PlayStation VR - Unsere Meinungen zu Sonys VR-Headset

Wie ist das nun, braucht man nun als PS4-Besitzer unbedingt PlayStation VR? Unsere GamePro-Redakteure beziehen Stellung und liefern ihren persönlichen VR-Tipp.

von Redaktion GamePro,
19.10.2016 17:30 Uhr

PlayStation VR: Alle Antworten im FAQ - Termin, Preis, Kamera, Spiele, PS4 Pro-Unterstützung & mehr 6:00 PlayStation VR: Alle Antworten im FAQ - Termin, Preis, Kamera, Spiele, PS4 Pro-Unterstützung & mehr

Virtual Reality ist auch nach Sonys Eintritt in den umkämpften, neuen Markt ein Streitthema. Lohnt sich die Investition in PS VR? Oder währt die herbeigerufene, neue Epoche für Videospiele womöglich doch nicht so lange, wie eigentlich geplant? Lest weiter und erfahrt, wie die GamePro-Redaktion über Virtual Reality, PS VR, die ersten VR-Spiele und die Zukunft der neuen Technologie denkt!

Ein buntes Angebot voller Möglichkeiten und Bildfehler

Markus Schwerdtel (@kargbier):

Ich gebe zu, ich war skeptisch. Ich habe einfach schon zu viele Kameras, Kinect-Sensoren, Move-Controller, Mikrofone, Instrumente und Quiz-Buzzer bei mir zuhause rumliegen, die nach einer euphorischen Startphase vom Hersteller nicht mehr unterstützt wurden oder die einfach auf Dauer keinen Spaß machten. Bei VR ist das anders. Selbst wenn bei den Starttiteln kein absoluter Systemseller dabei ist, bereue ich den Kauf der Sony-Brille keine Sekunde. Denn gerade das vielfältige Startangebot mit seinen auch kleineren Spielen oder Filmchen (Invasion!) zeigt, wie viele Genres von VR profitieren. EVE Valkyrie belebt für mich das auf Konsole etwas darbende Weltraumspiel wieder (wo bleibt Colony Wars VR? Wo???), und Wayward Sky zeigt hervorragend, wie Adventures der Zukunft aussehen könnten. Von Horror- und Musikspielen ganz zu schweigen. VR ist kein Gimmick. VR gehört zur Zukunft der Videospiele.

Persönlicher Tipp: Wayward Sky
Das zauberhafte Adventure braucht keine große Hintergrundstory. Wir begleiten die junge Bess durch eine Wolkenfestung und lösen knifflige Rätsel.

Hannes Rossow (@Treibhauskonfekt):

Virtual Reality hat mich schon immer fasziniert und ich war hellauf begeistert, als die Oculus Rift-Brille vor ein paar Jahren das Licht der Welt erblickte. Für mich stellt sich die Frage gar nicht, ob Virtual Reality die Zukunft ist, denn das ist sie definitiv. Meine Zweifel an PlayStation VR und Co. folgen nur aus der Vermutung, dass die Headsets ihrer Zeit vielleicht ein wenig voraus sein könnten. Sony hat es aber geschafft, die virtuelle Realität von dem Stigma der »technischen Elite« zu befreien und verfrachtet das Konzept in ein Gerät, das für den Haushalt taugt und unkomplizierte Nutzung verspricht. Jedes Gerede über Auflösung und Tracking-Probleme verschwindet für mich hinter den vollkommen neuen Spielerfahrungen, die selbst einfachste Ideen liefern können. PlayStation VR braucht keine »Killer-App«, denn diese Aufgabe übernimmt schon die virtuelle Realität an sich.

Persönlicher Tipp: Headmaster
Was auf dem ersten Blick wie ein aufgeblasenes Mini-Spiel aussieht, überzeugt mit technisch sauberen Kopfballtreffern und jeder Menge Humor sowie originellen Ideen. Lasst euch überraschen!

Tobias Veltin (@FrischerVeltin):

Ich liebe Technik und bin trotzdem bekennender VR-Kritiker, denn meiner Meinung nach hat die virtuelle Realität in Bereichen wie zum Beispiel Konzerten oder in Museen deutlich mehr Potenzial als bei Spielen. Deswegen bin ich überrascht, wie viel Spaß ich mit den Starttiteln der PS VR habe und wie gut das Ganze schon funktioniert. Dabei habe ich gemerkt: Je natürlicher und immersiver das Erlebnis, desto egaler ist mir letztendlich die technische Umsetzung. London Heist zum Beispiel flimmert stellenweise wie die Hölle, spielt sich mit den Move-Controllern aber unglaublich intuitiv. Zudem ist das Headset wirklich schick und in Nullkommanichts eingestellt, mich stört aber das eingeschränkte Sichtfeld ziemlich - es wirkt die ganze Zeit so, als würde ich durch ein Fernglas schauen. Die Starttitel zeigen dagegen teilweise schon sehr gut, was VR leisten kann, ein absoluter Must-Have-Titel, der mir die neue Technik förmlich aufzwängt, ist hingegen noch nicht dabei. Meiner Meinung nach braucht es aber genau diese Kracher, um VR zu etablieren - sonst droht der Brille möglicherweise ein ähnliches Schicksal wie Kinect.

Persönlicher Tipp: PlayRoom VR
Ja es mag eine kostenlose Minispielsammlung sein und deswegen in einer Schublade stecken, ich rate trotzdem jedem dazu, Playroom mal auszuprobieren. Vor allem das Versteckspiel mit der Katze und das Jump&Run sind der Hammer!

Mirco Kämpfer (@MirCommander):

Seitdem ich vor Monaten das erste Mal die PlayStation VR über meinen Kopf gestülpt habe, bin ich zwiegespalten - und zwar in jeglicher Hinsicht. Das fängt schon beim Auspacken und Einrichten an: Zwar liegt das Headset selbst als Brillenträger komfortabel auf meiner Rübe, aber ich habe noch nie einen solchen Kabelsalat vor meiner Konsole gesehen. Wow. Das Gleiche bei den Spielen: Häufig ist das Bild extrem unscharf, vor allem an den Rändern des Blickfeldes, und wie Tobi bereits sagte, flimmern die meisten Titel wie die Hölle. Ein Driveclub VR zum Beispiel gleicht optisch einem PS2-Spiel - da verfliegt bei mir sofort die Freude, in einem Rennwagencockpit zu sitzen. Andererseits gibts es viele Spielchen, bei denen diese Mängel gar nicht ins Gewicht fallen. Bei EVE: Valkyrie, Playroom VR oder auch The London Heist ist das Mittendringefühl wahnsinnig gut umgesetzt. Eine sogenannte »Killer-App« brauche ich nicht, es gibt so viele kleine Abenteuer zum Start. Letztlich ist PSVR für mich aber nur eine kurzweilige Spielerei, die zudem immer das Risiko birgt, dass einem doch übel wird.

Persönlicher Tipp: The London Heist
Ist zwar nur ein kleiner Teil der Collection VR Worlds, gehört aber zu den besten VR-Erlebnissen, die PlayStation VR zum Start zu bieten hat. Die Immersion ist dank der Move-Controller verblüffend realistisch - ebenso wie die Liebe zum Detail. Unbedingt ausprobieren!

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