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Pokémon - 5 Dinge über Schlurp, die ihr vielleicht noch nicht wusstet

Jeder kennt Pokémon wie Pikachu und Evoli. Aber was wisst ihr über Schlurp?

von Ann-Kathrin Kuhls,
21.10.2019 19:00 Uhr

Schlurps Wert wird oft unterschätzt. Schlurps Wert wird oft unterschätzt.

Die Pokémon-Reihe hat mittlerweile über 800 unterschiedliche Monster, mit dem Release von Schwert & Schild werden es sogar noch sehr viel mehr. Aber wenn wir über die Taschenmonster sprechen, geht es meist um die üblichen verdächtigen: Pikachu, Evoli, Legendaries oder kuriose neue Gen 8-Pokémon wie Sir Lauchzelot.

Aber was ist mit den Pokémon, die meist an der Seitenlinie stehen? Die uns sowohl im Spiel als auch im Anime immer wieder begegnen, aber denen doch niemand Aufmerksamkeit schenkt? Nicht jedes Monster bekommt seine fünf Minuten Ruhm. Aber das wollen wir ändern. Zum Beispiel mit fünf Fakten über Schlurp, von denen ihr vielleicht noch nichts wusstet.

Warum Schlurp? Schlurp ist seit der ersten Generation dabei und taucht immer mal wieder auf. Zuletzt im Film Meisterdetektiv Pikachu, wo es in einer sehr realen Version auf einmal eher verstörend als niedlich wirkte. Und in einem Tweet eines Accounts, der sich mit im Datenmeer des Internets untergegangenen Pokémon-Artworks beschäftigt. Dr. Lava's Lost Pokémon lieferte uns nämlich unseren ersten Fakt:

1. Schlurps Zunge war früher mal gespalten

In der ersten Version der Generation, die 1996 als Pokémon Rot und Grün nur in Japan erschien, hatte Schlurp noch eine gespaltene Zunge, was auf den frühen Bildern ganz klar zu sehen ist. Doch als die lokalisierten Versionen, Rot und Blau, 1999 in Europa erschienen, war Schlurps Zunge auf einmal glatt.

Warum der Lappen korrigiert wurde, hat Gamefreak niemals bekanntgegeben, wir vermuten jedoch, dass es sich um eine Designentscheidung handelte. Die kleinen Enden der Zunge müssen damals auf dem Gameboy beinahe unsichtbar gewesen sein, weswegen sie auch direkt ganz weggelassen werden konnten.

2. Schlurp konnte früher nicht schlecken

Obwohl Schlurp im deutschen Pokédex als Schlecker-Pokémon bezeichnet wird, konnte der rosa Leckbatzen diese Attacke in der ersten Generation nicht. Auf der einen Seite ist das logisch: Schlecker ist eine Geister-Attacke und Schlurp ist vom Typ Normal. Auf der anderen Seite ist das jedoch auch sehr ironisch, denn wenn ein Pokémon diesen Angriff beherrschen sollte, dann ja wohl das Monster mit der prominentesten Zunge.

Das "echte" Schlurp ist alles andere als putzig. Das "echte" Schlurp ist alles andere als putzig.

Aber keine Bange, mittlerweile hat Schlurp Schlecker erlernt. Im Wettbewerb der Hoenn-Region (Gen 6) läuft der Angriff übrigens unter der Kategorie "Putzigkeit".

3. Schlurps Zunge ist länger als Schlurp

Schlurp ist mit 1,20 Metern Größe und 65 Kilogramm Gewicht ein kleiner rosa Powerknubbel. Doch seine Zunge ist sehr viel länger. Vollständig ausgerollt misst die nämlich ganze zwei Meter und ist damit erheblich länger als das Pokémon groß ist.

Das erklärt auch, warum sie ihm immer im wahrsten Sinne des Wortes zum Hals raushängt. Im Mund ist einfach nicht genug Platz. Doch hier gibt uns der Anime Rästel auf: Dort sehen wir Schlurp nämlich mehrmals mit geschlossenem Mund. Doch wo geht dann seine Zunge hin? Darauf haben wir leider keine Antwort, denn auch eingerollt ist sie immer noch ziemlich breit.

Schlurps Zunge in Aktion. Schlurps Zunge in Aktion.

4. Schlurps Zunge ist nützlich

Schlurp nutzt seine Zunge, um sich in der Welt zu orientieren. Beispielsweise jagt es damit kleinere Pokémon, die es einrollt und dann (sehr wahrscheinlich) frisst. Dabei vermuten wir, dass sich die Zunge ähnlich wie eine Boa Constrictor verhält, denn der rosa Lappen ist so stark, dass das Pokémon damit sogar Menschen hochheben kann.

Schlurp im Anime. Schlurp im Anime.

Es wäre also möglich, dass Schlurp kleinere Wesen fängt, ihnen alle Knochen bricht und sie dann im Ganzen herunterschluckt. Aber vielleicht schnappt es sich mit der langen Zunge auch einfach nur Obst von hohen Bäumen.

Schlurp nutzt seine Zunge außerdem, um seine Umwelt zu erkunden, es merkt sich Dinge weniger optisch als durch Textur und Geschmack. Es wird zwar auch immer wieder erwähnt, dass die Zunge auch zum Putzen genutzt wird, dabei gibt es aber ein großes Problem:

5. Schlurps Speichel ist giftig

Der zähflüssige, übelriechende Speichel, der Schlurps Zunge vor dem Austrocknen schützt, eignet sich nicht nur wenig bis gar nicht, um irgendetwas sauber zu halten. Er ist außerdem giftig. Kommt Menschenhaut mit dem Sekret in Berührung und wird nicht abgewaschen, kann es zu Reizungen und Ausschlägen kommen.

Das waren unsere fünf Fakten zu Schlurp, wie sie im Pokédex oder im Anime zu finden sind. Habt ihr noch Schlurpfakten? Oder interessieren euch vielleicht Fakten zu einem anderen Pokémon? Schreibt uns die Antworten in die Kommentare.

Hättet ihr gern ein Schlurp in der echten Welt?


Kommentare(1)

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