LEGO-Fans können mit ihren Klemmbausteinen bauen, was und wie sie wollen. Bei offiziellen LEGO-Sets gibt es dagegen engere Vorgaben. So kommen etwa die sogenannten "illegalen Bautechniken" eigentlich nicht zum Einsatz, da sie den Steinen potenziell schaden können – bei einem neuen Icons-Set hat LEGO diese Regel jetzt überraschend gebrochen.
Bautechnik setzt LEGO-Steine unter Spannung
Dabei geht es um das Icons-Set "Ford Model T", das am 1. März erschienen ist. Content Creator und ehemaliger LEGO-Modelldesigner Tiago Catarino konnte das Set schon vorab testen und war über Bauschritt 167 ziemlich verdutzt.
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Wir haben das LEGO Pikachu gebaut und sind von der Elektromaus in Klemmbausteinform enttäuscht
Hier wird nämlich eine sogenannte "illegale Bautechnik" eingesetzt. Dieser Begriff wird für Techniken benutzt, bei denen Steine unter Belastung oder Spannung stehen. Dadurch können sie im schlimmsten Falle Risse bekommen oder brechen.
Im Fall des Ford Model Ts werden in Schritt 167 zwei Headlight-Bricks leicht höhenverstellt hintereinander gesetzt. Das Problem ist hier allerdings, dass die Noppe von Headlight-Bricks höher als bei normalen Steinen ist – der hintere Brick steht also etwas ab.
Werden beide Steine dann mit einer Platte oben und unten verbunden, wird der hintere Brick gewaltsam in Position gepresst. Er steht also unter Spannung. Tiago Catarino verdeutlicht das mit einigen Bildern in seinem Post:
Laut dem Content Creator hätte dieser Bauschritt es niemals in ein offizielles Set schaffen sollen:
"Nachdem man alles zusammengebaut hat, kann man noch immer sehen, wie die Teile auseinandergehen wollen. Sie stehen unter unglaublich viel Stress, was die Steine mit der Zeit dauerhaft beschädigen kann.
Während meiner Zeit als Modelldesigner bei LEGO war das ein großes Warnsignal, das niemals durch die Qualitäts-Meetings und letzte Abnahme, die für den Start der Produktion nötig sind, hätte kommen dürfen."
Der YouTuber hatte sich an der Stelle auch gefragt, ob LEGO diesen Schritt zum Release des Sets noch einmal überarbeiten wird – ein Blick in die online verfügbare Bauanleitung zeigt aber, dass er nach wie vor unverändert geblieben ist.
Zumindest muss hier auch angemerkt werden, dass sich die "illegalen" Steine im Inneren des Modells befinden und von außen nicht zu sehen sind. Allerdings wirkt die Spannung natürlich auch auf angrenzende Steine und obendrein ist der Headlight-Brick mit beweglichen Teilen an der Motorhaube verbunden.
Wie steht ihr zu illegalen Bautechniken bei LEGO? Ist das ein No-Go oder findet ihr es gar nicht so schlimm?
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