Das wurde aber auch Zeit: John Wick bekommt endlich sein eigenes AAA-Spiel. Das hat Lionsgate während einer Investorenkonferenz bestätigt und macht mich als großen Fan der Gun Fu-Action rund um den tierlieben Auftragskiller schon jetzt sehr glücklich.
Allerdings bereitet mir das Projekt, zu dem sonst noch rein gar nichts bekannt ist, auch gleichzeitig ein paar Sorgen, da vermutlich nicht nur meine Ansprüche entsprechend hoch sind.
Immerhin reden wir hier von John Wick, der für mich und wohl für viele andere auch besten Action-Filmreihe der letzten Jahre. Geht es nach mir, muss das AAA-Spiel vor allem drei wesentliche Punkte bedienen, um keine Enttäuschung zu werden.
Achtung! Es folgen Spoiler zum Ende von John Wick 4!
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John Wick: Zum 10. Jubiläum des modernen Action-Klassikers gibt's einen brandneuen Trailer
Punkt 1: Ein neuer Auftragskiller lernt den "Way of the Wick"
Bevor jetzt jemand empört aufschreit: Nein, natürlich wünsche auch ich mir John Wick in Form von Keanu Reeves zurück. Der rachsüchtige Auftragskiller der Hauptfilme darf natürlich nicht fehlen, um die Identität der Marke zu wahren und – seien wir mal ehrlich – weil er einfach eine coole Sau ist.
Allerdings sollte er nicht mehr die Hauptrolle spielen, sondern anschließend an Film Nummer 4 vielmehr mit der ständigen Präsenz seines Mythos einen neuen, noch etwas unerfahrenen Auftragskiller leiten.
Nach dem vermeintlichen Tod von John in Teil 4 könnte man den einstigen Helden sogar als Mentor aus Fleisch und Blut zurückbringen, der dann aber nur aus dem Schatten heraus agiert, um nicht wieder die Aufmerksamkeit der Hohen Kammer auf sich zu ziehen. Das könnte Lionsgate dann davon abhängig machen, wie es mit John Wick in den Filmen weitergeht – Gerüchte um seine Rückkehr gibt es ja bereits.
In dem Spin-off Ballerina hat er ja bereits erste Erfahrungen in der Mentoren-Rolle gesammelt:
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Ballerina: Im actionlastigen Spin-off zu John Wick lässt sich sogar Keanu Reeves blicken
Ob John Wick im Spiel letztendlich wirklich noch lebt oder wir nur einem Geist hinterherjagen, gilt es dann schließlich herauszufinden, während wir versuchen, unsere eigene Haut zu retten.
Mein Vorschlag also: Die neue Figur wird ebenfalls aufgrund eines Regelbruchs gejagt, nachdem das Begleichen einer Schuld-Münze schieflief. Der neue Charakter kämpft dabei mit seinen eigenen Problemen und hat eigene Motivationen, wird aber immer wieder mit der Legende und vielleicht sogar John Wick höchstpersönlich konfrontiert.
Bis wir ihn treffen (oder auch nicht), wären es seine Legende und sein Vermächtnis, die uns im Spiel immer wieder begegnen und voranbringen, etwa durch das Lernen seiner Techniken. Wir würden dafür mit Personen sprechen, die John kannten oder alte Verstecke von ihm entdecken.
So oder so würde John Wick ein roter Faden in der Story sein und uns animieren, in seine Fußstapfen zu treten.
Punkt 2: Ein Gameplay-Mix aus Batman, Sifu und Yakuza
Falls mein Wunsch erhört wird und wir wirklich einen neuen Charakter spielen, der auf Johns Spuren wandelt, würde das zwei Vorteile mitsichbringen: Zum einen müssen wir nicht ganz auf den bewährten “Baba Jaga”-Stil von John verzichten, zum anderen könnten seine eigenen, neue Techniken, Gadgets und Eigenschaften Abwechslung ins Spiel bringen.
Durch den Anfängerstatus wäre ein überschaubarer (!) Skill Tree möglich, der neben Waffen-Handling, Martial Arts und Stealth einen extra "Way of the Wick"-Zweig hätte. Grundsätzlich sehe ich das Spiel aber nicht als Rollenspiel, sondern als lineares Action-Adventure mit Fokus auf filmische Inszenierung und Kampfsystem, um die Intensität hochzuhalten. Besuche beim "Sommelier", also Waffenhändler, dürfen meiner Meinung nach aber auch nicht fehlen.
Während ich mir einen realistischen Grafikstil mit Noir-Einschlag gut vorstellen kann, muss Letzteres wie in den Filmen ordentlich knallen. Das Echtzeit-Gun-Fu braucht einen guten Mix aus den flüssigen Kämpfen der Batman Arkham-Spiele, die inszenierte Härte und choreografische Finesse von Sifu sowie Umgebungs-Kills mit Gegenständen, die wir aus den Yakuza/Judgment-Spielen kennen. Dürfte ich mir das John Wick-Spiel backen, wäre das der richtige Mix.
Punkt 3: Ohne Chad Stahelski und Keanu Reeves geht es nicht
Durch John Wicks Rolle in diesem Szenario würde es für mich gar nicht anders gehen, dass Keanu Reeves höchstpersönlich seinen Charakter via Motion Capturing und Synchronisation zum Leben erweckt. Erfahrung durch Cyberpunk 2077 hat er in diesem Bereich ja bereits. Wäre er nicht dabei, würde sich das Spiel direkt "falsch" anfühlen.
Genauso wichtig ist mir aber auch die Mitarbeit der kreativen Köpfe hinter John Wick, allen voran Chad Stahelski, der neben der John Wick-Regie auch Erfahrung als Reeves Stuntdouble in Matrix hat. Er hat den John Wick-Stil maßgeblich geprägt und sollte dafür Sorge tragen, dass das Spiel hier den richtigen Ton trifft.
In meinen Augen würde das AAA-Game so perfekt die Lore erweitern: Während die TV-Serie The Continental die Kontrolle der Hohen Kammer auf die moderne Unterwelt zeigt und die Wick-Filme den frontalen Kampf gegen dieses System thematisieren, würde das Spiel aufzeigen, wie man in den Trümmern danach überlebt – und John Wicks Vermächtnis fortführen.
Wenn Lionsgate auf diese Art das Ende von John Wick 4 nicht entwertet, sondern durch den Fokus auf sein Erbe ergänzt, bin ich guter Dinge, dass aus dem AAA-Spiel keine verkorkste Adaption wird.
Oder wie seht ihr das? Was erwartet ihr von dem AAA-Spiel zur John Wick-Filmreihe? Lasst mir eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren dar. Vielleicht habt ihr ja noch andere spannende Ideen.
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