Mass Effect: Andromeda - 7 Dinge, die ich mir von BioWares RPG wünsche

Der N7 Day steht an, und mit ihm neue Informationen zu Mass Effect: Andromeda. Rae hat sich passend dazu ein paar Gedanken gemacht, was sie sich von BioWares neuem Sci-Fi-RPG wünscht.

von Rae Grimm,
06.11.2016 10:15 Uhr

Mass Effect: Andromeda - E3-Trailer mit Gameplay-Szenen 1:58 Mass Effect: Andromeda - E3-Trailer mit Gameplay-Szenen

Wie jedes Jahr findet am 7. November der N7 Day statt, an dem BioWare gemeinsam mit den Fans die Mass Effect-Reihe feiert. Dieses Jahr stellt sich bei den meisten eine noch größere Vorfreude ein als sonst, denn es soll endlich neue Details zu Mass Effect: Andromeda geben. Ein dazugehöriger Trailer kündigte bereits die »Andromeda Initiative« an. Was sich genau dahinter verbirgt, soll allerdings erst am Montag verraten werden.

Um die letzten Stunden bis dahin ein wenig zu verkürzen, habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, was ich mir persönlich von Mass Effect: Andromeda wünsche und welche Hoffnungen ich in BioWares erstes Sci-Fi-Rollenspiel nach Commander Shepard setze.

Nicht zu viel Fanservice

Mass Effect gehört ohne Zweifel zu meinen absoluten Lieblingsserien und ich sollte lieber nicht sagen, wie oft ich die Abenteuer von Commander Shepard schon durchgespielt habe. Das ist einer der Gründe, warum ich den Citadel-DLC so geliebt habe, der für mich ein einziger Liebesbrief an die Reihe und auch an die Fans war.

Trotzdem hoffe ich, dass Mass Effect: Andromeda nicht zu viel Fanservice und Referenzen an die Shepard-Trilogie bieten wird. Stattdessen sollte sich das RPG lieber darauf konzentrieren, für sich zu stehen, um uns neue erinnerungswürdige Charaktere und Momente zu schenken. Ich habe mit Sicherheit nichts gegen die ein oder andere Anspielung, aber bitte nicht noch mehr Witze über Kalibrierungen.

Rae Grimm
@freakingmuse

Beinahe hätte Rae Mass Effect nie durchgespielt, da sie mit Mass Effect 2 in die Reihe eingestiegen ist und der Funke zuerst nicht überspringen wollte. Beim zweiten Versuch kam es dann allerdings zu einem wahren Inferno, dessen Auswirkungen noch heute zu spüren sind. Mass Effect 1 ist noch immer ihr Lieblingsteil, die Normandy ihr eigentliches Zuhause und wer ein anderes Ende gewählt hat als sie, liegt eindeutig falsch.

Keine Bezüge auf das Ende von Mass Effect 3

Ohne nun erneut darauf einzugehen, wie gut oder schlecht das Ende von Mass Effect 3 nun wirklich war, belassen wir es dabei, dass es … umstritten war. Mein Wunsch wäre daher, dass BioWare die ganze Diskussion hinter sich lässt und sich auf gar keines der Enden festlegt.

In der Vergangenheit ist BioWare Fragen zu diesem Thema ausgewichen und meinte nur, dass das Spiel nicht zwangsläufig nach Mass Effect 3 spielen müsse. Die Tatsache, dass wir uns im nächsten Mass Effect in eine neue Galaxie, die Andromeda-Galaxie, vorwagen, schafft die beste Bühne für einen Neuanfang, der vielleicht sogar danach spielt, aber nicht von der finalen Entscheidung betroffen ist.

Das könnte zum Beispiel geschehen, indem ein Teil der Bewohner der Milchstraße während des Reaper-Krieges als Rückversicherung (falls Shepard scheitern sollte) losgeschickt wurden, um in einer anderen Galaxie eine neue Heimat zu finden und so das Überleben der verschiedenen Rassen zu sichern. So könnte BioWare das Ende komplett umgeben und Mass Effect: Andromeda trotzdem in den Kanon passt. In jedem Fall wäre es ein Vorteil, das kontroverse Ende ruhen zu lassen.

Ryder, die weibliche Version des Protagonisten aus Mass Effect: Andromeda Ryder, die weibliche Version des Protagonisten aus Mass Effect: Andromeda

Wieder mehr RPG als Shooter

Mit jedem Spiel der Shepard-Trilogie entfernte sich Mass Effect stärker vom Rollenspiel und wurde mehr zum Third-Person-Shooter. Das Gameplay war zwar auch so alles andere als schlecht, dennoch wünsche ich mir einen Schritt zurück zu den Wurzeln und hätte gern wieder einen stärkeren Fokus auf RPG-Elemente.

Ich mochte beispielsweise die Anpassungsmöglichkeiten der Rüstung im ersten Mass Effect oder auch die ausführlicheren Gesprächsoptionen. Das sorgte dafür, dass sich der Charakter meines Commander Shepards nach und nach entfaltete und noch nicht so in Stein gemeißelt wirkte wie in Mass Effect 3.

Ich will große wie kleine Entscheidungen treffen müssen, die mir nicht leicht fallen und mir das Gefühl geben, mit jedem Durchlauf etwas neues zu sehen und eine andere Erfahrung zu machen. Ich will ein Rollenspiel mit Shooter-Elementen und keinen Shooter mit Rollenspiel-Elementen.

Schwierige Entscheidungen mit Konsequenzen

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Ich hätte gerne wieder schwierige Entscheidungen mit Konsequenzen, die das Leben und den Charakter meiner zukünftigen Ryder schon im Verlauf von Andromeda formen. Zwar mochte ich es, dass Entscheidungen aus Mass Effect 1 noch in Teil 3 spürbar waren, allerdings will ich schon während Mass Effect: Andromeda Entscheidungen treffen müssen, die den Spielverlauf beeinflussen.

Ein gutes Beispiel ist dabei die Virmire-Mission, die mir noch heute an die Nieren geht und über das Schicksal eines Charakters entschied. Oder sogar wie in Dragon Age: Inquisition, in dem eine Entscheidung eine Hauptquest für immer verschloss und entschied, gegen welche Art von Gegnern ihr ab sofort kämpfen würde.

Wenn es um Entscheidungen in BioWare-Spielen geht, dann muss ich auch immer Dragon Age: Origins loben, das es fast meisterlich geschafft hat, einige Entscheidungen so im Dialog zu verstecken, dass ich gar nicht wusste, dass ich gerade den Spielverlauf für immer verändert habe. Schon die Auswahl meiner Origin-Story nahm Einfluss auf das Ende, das viele, viele Spielstunden später kam. So etwas wünsche ich mir auch von Mass Effect: Andromeda.

Eine unserer neuen Begleiterinnen in Mass Effect: Andromeda? Eine unserer neuen Begleiterinnen in Mass Effect: Andromeda?

Spannende neue Charaktere

Wenn es um BioWare-Spiele geht, muss ich diesen Wunsch eigentlich kaum noch explizit aussprechen. Bisher gab es schließlich noch keinen Titel des Studios, der mich in dieser Hinsicht enttäuscht hätte. Gerade deshalb steht dieser Punkt aber weit oben auf meiner Wunschliste an Mass Effect: Andromeda.

Auch im nächsten Teil der Mass Effect-Reihe wünsche ich mir erneut gut geschriebene, abwechslungsreiche Charaktere, die ich vielleicht nicht immer mag und die mich vielleicht auch mal betrügen, die mich aber trotzdem faszinieren und der Handlung neue Facetten hinzufügen.

Ebenfalls in diese Kategorie fallen die potenziellen Liebespartner für Ryder. Hier würde ich mich freuen, wenn BioWare es schaffen würde, die Beziehungen natürlicher wirken zu lassen und nicht wie eine abzuarbeitende To-Do-Liste.

Keine lieblosen Nebenquests

Ein großer Kritikpunkt an Dragon Age: Inquisition war das Design der Nebenquests. Sofern sie nicht gerade auf einen eurer Begleiter bezogen waren, handelte es sich sehr oft um belanglose Fetch-Quests, die gerade in den Hinterlanden schnell für Frust sorgten.

Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Mass Effect: Andromeda eine größere, offenere Welt bekommen soll, hoffe ich, dass die Entwickler diesen Fehler nicht wiederholen und ein abwechslungsreicheres Quest-System parat haben.

Zum Beispiel wünsche ich mir die Charakter-Quests zurück, die auch in Mass Effect 3 eher mau waren. Damit meine ich einmal Quests, die wie in Mass Effect 1 auf den individuellen Hintergrund meiner Ryder eingehen (sofern es diesen gibt), aber auch Missionen für meine Begleiter wie in Mass Effect 2. Diese Art des Questdesigns bleibt im Kopf und würde das in Verbindung mit den bereits erwähnten Konsequenzen passieren – indem wir beispielsweise das Vertrauen eines Begleiters komplett verlieren – wäre das umso besser.

Koop-Multiplayer

Ich höre einige von euch bis hier aufschreien, aber gebt mir einen Moment! Zur Überraschung (und zum Entsetzen) vieler Mass Effect-Fans kündigte BioWare für Mass Effect 3 einen Multiplayer-Modus an. Zur noch größeren Überraschung vieler Fans (meine Wenigkeit eingeschlossen) war er wirklich gut.

Was eigentlich nur als kurzes Reinschnuppern in den Horde-Koop-Modus beginnen sollte, entwickelte sich bei mir schnell zu einer Sucht und führte zu mehr Spielstunden als ich bereit bin, öffentlich zuzugeben.

Besser als erwartet: Der Multiplayer von Mass Effect 3 Besser als erwartet: Der Multiplayer von Mass Effect 3

Er erfüllte mir Wünsche, die im Hauptspiel unmöglich gewesen wären: Plötzlich konnte ich verschiedene Rassen von Krogan bis Volus spielen und hatte Fähigkeiten, von denen Shepard nur träumen konnte. Hinzu kam, dass der Modus zwar optional war, allerdings einen kleinen Bonus für die Kampagne bereit hielt, der sinnvoll eingearbeitet war, ohne aufgezwungen zu wirken.

Über ein Jahr hinweg unterstützte BioWare den Koop-Multiplayer von Mass Effect 3 mit weiteren kostenlosen Inhalten und Events und verkürzte so die Zeit zwischen den verschiedenen Singleplayer-DLCs. Sollte es gelingen, diese Vorteile erneut einfließen zu lassen, ohne, dass die Kampagne darunter leidet, würde ich mich über einen Multiplayer-Modus in Mass Effect: Andromeda sehr freuen. Ich vermisse meine N7 Fury Adept mit ihrer Black Widow sehr…

Das sind sieben Dinge, die ich mir für Mass Effect: Andromeda wünsche, das im Frühling 2017 für PS4, Xbox One und PC erscheinen soll.

Nun seid ihr dran: Was wünscht ihr euch von Mass Effect: Andromeda? Schreibt es uns in die Kommentare!

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