Die VHS-Kassetten hatten viele Jahre lang eine Art Monopolstellung und die älteren unter uns werden sich wahrscheinlich noch wohlig an Wochenenden erinnern, die in der Videothek begonnen haben. Mittlerweile gibt es so gut wie gar keine Videotheken mehr, und selbst die DVD hat als Nachfolger der VHS-Kassetten schon längst ausgedient. Aber wusstet ihr, welcher Film zuletzt auf VHS veröffentlicht wurde?
A History of Violence markiert das Ende der VHS-Ära
Laut der L.A. Times war David Cronenbergs Thriller die letzte große Hollywood-Produktion, die noch auf VHS erschienen ist. Der Film lief 2005 in den Kinos und war 2006 die letzte richtige Video-Veröffentlichung. Die VHS war danach zwar nicht komplett tot – ein paar kleine Veröffentlichungen und spezielle Fan-Editionen wurden noch produziert und herausgebracht – allerdings kamen die großen Hits danach nur noch auf DVDs und selbst die gehören jetzt schon zum alten Eisen.
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Dabei war der Siegeszug der VHS-Kassetten ein sehr langer und erfolgreicher. Das JVC-Format konnte sich gegen Betamax durchsetzen und hatte in den 1980er- und 1990er-Jahren so etwas wie eine Monopolstellung inne. Die VHS-Kassetten waren unter anderem dank der ersten großen Blockbuster wie Der weiße Hai und Star Wars so erfolgreich, aber wohl auch deshalb, weil sie wiederverwendet und überspielt werden konnten.
Die letzte große Hollywood-Veröffentlichung auf VHS war dann zumindest ein gebührender Abschied. A History of Violence stammt von David Cronenberg und markiert den Beginn der sehr fruchtbaren Zusammenarbeit des Die Fliege-Regisseurs mit Viggo Mortensen. Aber hier wirken nicht nur große Namen mit, der Film ist auch einfach ein kleines Meisterwerk.
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Darum geht's in A History of Violence
Das ruhige Städtchen Milbrook in Indiana hat nicht besonders viel zu bieten. Jeder kennt jeden und hier passiert nicht viel. Eines Tages tauchen im Diner des Familienvaters Tom Stall (Viggo Mortensen) aber zwei finstere Gestalten auf, die drauf und dran sind, ein Blutbad anzurichten. Tom kann sie zum Glück davon abhalten und rettet allen Anwesenden das Leben, indem er die Gangster tötet.
Das bringt ihm jede Menge Lob und Aufmerksamkeit ein: Er wird als Held gefeiert. Was direkt den nächsten mysteriösen und bedrohlich wirkenden Typen (Ed Harris) auf den Plan ruft, der behauptet, Tom heiße eigentlich ganz anders. Als der Fiesling anfängt, seine Frau und Kinder zu bedrohen, muss sich Tom nicht nur seiner Familie, sondern auch einer düsteren Vergangenheit stellen.
Das macht A History of Violence so gut
Wir haben es hier mit einem überraschend ruhig erzählten Thriller oder Crime-Drama zu tun, das gerade trotz seines alltäglichen Realismus' so stark und überzeugend wirkt. Auch während ruhiger Momente bleibt die Spannung stets hoch und die Ungewissheit geradezu quälend. Nie ist wirklich klar, was wohl als Nächstes passieren wird, und das Ganze gipfelt in einem rabiaten, brutalen, ja fast schon Western-artigen Showdown.
Die Inszenierung ist über jeden Zweifel erhaben, und das Gleiche gilt auch für die schauspielerische Leistung. Neben Viggo Mortensen und Ed Harris trumpft vor allem William Hurt in seiner kleinen, aber feinen Nebenrolle auf. Aber auch inhaltlich geht es hier ans Eingemachte, und wer aufpasst, bekommt eine spannende Abhandlung über Gewalt, Vergangenheitsbewältigung und Ehrlichkeit serviert.
Was hättet ihr gedacht, was der letzte auf VHS veröffentlichte Film war?
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