Viele AAA-Spiele müssen sich heute 6 Mio. Mal verkaufen, um überhaupt rentabel zu sein und das zeigt, warum die Branche in der Klemme steckt, sagt Jason Schreier

Die Entwicklungskosten großer AAA-Spiele explodieren und das sorgt für enormen Erfolgsdruck, meint Jason Schreier.

AAA-Spiele sind teuer wie noch nie. AAA-Spiele sind teuer wie noch nie.

Aktuell vergeht kaum eine Woche, in der es in der Spielebranche nicht zu größeren Entlassungswellen kommt. Der renommierte Bloomberg-Journalist Jason Schreier hat nun erläutert, wie es seiner Meinung nach zu dieser Situation gekommen ist.

300 Millionen US-Dollar pro AAA-Spiel

Wer die Spielenews aufmerksam verfolgt, kann schnell den Eindruck bekommen, dass sich die Industrie ganz schön in Schieflage befinden muss. Nahezu wöchentlich gibt es Massenentlassungen, gleichzeitig werden vor allem AAA-Spiele immer wieder teurer.

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Diese Entwicklungen hängen natürlich zusammen. Laut Jason Schreier, einem berühmten und angesehenen Bloomberg-Journalisten, seien Entwicklungskosten in Höhe von 300 Millionen US-Dollar im AAA-Bereich mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. In einigen Fällen seien die Kosten sogar noch deutlich höher.

Offizielle Zahlen gäbe es zwar kaum, wie er auf Bluesky schreibt, diese Budgets habe er aber schon öfter von Insidern zu hören bekommen. Seiner Meinung nach erklären sie, warum sich die Branche in einem so schwierigen Zustand befindet.

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Er bezieht sich dabei explizit auf Produktionen aus den USA und Kanada. Spiele, die in anderen Ländern entwickelt werden, sind oft um einiges günstiger, da dort die Gehälter auch deutlich niedriger sind. Ein Großteil der Budgets würde benötigt, um diese hohen Gehälter zu bezahlen.

Gerade an der Westküste der USA ist die Konkurrenz durch große Studios und Tech-Firmen riesig, sodass der Kampf um Talente auch mit Geld bestritten wird.

Schreier rechnet weiter vor, dass ein Spiel für 70 US-Dollar, wenn man von einer Store-Gebühr von 30 Prozent ausgeht, knapp 6 Millionen Einheiten absetzen müsste, um überhaupt die Entwicklungskosten wieder einzuspielen:

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Das ist natürlich eine sehr simplifizierte Rechnung. Es müssen zahlreiche Faktoren miteinbezogen werden, zudem zahlt beispielsweise Sony natürlich keine Store-Gebühren bei Verkäufen im eigenen Shop. Dennoch zeigt die Rechnung, wie hoch die Hürde für Erfolg mittlerweile ist.

Bei neuen Spielen reicht es nicht mehr, wenn sie einigermaßen erfolgreich sind. Sie müssen fast schon Hits werden, um nicht zum finanziellen Desaster zu führen. Das würde auch erklären, warum immer wieder Leute entlassen werden, auch wenn Spiele augenscheinlich gut angekommen sind.

Wie seht ihr den Zustand der Branche? Spielt ihr vor allem AAA-Titel oder doch lieber Indies?


Kommentare(1)
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