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Immortals: Fenyx Rising angespielt - Hat hier jemand Zelda: BotW gesagt?

Das ehemals Gods and Monsters getaufte Open-World-Abenteuer hat mehr zu bieten als einen generischen Namen. Das haben wir in einer Anspielsession herausgefunden.

von Tobias Veltin,
10.09.2020 21:45 Uhr

Wir konnten Immortals: Fenyx Rising bereits spielen. Wir konnten Immortals: Fenyx Rising bereits spielen.

Auf der Ubisoft-Pressekonferenz der E3 2019 zog vor allem ein Titel Aufmerksamkeit auf sich: Gods and Monsters präsentierte sich in einem kurzen Teaser-Trailer als ansprechendes Open World-Abenteuer, das nicht nur optisch an Zelda: Breath of the Wild erinnerte. Danach verschwand das Spiel allerdings erstmal in der Versenkung und lugte nur einmal kurz hervor, als der Release auf das Jahr 2020 verschoben wurde.

Anfang September dann die Überraschung: Gods and Monsters gibt es nicht mehr. Denn der Name des immer noch gleichen Spiels lautet jetzt Immortals: Fenyx Rising. Huch? Das Internet spekulierte lange, wer denn da bei Ubisoft den Namensgenerator angeworfen hatte, die Stimmung kippte ins Negative. Und auch wir sorgten uns ein wenig. Denn würde hinter dem generisch klingenden Namen wenigstens ein gutes Spiel stecken? Das konnten wir in einer mehrstündigen Anspielsession vor einer knappen Woche herausfinden. Und sind danach zwar nicht alle, aber immerhin einige Sorgen los.

  • Release: 3. Dezember 2020
  • Plattformen: PS4, Xbox One, Nintendo Switch, PC, Stadia

Versionen für die PS5 und Xbox Series X/S wird es ebenfalls geben.

Hinweis:
Für unseren Ersteindruck spielten wir ca. 3 Stunden per Streaming-Programm die PC-Version von Immortals: Fenyx Rising.

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Helft den (vorwitzigen) Göttern!

Zu Beginn des Anspieltermins flimmert ein kurzes Einführungsvideo über unseren Bildschirm, das die Namensänderung kurz thematisiert. Nach umfangreichen Anpassungen des Spiels würde der neue Name dieses dieses "nun besser reflektieren", sagt man uns. Aha. Zur Story von Fenyx Rising erfahren wir glücklicherweise deutlich mehr.

Grundsätzlich ist die Geschichte von Immortals lose auf die griechische Mythologie aufgebaut, lässt sich dabei aber alle Freiheiten. Und deswegen haben die Götter auf ihrer Goldenen Insel mit einem Fluch zu kämpfen, denn Oberbösewicht und Dämon Typhon will sich die gesamte Immortals-Spielwelt Untertan machen. In Rüstung von wahlweise Halbgott oder Halbgöttin Fenyx ist es jetzt unsere Aufgabe, diesen Fluch zu brechen und die goldene Insel von Typhon und seinen Schergen zu befreien.

Immortals: Fenyx Rising - Erster Gameplay-Trailer zeigt riesige Open World 2:38 Immortals: Fenyx Rising - Erster Gameplay-Trailer zeigt riesige Open World

Cool: Zumindest in unserer Anspielsession wird die Story mit einem wunderbaren Augenzwinkern präsentiert. Denn aus dem Off fungieren Prometheus und Göttervater Zeus als Erzähler, die hin und wieder Bezug auf das Geschehen nehmen und für einige Schmunzler sorgen - etwa wenn Prometheus Zeus darauf hinweist, dass "Ubisoft" "Eh-bi-soft" ausgesprochen wird. Hoffentlich bleibt das auch im fertigen Spiel so.

Spielwelt

Ähnlich flott wie die Story lässt sich auch das generelle Spielprinzip von Immortals: Fenyx Rising zusammenfassen. Denn wie wir es mittlerweile von Ubisoft Open-World-Titeln gewohnt sind, bereisen wir auch hier eine offene Spielwelt, erledigen Storyaufgaben und widmen uns bei Bedarf auch zahlreichen Nebenaufgaben und -Aktivitäten.

Die Goldene Insel ist dabei in insgesamt sieben Bereiche aufgeteilt, jede lehnt sich thematisch und auch optisch an einen der griechischen Gottheiten an. In unserer Demo bekommen wir nur ein Areal zu sehen, nämlich die "Forgelands", Reich von Hephaistos, Gott von Feuer, Amboss und Schmiede. Das wird aktuell natürlich von fiesen Monstern überrannt und wir müssen zur Hilfe eilen.

Die Forgelands sind der Schauplatz unserer Anspielsession. Die Forgelands sind der Schauplatz unserer Anspielsession.

Wie sieht es mit dem Rest der Spielwelt aus? Ein Blick auf die Karte im Menü zeigt bereits, dass wir es mit einer beachtlich großen Open World zu tun bekommen, die aber deutlich von den Giganto-Ausmaßen eines Assassin's Creed Odyssey entfernt ist. Final lässt sich das aber noch nicht beurteilen, weil der Großteil der Karte noch unter einer Nebeldecke liegt.

Kombolastiges Kampfsystem

Spielerisch wird uns schon nach wenigen Minuten klar, wovon sich die Entwickler von Ubisoft Quebec hauptsächlich haben inspirieren lassen. Denn die Zelda: Breath of the Wild-Einflüsse tropfen Immortals aus vielen Poren. Das geht beispielsweise mit dem Fernglas los, mit dem ihr von erhöhten Positionen die Spielwelt nach interessanten Orten durchsucht und diese dann direkt markieren könnt.

Wie mit dem Spitzohr können wir auch mit Fenyx an fast allen (Fels-)Wänden emporkraxeln, was den Eindruck der Spielwelt automatisch organischer macht. Und auch sonst fühlen wir uns von den Kämpfen bis hin zu den Rätsel-Schreinen (die hier Vaults heißen) sehr stark an Nintendos Switch-Superhit erinnert.

Fenyx kann ähnlich wie Link eine Telekinese-ähnliche Kraft einsetzen und damit Gegenstände greifen bzw. versetzen. Fenyx kann ähnlich wie Link eine Telekinese-ähnliche Kraft einsetzen und damit Gegenstände greifen bzw. versetzen.

Aber um das ganz klar zu betonen: Das ist in diesem Fall nichts schlechtes, im Gegenteil. Denn nach unseren ersten Eindrücken funktioniert dieser Mix aus Kämpfen, Rätseln und Erkundung auch in Fenyx Rising sehr gut. Inbesondere das Kampfsystem gefällt uns schon: Dank der Kombination aus Schwert, Axt und Bogen sind vielfältige Kombomöglichkeiten gegen Feinde wie Medusen, Harpyien oder Zyklopen möglich, Fenyx kann die Gegner sogar in die Luft katapultieren und dort weiterbearbeiten.

Und für die besonders dicken Brocken gibt es die "Godly Abilities" wie den Hammer von Hephaistos oder den Athene-Sprintangriff, von denen wir im Lauf des Abenteuers natürlich weitere freischalten können.

Ein Bogen steht Fenxy für den Fernkampf zur Verfügung. Ein Bogen steht Fenxy für den Fernkampf zur Verfügung.

Immer im Blick behalten sollten wir allerdings die Ausdauer-Anzeige von Fenyx, die beim Anspielen trotz einer gewissen Ausbaustufe schneller leer ist, also uns lieb ist. Denn ohne die blau gefüllte Anzeige sind zum Beispiel die Götterfähigkeiten nicht verfügbar, außerdem kann Fenyx dann nicht sprinten oder klettern.

Also pfeifen wir uns im Idealfall ein blaues Ausdauerelixir rein, das wir entweder in in der Gegend verteilten Kisten finden oder aus entsprechend gesammelten Zutaten an bestimmten Punkten in der Spielwelt zusammenbrauen können. Ausdauertränke sind übrigens nicht die einzigen im Spiel:

  • Health Potion: Stellt unsere Gesundheit wieder her
  • Attack Potion: Verstärkt unsere Angriffe für eine gewisse Zeit (90 Sekunden in der Demo)
  • Defence Potion: Verbessert unsere Verteidigung für eine gewisse Zeit (90 Sekunden in der Demo)

Die Potions in der Übersicht. Die Potions in der Übersicht.

So kommt Fenyx durch die Welt

Auf dem Weg zu unserem Missionsziel - der Schmiede von Hephaistos - finden wir heraus, dass Fenyx ähnlich wie Link auch ein echtes Bewegungstalent ist. Denn um durch die Spielwelt zu kommen, setzt Fenyx unter anderem auf Knopfdruck ihrer Daedalus-Flügel ein oder ruft einen Mount herbei, in unserer Anspielsession ist das ein gepanzertes Pferd.

Damit geht's dann deutlich flotter zu den interessanten Orten auf der Karte, auch wenn sich die Wege für unseren Geschmack trotzdem noch etwas weit und zäh anfühlen. Und obwohl die Spielwelt wirklich schick ist, entwickelt zumindest der Hephaistos-Bereich unserem ersten Eindruck nach noch keinen solch starken Erkundungsdrang wie Hyrule in Breath of the Wild.

Die Daedalus-Flügel können wir jederzeit einsetzen. Die Daedalus-Flügel können wir jederzeit einsetzen.

Hephaistos Schmiede können wir auf unterschiedliche Arten wie zum Laufen bekommen. Entweder feuern wir die vier Schornsteine wieder an oder säubern alternativ zwei große Lüftungsschächte. Dieses Wahlmöglichkeit ist cool, es bleibt natürlich abzuwarten, wie umfangreich solche Entscheidungen dann im fertigen Spiel ausfallen.

Die Hauptmission fällt dann aber kürzer aus als gedacht. Nachdem wir uns unseren Weg zu den Lüftungsschächten freigekloppt und diese wieder repariert haben, wartet in der Schmiede selbst noch ein riesiges Roboterwesen auf seine Verschrottung. Danach läuft die Schmiede wieder und wir haben den Storyteil unserer Anspielsession abgeschlossen.

Augen offen halten lohnt sich

So haben wir noch etwas ausgiebiger Zeit, die Nebenaufgaben in Immortals: Fenyx Rising auszuprobieren. Und davon gibt es Ubisoft-typisch einige:

  • Tartaros-Vaults: Diese Unterabschnitte erinnern wie bereits erwähnt an die Rätselschreine in Breath of the Wild. Hier gilt es etwa, Laserbarrieren mit Blöcken zu blockieren, Pfeile zielsicher auf bestimmte Mechanismen zu schießen oder per göttlicher Kraft kleine Würfel auf Schalter zu platzieren. Gelangen wir so ans Endedes Vaults, winkt eine Blitz von Zeus als Belohnung, mit dem wir unter anderem Fenyx' Ausdauer verbessern können.
  • Umgebungsherausforderungen: An bestimmten Punkten lassen sich Geschicklichkeitsparcours aktivieren, in denen es gilt, möglichst schnell an einen bestimmten Punkt zu kommen. In einer dieser Minimissionen müssen wir mit unseren Schwingen beispielsweise möglichst geschickt Aufwinde nutzen, um eine Schlucht zu überqueren. Auch hier winken Belohnungen.
  • Rätsel: Gibt es nicht nur in den Vaults, sondern auch überall auf der Golden Isle verteilt. Wir stolpern bei der Anspielsession beispielsweise über ein Schiebepuzzle, ein Musikrätsel, bei dem wir eine Melodie auf einer Harfe nachspielen müssen, oder eine Aufgabe, in der wir einen Pfeil durch mehrere kleine Ringe schießen sollen - dabei steuern wir den Pfeil selbst!

Auch Schiebepuzzles stehen auf dem Programm. Auch Schiebepuzzles stehen auf dem Programm.

Auch Assassin's Creed stand Pate

Und um dem Spieler auch fühlbare Progression an die Hand zu geben, haben die Entwickler*innen von Immortals: Fenyx Rising auch beim eigenen Publisher umgeschaut und sich ein bisschen was bei der Rollenspielansätzen der aktuellen Assassin's Creed-Spiele abgeschaut.

  • Skills: Fenyx kann für Waffen und Angriffe Skills und Kombos erlernen und diese verbessern.
  • Waffen und Ausrüstung: Unterwegs finden wir immer wieder neue Rüstungsteile und Waffen-Designs, mit denen wir Fenyx ausstatten können. Diese haben ähnlich wie bei AC oder Division bestimmte Werte, wir verbessern also nach und nach unsere Stats und können Waffen und Rüstungen danach sogar noch weiter upgraden.
  • Rohstoffe und Sammel-Items: In der Spielwelt lassen sich neben den Zeus-Blitzen auch noch etliche weitere Rohstoffe finden, die ihr dann wiederum nutzen könnt, um Fähigkeiten etc. zu verbessern. Dazu gehören unter anderem Bernstein (verbessert Potion Effekte) und Diamantsplitter (verbessert die Tragekapazitäten von Fenyx) oder Ambrosia (verbessert die Gesundheit)

Wir empfinden das anfangs etwas erschlagend und kommen in unserer vergleichsweise kurzen Anspielzeit deshalb nicht dazu, bestimmte Verbesserungen und deren Effekte auszuprobieren. Für Optimierungs-Junkies bietet Immortals aber ganz offenbar eine ganze Menge.

Das Outfit von Fenyx lässt sich ebenfalls anpassen. Das Outfit von Fenyx lässt sich ebenfalls anpassen.

Grafisch nicht göttlich, aber stimmig

Die Optik von Immortals: Fenyx Rising haut uns zwar nicht aus den Socken, weiß beim Anspielen aber durchaus zu gefallen. Insbesondere leichte Comic-Look und die Gegner-Designs haben durchaus ihren Charme und uns gefällt zudem, mit welch flüssiger Framerate wir uns bereits durch die Open World kämpfen können. Dazu kommen einige nette Effekte bei den Kämpfen und an hochgelegenen Punkten eine tolle Weitsicht. Und für uns steht fest: Wir kommen gerne wieder!

Pro und Contra

+ tolles, variantenreiche Kampfsystem
+ gut funktionierende Rätsel-Elemente
+ Comic-Stil und Gegner-Designs
+ viel zu erkunden und sammeln/upgraden
- Welt fühlt sich nicht so organisch an wie in Zelda
- bietet das Spiel auf lange Sicht genügend eigene Ideen?

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