Man of Medan bekommt Koop-Modus: So spaßig ist der Horror zu zweit

The Dark Pictures: Man of Medan ist nicht nur für Solo-Spieler interessant. Das Horror-Spiel kommt mit Multiplayer-Modus, den wir bereits anspielen konnten.

von Linda Sprenger,
11.07.2019 16:00 Uhr

Man of Medan bekommt einen Koop-Modus. Man of Medan bekommt einen Koop-Modus.

Mit Man of Medan erwartet uns das neue Projekt der Until Dawn-Entwickler Supermassive Games. In dem ersten von insgesamt drei geplanten Horror-Adventures aus der The Dark Pictures Anthology-Sammlung begleiten wir eine Gruppe nichtsahnender Urlauber auf einem nervenaufreibenden Trip durch ein Geisterschiff. Und dabei sind wir nicht zwingend allein.

Anders als Until Dawn bietet Man of Medan nämlich nicht nur eine klassische Singleplayer-Erfahrung, sondern auch einen Multiplayer-Modus. Das Adventure lässt sich sowohl im Online- als auch im Couch-Koop spielen.

Wir konnten den Mehrspieler-Part auf einem Event bei Bandai Namco bereits genauer unter die Lupe nehmen und erklären euch, wie er funktioniert und wie er sich anfühlt.

So funktioniert der Online-Koop

Man of Medan hat keinen Splitscreen- sondern einen Online-Koop, bei dem jeder Spieler die Geschichte aus einer anderen Perspektive heraus erlebt.Man of Medan hat keinen Splitscreen- sondern einen Online-Koop, bei dem jeder Spieler die Geschichte aus einer anderen Perspektive heraus erlebt.

Man of Medan verzichtet auf einen Splitscreen-Modus und bietet stattdessen einen reinen Online-Koop für zwei Spieler. Beide Mitstreiter übernehmen im Laufe des Abenteuers abwechselnd die Rollen mehrerer Charaktere und erleben die Geschichte jeweils aus einer anderen Perspektive heraus.

Ein Beispiel: Während des rund 20 Minuten langen Intros von Man of Medan spielen wir die Erlebnisse zweier Marinesoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg nach. Denn die haben offenbar irgendetwas mit den Geschehnissen auf dem mysteriösen Schiff zu tun, das wir später in der Gegenwart mit unserer Urlaubstruppe genauer erkunden.

Spieler A schlüpft dabei in die Uniform von Joe, während Spieler B dessen Kameraden Charlie steuert. Zu Beginn der Sequenz sind beide Charaktere getrennt voneinander unterwegs und finden sich in komplett anderen Situationen wieder: Joe erwacht in einer Ausnüchterungszelle auf dem Schiff, Charlie wurde hingegen in einer Kabine eingeschlossen.

Bevor beide Koop-Kumpanen zusammenfinden und das Schiff gemeinsam erkunden, durchforsten sie ihre Ausgangsorte zunächst unabhängig voneinander. Dabei stoßen sie auf völlig unterschiedliche Story-Hinweise, die sich erst im Dialog zu einem großen Ganzen zusammensetzen.

In der Intro-Sequenz von Man of Medan ist das spätere Geisterschiff noch ein stinknormales Frachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg.In der Intro-Sequenz von Man of Medan ist das spätere Geisterschiff noch ein stinknormales Frachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg.

Mit und ohne Voicechat: Den Online-Koop spielen wir nämlich entweder mit Voicechat und besprechen Erlebnisse direkt mit unserem Partner. Oder wir verzichten während des Spielens auf Headsets und tauschen uns eventuell erst nach der Spielsession mit unserem Mitspieler aus. Beide Varianten bringen vor und Nachteile mit sich.

Mit Headset können sich beide Spieler stetig miteinander absprechen und sich gegenseitig Tipps geben, um so möglicherweise den Tod eines Charakters zu verhindern. Das mag zielführender sein, allerdings bleiben so einige Überraschungen aus.

Spielen wir hingegen ohne Voicechat, gewinnt die Geschichte zusätzliche Spannung, weil wir ja nicht wissen, was unser Mitstreiter (oder Gegenspieler?) am anderen Ende der Leitung im Schilde führt. Vielleicht schickt er ja bestimmte Charaktere absichtlich in den Tod, während wir eigentlich vorhaben, so viele wie möglich vor dem virtuellen Ableben zu bewahren. Denn wie in Until Dawn können in Man of Medan alle Protagonisten überleben. Oder eben nicht.

Unser Fazit:

Um ein finales Urteil zu fällen, reichen 90 Minuten Anspielen natürlich nicht aus. Was wir bislang erlebt haben, stimmt uns aber positiv. Man of Medan bietet im Online-Koop eine ganz andere Art des Storytellings als im klassischen Solo-Modus und verspricht, das Abenteuer um eine spannende soziale Komponente zu bereichern.

Eine aus mehreren Perspektiven erzählte Geschichte birgt allerdings die Gefahr, für Verwirrung zu sorgen. Letztendlich muss es dem Spiel im Online-Koop gelingen, eine für beide Spieler runde und sinnvolle Geschichte zu erzählen. Und das wissen wir natürlich erst nach dem Abspann.

So funktioniert der Couch-Koop "Movie Night"

In Movie Night wählt jeder Mitspieler eine eigene Spielfigur aus, diese wechseln sich dann ab.In Movie Night wählt jeder Mitspieler eine eigene Spielfigur aus, diese wechseln sich dann ab.

Hinter "Movie Night" versteckt sind der lokale Koop-Modus von Man of Medan, bei dem zwei bis fünf Spieler mitmischen können.

Zu Beginn wählt jeder Spieler einen von insgesamt fünf Charakteren aus der Urlaubergruppe aus, den er bis zum Ende begleitet. Allerdings nehmen wir wir nur einen einzigen Controller mit ins Horror-Abenteuer. Den reichen wir im Laufe der Geschichte rum, sodass jede Figur zum Zug kommt.

Es sei einfach witzig, mit anderen auf der Couch vor dem TV zu sitzen, sich dabei gegenseitig anzuschreien und gemeinsam über Entscheidungen und deren mögliche Folgen zu diskutieren, erklären uns Robert Craig und James Scalpello von Supermassive im Interview.

Bereits Until Dawn bot versteckte Mehrspieler-Qualitäten, Man of Medan greift diese mit einem richtigen Couch-Koop-Modus auf.Bereits Until Dawn bot versteckte Mehrspieler-Qualitäten, Man of Medan greift diese mit einem richtigen Couch-Koop-Modus auf.

Genau das kennen wir bereits aus Until Dawn. Der Teenie-Slasher aus dem Jahr 2015 bietet per se zwar keinen Koop-Modus, lässt sich aber trotzdem wunderbar zusammen mit Freunden erleben. Einer spielt, die anderen gucken zu. Gelegentlich wird das Gamepad abgegeben.

Man of Medan ergänzt die soziale Erfahrung dank Movie Night um ein simples Regelwerk, durch das wirklich jeder einzelne Mitstreiter ins Geschehen mit einbezogen wird. Wer sich aufs Geisterschiff traut, der kann also keinen Rückzieher mehr machen.

Übrigens: Der Koop-Modus heißt nicht ohne Grund "Movie Night". Die Spielzeit von Man of Medan soll fünf knackige Stunden betragen, ein Durchlauf ist an einem gemütlichen Horror-Abend also locker machbar. Natürlich soll Man of Medan großen Wiederspielwert bieten. Schließlich wollen wir ja unter anderem wissen, auf wie viele Arten und Weisen ein Charakter den Löffel abgeben kann.

Unser Fazit:

Wie spaßig sich das Ganze letztendlich spielt, können wir selbst bislang aber nicht beurteilen, weil wir "Movie Night" während des Events nur für einen kurzen Moment ausprobiert haben. Das Konzept klingt aber vielversprechend.

Until Dawn machte im Quasi-Multiplayer bereits höllischen Spaß und wir sind guter Dinge, dass der Movie Night-Modus von Man of Medan wunderbar daran anknüpft und das kollektive Gruseln, Schreien und Mitfiebern vielleicht sogar noch intensiver gestaltet.

Man of Medan erscheint am 30. August für die PS4, Xbox One und den PC.

Dark Pictures Anthology: Man of Medan - Gameplay-Preview und Ersteindruck zum Horror-Adventure 8:42 Dark Pictures Anthology: Man of Medan - Gameplay-Preview und Ersteindruck zum Horror-Adventure


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