Keine Regeln, keine Admins, kein Pay-to-Win: Was passiert, wenn 1.200 Minecraft-Spieler*innen in einem Server zusammenfinden? Dieser Frage geht das "Eden"-Projekt seit rund zwei Monaten nach.
In der Survival-Welt soll sich alles aus den Entscheidungen der teilnehmenden Community ergeben - heraus kamen bislang spontane Allianzen, ein eigenes Wirtschaftssystem und ganze Gründungen von Nationen.
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So funktioniert der Minecraft-Server Eden
Eden ist ein großer Minecraft-Server, der laut Beschreibung bewusst auf klassische Leitplanken verzichtet: Es gibt keine NPCs, keine vorgegebenen Missionen, keine Pay-to-win-Elemente und keinen aktiven Admin-Eingriff in das Spielgeschehen.
- Stattdessen bestimmen die Spieler*innen selbst, welche Regeln entstehen, welche Gebiete kontrolliert werden und welche Projekte verfolgt werden.
- Die Krux: Solo-Spielen ist auf Eden zwar möglich, aber verdammt schwer. Dafür sorgen einige hinzugefügte Fallstricke, etwa extrem schwere Mobs, die sich nur durch kooperatives Spielen erledigen lassen.
Mehr als 1.200 Personen haben sich inzwischen über 60 Tage auf dem Server bewegt und eine Art Langzeit-Zivilisation aufgebaut. Interessierte können sich jederzeit über den offiziellen Discord-Server zum Eden-Experiment einklinken.
Die Spielwelt wird dabei komplett von den wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen der Teilnehmer*innen geprägt: Wer Ressourcen kontrolliert, kann daraus Macht ableiten; wer Allianzen schließt, kann Gebiete sichern oder Handelswege etablieren. Wie "Tylerrr93" auf Reddit nun zeigt, hat sich daraus eine diplomatische Weltkarte mit eigenen Regionen ergeben:
Link zum Reddit-Inhalt
Die verschiedenen Nationen, die sich auf dem Eden-Server gebildet haben, haben unterschiedliche Zugriffe auf Ressourcen und gehen ihre diplomatischen Beziehungen eigenständig an.
- "BedEx" etwa arbeitet als souveräner Stadtstaat über die Landesgrenzen hinaus - mitsamt eigenem Gesetzbuch.
- "Tianguo" hält sich hingegen mit sämtlichen internationalen Beziehungen beinahe komplett zurück.
Das Einhalten der Grenzen ist ebenfalls Sache der Minecraft-Spieler*innen: Es ist beispielsweise für "New Bosnia" nicht verboten, einfach in "Aurora" einzumarschieren und sich dort wichtige Ressourcen zu sichern. Die Verteidigung dieser Grenzen ist wiederum primär Sache der Aurora-Bürger*innen oder etwaig geschmiedeter Allianzen.
Ein Ende des Eden-Experiments ist nicht terminiert - wie weit sich die "Fallstudie" für den Aufstieg und Fall von Zivilisationen entwickelt, bleibt also noch eine ganze Weile ein spannendes Thema.
Was haltet ihr vom Eden-Experiment? Würdet ihr mitmachen wollen oder macht vielleicht schon mit und habt eine spannende Geschichte zu erzählen?

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