Das Gothic Remake ist endlich da und wenn auch ihr in den kommenden Tagen ins Minental aufbrechen wollt, lohnt es sich schon vor dem Start, einen kurzen Blick ins Optionsmenü zu werfen.
Wir gehen die wichtigsten Einstellungen einmal mit euch durch und zeigen, wo sich eine Anpassung unserer Meinung nach lohnt.
Update vom 08.06.2026: Wir haben einen Abschnitt zum Thema HDR hinzugefügt.
Plattformhinweis:
Unsere Einstellungshilfen beziehen sich auf die Konsolenversion des Gothic-Remakes, genauer gesagt die PS5-Fassung. Auf der Xbox Series X|S solltet ihr die meisten der genannten Optionen aber ebenfalls finden, genau wie am PC.
Alle wichtigen Optionen in der Übersicht
Das Wichtigste vorweg: Es gibt nur einen festen Grafikmodus, ihr habt also keine Wahl zwischen Qualität und Performance.
Das Spiel bietet euch dabei eine Framerate von 30 Bildern pro Sekunde und eine anvisierte Auflösung von 1440p, die bei Bedarf dynamisch nach unten angepasst wird, um eine stabile Framerate abzuliefern.
7:34
7 Minuten im Gothic 1 Remake im Vergleich mit dem Original: Na klar ist der Unterschied 25 Jahre später riesig, aber wir meinen wirklich riesig riesig!
HDR
- zu finden unter: Konsoleneinstellungen
- Empfehlung: Aus oder Automatisch
Leider wird HDR im Gothic Remake weder auf PS5 noch auf Xbox Series unterstützt. Deswegen solltet ihr auch unbedingt sicher gehen, dass ihr eure Konsole nicht so eingestellt habt, dass ein HDR-Signal erzwungen wird.
In dem Fall wird das SDR-Signal des Spiels schlicht in einen HDR-Container gepackt und dann vom TV oder Monitor auch wie ein HDR-Signal verarbeitet. Das sogenannte "Fake-HDR" wird allerdings häufig dunkel und ausgewaschen.
Außerdem gibt es Probleme mit der Darstellung falscher Farben und abgesehen von der fehlerhaften Darstellung, verbraucht euer Anzeigegerät aber auch noch drastisch mehr Strom. Die Auto-HDR-Funktion der Xbox hilft hier leider auch nicht, da das Spiel auch hier keine Unterstützung aufweist.
Sonderhinweis für den PC: Auf dem PC wird zwar HDR unterstützt, es gibt aber keinerlei Einstellungsmöglichkeiten – zumindest nicht im Spiel selbst. Allerdings kann zumindest der Wert für die maximale Helligkeit in der Ini-Datei des Spiels angepasst werden.
Die findet ihr standardmäßig unter:
C:\Users\[EuerWindowsUserName]\AppData\Local\G1R\Saved\Config\Windows
Alternativ könnt ihr auch folgendes in euren File-Explorer eingeben:
%LOCALAPPDATA%\G1R\Saved\Config\Windows
In der GameUserSettings.ini sucht ihr euch dann die Zeile "HDRDisplayOutputNits" und passt den Wert auf eure 10%-Helligkeit an.
Was ist der 10%-Wert und warum ist er wichtig? Im Kontext von HDR bezieht sich der 10%-Wert (oft als „10% Window“ bezeichnet) auf die Spitzenhelligkeit, die ein Display auf einer weißen Fläche ausgeben kann, die genau 10 % der gesamten Bildschirmfläche einnimmt.
Da moderne Bildschirme (besonders OLEDs) ihre maximale Leuchtkraft oft nicht auf dem gesamten Display gleichzeitig aufrechterhalten können (wegen Hitzeentwicklung oder Strombegrenzung), ist dieser Wert der Standard für die Messung der realen HDR-Performance.
Er gibt an, wie intensiv kleine, helle Highlights – wie etwa eine reflektierende Sonne oder eine Taschenlampe – im Vergleich zum restlichen dunkleren Bild dargestellt werden können.
Wenn ihr wissen wollt, welchen 10%-Wert euer TV oder Monitor erreicht, könnt ihr unter anderem hier nach eurem Gerät suchen.
Kameravoreinstellung
- zu finden unter: Spiel
- Empfehlung: Standard
Ihr habt die Wahl, das Remake entweder mit der originalen Kameraeinstellung oder einer modernen Variante zu zocken. Wir haben uns für die zweite Einstellung entschieden, weil sie uns immersiver ins Geschehen eintauchen lässt.
Natürlich könnt ihr sie aber auch umschalten, um das alte Gothic-Feeling zu bekommen.
Motion-Blur-Sensivität
- zu finden unter: Grafik
- Empfehlung: 0
Wir empfehlen, Motion Blur komplett abzuschalten, weil das Bild dadurch allgemein klarer und ruhiger wird. Wenn ihr allerdings zu den Leuten gehört, die sich so gar nicht mit den 30 fps anfreunden können, kann Motion Blur dabei helfen, dass sich das Spielgeschehen etwas "flüssiger" anfühlt. In dem Fall könnt ihr etwas experimentieren und in 10er-Schritten nach oben gehen und testen, ob euch der Effekt hilft.
Schärfeintensität
- zu finden unter: Grafik
- Empfehlung: 50-75
Der Schärfe-Effekt sorgt dafür, dass Kanten etwas härter und das Bild somit schärfer wirkt. Dafür werden die Übergänge zwischen hellen und dunklen Bildelementgen künstlich per Algorithmus hervorgehoben. Besonders bei Bildern, die durch Upscaling-Verfahren wie TSR, FSR 3.1.4, XeSS 1.3.1 und DLSS 4.5 erzeugt werden, kann die Option helfen, ein Bild zu erhalten, das weniger verwaschen aussieht.
Übertreibt ihr es allerdings, können unschöne Doppelkonturen entstehen und sogar Details verschluckt werden. Auch zeigt sich dann ein deutliches Rauschen im Bild. Da der Effekt in der Regel bereits beim initialen Upscaling zum Einsatz kommt und manche Monitore und TVs je nach nach Einstellung einen zusätzlichen Schärfe-Boost draufpacken können, solltet ihr wohldosiert vorgehen.
Der Wert ist standardmäßig auf 100 gesetzt, was unserer Ansicht zu hoch ist. Wir haben ihn auf etwa 60 gesenkt und waren damit zufrieden. Je nach Setup kann es aber sein, dass der Sweetspot bei euch etwas darüber oder darunter liegt.
Startet bei 50 und geht in 5er-Schritten nach oben, wenn das Bild unscharf wirkt. Stellt euch zum Testen bei guter Beleuchtung vor eine Steinwand oder mitten in den Wald. Dort fallen die Unterschiede recht deutlich auf.
Auf den ersten Blick profitiert das Bild vom 100er-Wert, besonders in Bewegung fällt aber ein starkes Rauschen auf. Außerdem wirken die Schärfe-Details zu künstlich.
Inventar-Benachrichtigungsdauer
- zu finden unter: Zugänglichkeit
- Empfehlung: 4
Die Option legt fest, wie lange das kleine Fenster am rechten Bildschirmrand anzeigt, was ihr gerade gelootet habt. Der Wert liegt anfangs bei satten sieben Sekunden, was uns viel zu lang erscheint. Was wir aufheben, sehen wir ohnehin schon beim Looten und im Zweifel können wir auch jederzeit ins Inventar schauen. Ein freier Blick auf die Welt, ohne störende Info-Fenster, ist uns da wesentlich lieber.
Kamerawackeln
- zu finden unter: Zugänglichkeit
- Empfehlung: Aus
Das Kamerawackeln soll die Immersion in Kämpfen erhöhen, sorgt damit aber auch für ein unruhigeres Bild, das schnell ablenken kann. Wir empfehlen, die Option abzuschalten.
Das Gothic-Remake ist im Gegensatz zum 25 Jahre alten Original natürlich ein echter Hingucker, der mit tollen Wettereffekten und einer wunderschön gestalteten Flora daherkommt. Dafür zahlen wir aber auch einen vergleichsweise hohen Preis.
Auf der Konsole sind etwa generell nur 30fps möglich. Am PC sind natürlich auch höhere Frameraten drin, dafür braucht es aber eine entsprechend starke Hardware.
Was sagt ihr bisher zum Gothic-Remake und dessen Technik? Schreibt es uns gern in die Kommentare!
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