Ghost of Tsushima-Regisseur will den Film gerne auf Japanisch mit Untertiteln realisieren

Chad Stahleski hat sich in einem Interview dazu geäußert, wie seine Wunschvorstellung von der geplanten Verfilmung aussieht.

Ghost of Tsushima ist nicht nur ein erfolgreiches Videospiel, sondern auch eines, das durch das Film-Medium, genauer gesagt: klassische Samurai-Streifen - beeinflusst wurde. Da macht eine Verfilmung also nur Sinn. Dass es diese geben wird, wurde bereits letztes Jahr bekannt. Nun hat sich Regisseur Chad Stahleski in einem Interview zu seinen Vorstellungen für den Film geäußert, was Sprache und Cast angeht.

Das sagt der Regiesseur

Darum geht es: Ghost of Tsushima-Regisseur Chad Stahleski würde den Film gerne auf Japanisch drehen. Wer war noch mal Chad Stahleski? Falls euch der Name etwas sagt, ihr ihn aber nicht zuordnen könnt: Stahleski ist vor allem für seine Arbeit an den John Wick-Filmen bekannt und hat zuvor als Stuntman gearbeitet. Im Action-Sektor kennt er sich also bestens aus. Dass der Regisseur zudem ein großes Faible für Japan hat, dürfte dagegen weniger bekannt sein. Collider.com hat er in einem exklusiven Interview verraten:

Ich gehe nach Japan, seit ich 16 bin. Ich liebe das Land, die Menschen, die Sprache.

Zudem drückt Stahleski seine Bewunderung für die japanische Regie-Legende Akira Kurosawa aus und erklärt, dass dieser zu seinen größten fünf Einflüssen gehört. Stahleski möchte diese Inspiration in seinen Film einfließen lassen und spricht weiter über den Charakter des Werks. Er erklärt:

Es ist charaktergetrieben. Es gibt die Möglichkeit für großartige Action, großartige Looks. Und ehrlich, wir müssten das versuchen, alles in dem Charakter. Es ist eine japanische Sache über die Mongolen, die versuchen, die Tsushima Insel einzunehmen. Ein komplett japanischer Cast, auf Japanisch. Sony ist an Bord, um uns dabei zu unterstützen.

Auch das Thema der untertitelten Filme wird im Interview thematisiert. Stahleski ist sich bewusst, dass diese nicht bei allen Filmfans gut ankommen. Gleichzeitig gibt er zu bedenken:

Ich lese jeden Tag Untertitel. Und ich denke, Amerika allgemein, oder zumindest das westliche Publikum, gewöhnt sich immer mehr daran; durch den Einfluss von Netflix und Streamern und so weiter, bei denen wir so viel mehr Weltinhalt bekommen.

Mehr zu Ghost of Tsushima und Titeln mit ähnlichem Setting:

Hier könnt ihr euch einen Trailer zum Director's Cut von Ghost of Tsushima (also dem Videospiel) ansehen:

Ghost of Tsushima - Launch-Trailer zum Directors Cut zeigt erneut die schöne Insel Iki 1:00 Ghost of Tsushima - Launch-Trailer zum Director's Cut zeigt erneut die schöne Insel Iki

Stahleski glaubt, dass auch ein untertitelter Film die Gäste ins Kino locken könne, wenn alles an dem Werk stimmt. Er spricht zudem Stummfilme an, für die er eine große Vorliebe hat. Der Regisseur erklärt, dass es nicht unbedingt Sprache brauche, um sich auf der Leinwand auszudrücken. Stahleski will dabei auf den Faktor Mimik hinaus und darauf, dass die Handlung sich auch ohne Ton noch transportieren lassen solle.

Interessant ist Stahleskis Aussage auch gerade deshalb, weil beim Videospiel die japanische Sprachauswahl zunächst keine Lip-Sync in den Cutscenes besaß. Diese kam erst mit der PS5-Version.

Wie stellt ihr euch die perfekte filmische Umsetzung vor?

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