Nach Gerücht um Diablo 2-Remaster: Eine Neuauflage wäre höllisch viel Arbeit

Aktuell ist ein Gerücht über eine Neuauflage von Diablo 2 im Umlauf. Ein einfaches Remake wäre jedoch fast unmöglich.

von Ann-Kathrin Kuhls,
11.05.2020 11:14 Uhr

Wäre Diablo 2 wirklich in Arbeit, hätten die Entwickler jede Menge zu tun. Wäre Diablo 2 wirklich in Arbeit, hätten die Entwickler jede Menge zu tun.

Gerüchteweise soll ein Remaster von Diablo 2 in Arbeit sein und noch 2020 erscheinen. Lägen die Spekulationen richtig, hätten die Entwickler höllisch viel zu tun - denn die Quellcodes für das Original gingen schon vor Jahren verloren.

Obwohl die großen Spieleveranstaltungen für dieses Jahr abgesagt wurden, sprudeln Gerüchte rund um mögliche Ankündigungen fröhlich durch das Internet. Zum Beispiel eine Meldung darüber, dass Diablo 2 angeblich ein Remaster bekommen soll, wie die französische Seite Actugaming berichtet.

Das Spiel soll den Namen Diablo 2 Resurrected tragen und laut der Aussage einer ungenannten Quelle noch Ende 2020 erscheinen. Verantwortlich für die Entwicklung sei Vicarious Visions, das Entwicklerstudio, das auch schon die Crash Bandicoot N. Sane Trilogy auf den Markt brachte und an der Portierung von Destiny 2 beteiligt war.

Screenshot aus dem Original von 2000. Screenshot aus dem Original von 2000.

Actugaming hatte in der Vergangenheit bereits Diablo 4, Shadowlands und Overwatch 2 korrekt vorausgesagt.

Höllisch viel Arbeit

Während wir Blizzard durchaus zutrauen, auch ohne E3 2020 ein paar Überraschungen zu enthüllen, wäre ein einfaches Remaster nach aktuellen Informationen nicht nur extrem aufwendig, sondern geradezu unmöglich. Die Entwickler haben nahezu keine Grundlage.

Wie unter anderem Gamespot berichtete, haben die Entwickler des zweiten Teils, zu denen auch Max und Erich Schaefer sowie David Brevik gehören, einen Großteil des Quellcodes und Assets verloren, weil die Speicherdaten korrumpiert waren und das Team vergessen hatte, eine Backup-Datei anzulegen.

Damals hatte das Team den Code und einen Großteil der Assets (Karten, Feinde, Waffen etc.) aus Versionen rekonstruiert, die Entwickler zum Testen mit nach Hause genommen hatten. Denkt daran: Diablo 2 erschien 2000, einfaches Speichern in einer Cloud war damals noch ein Zukunftstraum.

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Der ursprüngliche Quellcode jedoch war verloren, und damit auch die Möglichkeit, mit vergleichsweise wenig Aufwand ein Remaster zu entwickeln. Sollte 2020 eine neue Version von Diablo 2 erscheinen, handelt es sich wahrscheinlich eher um ein komplettes Remake, wie schon bei Final Fantasy 7. Was für Spieler nur von Vorteil sein kann, für die Entwickler jedoch sehr viel mehr Arbeit bedeutet.

Ob es wirklich ein Remaster oder ein Remake des zweiten Teils geben wird, wurde von Blizzard selbst nicht bestätigt. Wir haben aber bereits nachgefragt und halten euch auf dem Laufenden, wenn wir eine Antwort bekommen.

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