One Piece ist aktuell meine große Wohlfühloase. Die Serie schafft es mit den leichtherzigen Strohhüten und seinen aufmunternden Kurzgeschichten – etwa um Wal Laboon – mir allabendlich ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Und ich mag es einfach, wie hochwertig die Netflix-Serie ausschaut.
In der dritten Episode von Staffel 2 war ich jedoch ziemlich irritiert und das hat nichts mit all den neuen Figuren und Begrifflichkeiten zu tun, die mir als Neuling im Strohhut-Universum entgegengeworfen werden.
Eine milde Gewaltdarstellung, die ab und an irritiert
Es geht vielmehr darum, wie Kämpfe und generell Gewalt in der Live-Action-Serie dargestellt werden. Und da sich One Piece natürlich nicht nur an Erwachsene richtet und dementsprechend eine Altersfreigabe ab 12 Jahren hat, fallen beispielsweise Schwertkämpfe und generell Kampfszenen recht unblutig und nicht sonderlich explizit aus.
Dass die reduzierte Darstellung von Gewalt jedoch auch durchaus seine Schattenseite hat, habe ich zuletzt in Folge 3 gemerkt.
Hier rauscht Zorro nämlich wie ein Wirbelwind durch die 100 Schergen der Baroque-Firma auf der Insel Whiskey Peak. Eine Szene, bei der ich als großer Herr der Ringe-Fan natürlich unweigerlich an Legolas und Gimli bei der Verteidigung von Helms Klamm denken musste. An das ehrgeizige Zählen der getöteten Feinde erinnert ihr euch sicher.
Zwar fliegen seine Feinde durch die schwungvollen Hiebe mächtig durch den Raum, Wunden gibt es aber so gut wie nie zu sehen. Hinzu kommt, dass die Kamera oftmals vor einem Treffer wegschwenkt.
Die Kampfszene verliert dadurch nicht nur ordentlich an Wucht, sondern ich wusste auch nie so richtig, wer jetzt noch am Leben ist und wer nicht. Irgendwie irritierend. Das Zählen der getöteten Gegner wirkte da fast schon wie ein künstlicher Kniff, um es mir recht plump verständlich zu machen.
SPOILER-WARNUNG! Um den Punkt noch weiter zu unterstreichen, muss ich auf einen Spoiler zu Mister 9 zurückgreifen. Wollt ihr nicht wissen, wie es mit dem grünen Kronenträger im Verlauf des Animes weitergeht, überspringt den kommenden Absatz besser.
“Ach, der lebt noch!?”
Was mich jedoch noch weit mehr irritiert hat, war die Info von GamePro-Kollegin Myki. Als wir nämlich am Mittwoch über Mister 9 gesprochen haben und ich meinte "Boah, zum Glück isser tot", kam von unserer Anime-Expertin erst einmal nur ein "Ja… also…" zurück. Wahrscheinlich, um mich vor Spoilern zu schützen.
Als jemand, der den Anime oder den Manga nicht verfolgt hat, bin ich nämlich fest davon ausgegangen, dass der aufgeblasene Grünling nach dem angedeuteten Tritt ins Gesicht von Miss Valentine das Zeitliche gesegnet hat. Aber Pustekuchen, die Labertasche ist offenbar noch quicklebendig.
Der folgende Absatz enthält konkrete Spoiler zur Mister 9
Spoiler anzeigen
So hat mir Myki erzählt, dass Mr 9 und Miss Monday auf dem Manga-Cover von Kapitel 632 zu sehen sind und die beiden sogar ein Kind haben.
Damit es nicht falsch rüberkommt. Das ist natürlich wahrlich kein Weltuntergang. Es ist eine Kleinigkeit.
Aber doch eine, die zeigt, dass es durch solche Kameraschwenks und durch die milde Darstellung von Gewalt für mich als One Piece-Noob ab und an echt nicht ganz so leicht ist, herauszufinden, wer gerade das Zeitliche gesegnet hat – und wer eben nicht.
Haben wir hier noch ein paar weitere One Piece-Neulinge, die ab und an auch ein wenig irritiert sind? Falls ja, meldet euch gerne in den Kommentaren!
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