Das Anime-Spiel Neverness to Everness mauserte sich seit seinem Release im April zu einem Hit, doch seit einigen Tagen kriselt es ordentlich.
So räumte der offizielle X-Account zum Spiel ein, KI-gestützte Werkzeuge bei "einer kleinen Anzahl" von Hintergrund- und Umgebungsassets eingesetzt zu haben – betroffen seien demnach die Szenarien "Clear Skies in Summer" und "Pink Paws Heist". Man überarbeite die Grafiken bereits.
Ein viraler Beitrag der Nutzerin @ViviVovo auf X sorgt seither allerdings für Aufsehen: Die ersetzten Grafiken seien ebenfalls KI-generiert, behauptet sie – und liefert gleich eine Bildgegenüberstellung als Beleg.
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Zwischen "menschlicher Kreativität" und neuen Vorwürfen
In der offiziellen Aussage heißt es laut NTE Global sinngemäß, das Spiel beruhe auf menschlicher Kreativität; Charaktere, Storys und die Spielwelt seien das Werk von Illustratoren, Autorinnen und Designern.
KI-Tools seien demnach ausschließlich bei einem kleinen Teil der Hintergrundassets zum Einsatz gekommen – nicht bei den Kernelementen, die das Spiel definierten.
"ViviVovo" hält dem entgegen, die neuen Billboard-Grafiken weisen ebenfalls typische Merkmale KI-generierter Bilder auf.
- Konkret nennt sie zu viele unterschiedliche Wolkentypen innerhalb eines einzigen Bildes; Schatten, die physikalisch keinen Sinn ergeben, sowie eine generell überkomplexe Komposition für das, was eigentlich ein schlichtes Hintergrundposter sein sollte.
- Ein Kommentar von "Sniccsnacks" ergänzt: Am rechten Bildrand ende der Wolkenbereich mit einer auffällig geraden Linie – ein Artefakt, das auf KI-Generierung hindeuten könnte.
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Gerade Spiele im Anime-Stil bauen ihren Markenwert stark auf das Vertrauen in "künstlerische Handarbeit" auf. Fans investieren nicht nur Zeit und Geld, sondern auch eine emotionale Bindung an das, was sie für menschengemachte Kunst halten – wird dieses Vertrauen beschädigt, ist der markentechnische Schaden oft größer als in anderen Genres.
Allerdings ist das Erkennen von KI-Grafiken keine exakte Wissenschaft. ViviVovo schreibt selbst, wer täglich zeichne oder retuschiere, entwickle ein Gespür für diese Dinge – ein objektives Maß liefert das aber nicht.
Inkonsistente Wolken und eine merkwürdige Komposition können ebenso auf menschlichen Zeitdruck oder schlicht handwerkliche Fehler zurückgehen; da sich aber NTE zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nicht zu den neuen Vorwürfen geäußert hat, bleibt es bei Mutmaßungen.
Glaubt ihr, dass auch die neuen NTE-Assets wirklich KI-generiert sind – und würde das etwas an eurer Einstellung zum Spiel ändern?
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