Lootboxen - Verbot tritt in den Niederlanden in Kraft, hohe Geldstrafen möglich

Lootboxen wurden in den Niederlanden verboten. Bis gestern hatten die Anbieter Zeit, entsprechende Maßnahmen zu treffen, jetzt drohen Strafen.

von David Molke,
21.06.2018 15:00 Uhr

Lootboxen sind in den Niederlanden offiziell verboten und bis zum 20. Juni hatten die Publisher Zeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.Lootboxen sind in den Niederlanden offiziell verboten und bis zum 20. Juni hatten die Publisher Zeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Lootboxen stehen in der Kritik: In den Niederlanden und Belgien wurden sie bereits verboten, in Deutschland gibt es noch keine finale Lösung. In den USA und Großbritannien wurde beschlossen, dass Lootboxen kein Glücksspiel und deshalb in Ordnung sind. In den Niederlanden soll das Verbot jetzt durchgesetzt beziehungsweise vollstreckt werden.

Niederlande setzen Lootbox-Verbot in die Tat um

Bis zum gestrigen 20. Juni hatten die Unternehmen noch die Möglichkeit, ihre Geschäftspraktiken entsprechend anzupassen. Jetzt gehe die Niederländische Regierung in die Phase der Vollstreckung über. Soll heißen: Ab jetzt wird das Ganze strafrechtlich relevant und die Kansspelautoriteit kann die Firmen zu Strafen verdonnern (via IGN).

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Studie belegt Glücksspiel-Vorwurf, Verbot in Deutschland bald möglich

Valve reagiert: Dota 2- & CS:GO ohne Marktplatz

Um den neuen Regulierungen gerecht zu werden, hat Steam-Betreiber Valve in den Niederlanden laut Eurogamer bereits den Item-Handel in Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive abgeschaltet. Allerdings nicht, ohne zu beklagen, dass Valve die Regelung weder verstehe noch mit ihr übereinstimme.

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FIFA 18, PUBG & Rocket League ebenfalls betroffen

Bereits Anfang des Jahres hatte die Gaming-Autorität der Niederlande erklärt, dass einige Lootboxen als Glücksspiel eingeordnet werden können. Explizit wurden die Lootbox-Systeme in FIFA 18, Dota 2, Playerunknown's Battlegrounds und Rocket League genannt.

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"Sie existieren nur, weil Konsumenten dumm sind"

Gebühren von knapp $1 Mio. US-Dollar möglich

Laut dem offiziellen Statement der Kansspelautoriteit können bei "ungenügenden Anpassungen" Verwaltungsgebühren von bis zu 830.000 Euro beziehungsweise 959.000 US-Dollar (oder einem Teil der Einnahmen!) fällig werden.

Sollten sich die Gebühren als wirkungslos erweisen, könne immer noch die Staatsanwaltschaft bemüht und eine Straf-Verfolgung angestrebt werden.

Lootbox-Debatte:
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Wie findet ihr die Herangehensweise der niederländischen Behörden?

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