern. Auch der Sammeltrieb kickt bei mir wieder voll rein, das Spiel wird mich also noch ein Weilchen begeistern. Vor allem dann mit den anstehenden Seasons, die mich in Forza Horizon 5 monatelang bei der Stange gehalten gehaben.

Nur würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass Playground Games die eigentliche Kern-Progression mit mehr spielerischer Diversität auflockert. Forza Horizon 6 ist ein gigantischer Sandkasten mit unzähligen Möglichkeiten, die auf Dauer teils arg drögen Singleplayer-Rennen und Story-Missionen zeigen das aber kaum.

Warum gibt es den Eliminator beispielsweise nur im Multiplayer? Wieso wird das ziemlich komplexe Skill-System nicht viel mehr in den Aufgaben genutzt? Es ginge einfach noch ein ganzes Stück mehr! Aber mir ist auch klar, dass sich die Fans wieder im Realms-Event-Editor austoben werden, genau wie Playground in den kommenden Daily Challenges. An Umfang wird es Forza Horizon 6 damit dann definitiv nicht mangeln, und auch nicht an Langzeitspaß.

Aufs Podium schafft es der sechste Teil bei mir damit allemal, den obersten Platz hat aber weiterhin Teil 5 inne.

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Kommentare(17)
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