SSD in PS4 und PS4 Pro einbauen: So geht es und das bringt das Speicher-Upgrade

Seid ihr noch nicht auf die PS5 umgestiegen und wollt noch ein paar Jahre aus eurer altehrwürdigen PS4 quetschen? Dann solltet ihr unbedingt bei einer SSD zugreifen.

Hat die PS4 bei euch noch nicht ausgedient? Dann macht ihr doch ein bisschen Feuer unter dem Kessel! Hat die PS4 bei euch noch nicht ausgedient? Dann macht ihr doch ein bisschen Feuer unter dem Kessel!

Eine der nervigsten Eigenheiten älterer Konsolen ist die Verwendung von Festplatten als Speichermedium. Mechanische Datenträger sind einfach ein Klotz am Bein, die die PS4 und PS4 Pro ausbremsen! Ein Upgrade ist jedoch schnell durchgeführt und überhaupt nicht teuer.

Die Vorteile einer internen SSD in der PS4 oder PS5

SSDs haben Festplatten vor allem eine Sache voraus: Sie sind äußert schnell. Genauer gesagt erreicht eine SSD im Schnitt die 3,5-fache Lese- beziehungsweise Schreibgeschwindigkeit einer Festplatte in der Standard-PS4, bei der PS4 Pro ist bis zu sechsmal so viel möglich.

Hinzu kommen deutlich niedrigere Zugriffszeiten. Werden Daten von einer Festplatte aufgerufen, müssen sich erst die Scheiben, auf der die Informationen abgelegt sind, in Bewegung setzen und ein Lesekopf an die richtige Stelle bewegen.

Liegen die Daten dann noch in verschiedenen Bereichen der Festplatte, dauert das ein ganzes Weilchen.

Bei einer Festplatte liegen eigentlich mehrere Scheiben übereinander, über die sich jeweils ein Lese- und Schreibkopf bewegt. Das dauert ganz schön lang. Bei einer Festplatte liegen eigentlich mehrere Scheiben übereinander, über die sich jeweils ein Lese- und Schreibkopf bewegt. Das dauert ganz schön lang.

Bei einer SSD werden hingegen auf elektrischem Weg auf einer Platine befindliche Speichermodule angesprochen, die augenblicklich die Daten zur Verfügung stellen.

So äußert sich der Geschwindigkeitsvorteil bei der PS4 (Pro): Vom Tempo-Zuwachs profitieren wenig überraschend die Ladezeiten von Spielen. Die purzeln zumeist viele Sekunden, in Spielen wie Cyberpunk 2077 und Final Fantasy 15 ist sogar bis zu einer Minute drin.

Dafür braucht es aber eigentlich keine interne SSD, eine externe, wie diese, würde dafür schon reichen:

Eine interne SSD boostet hingegen das Betriebssystem der PS4 (Pro): Entscheidet ihr euch dafür, die eingebaute Festplatte eures PS4-Systems in Rente zu schicken und durch SSD-Speicher zu ersetzen, navigiert ihr flotter durch Menüs, durchstöbert ohne Verzögerung eure Bibliothek und reduziert Ladepausen auf ein Minimum.

Außerdem schützt ihr eure PS4 mit einer SSD vor Abnutzungserscheinungen: Festplatten haben den gravierenden Nachteil, dass ihre Komponenten verschleißen und daher an Performance verlieren. Nach vielen Jahren können sie sogar komplett ausfallen.

Eine SSD hält dagegen aufgrund der rein elektrischen Bauweise viel länger durch, erst nach vielen geschriebenen Terabyte lassen die Zellen in den Speichermodulen nach. Der Maximalwert liegt bei vielen hundert Terabyte, mit einer PS4 werdet ihr erst in einigen Jahrzehnten an diese Grenze stoßen.

SSDs sind spottbillig geworden

Mit den Preisen pro Gigabyte einer Festplatte kann eine SSD zwar nicht mithalten, besonders in Bereichen über einem Terabyte sind Festplatten preislich unschlagbar, darunter können die elektrischen Datenträger aber locker mithalten.

Das liegt vor allem an einer extremen Überproduktion und immer günstigeren Fertigungsmethoden. Mehr zum Preissturz von SSDs erfahrt ihr hier:

Performante SSDs mit einem Terabyte Speicher bekommt ihr bereits für um die 50 Euro:

Intenso 1TB-SSD
Intenso 1TB-SSD
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Auch die SanDisk SSD Plus stürmt mit über 550 MB pro Sekunde ran. Sie heizt eurer PS4 also auch ordentlich ein.
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So rüstet ihr eine interne SSD nach

Sony hat beim Upgrade des internen Datenträgers auf eine möglichst leichte Handhabung geachtet. Befolgt einfach folgende Schritte:

Schritt 1 - Spielstände sichern

  • Habt ihr PlayStation Plus, solltet ihr darauf achten, dass ihr eure Spielstände mit dem Cloud-Speicher hochgeladen habt.
  • WICHTIG: Habt ihr den Dienst nicht abonniert, müsst ihr eure Spielstände anderweitig sichern, zum Beispiel auf einem USB-Stick. Geht dafür in den Einstellungen der PS4 auf Verwaltung der von der Anwendung gespeicherten Daten, dann Gespeicherte Daten im Systemspeicher und schlussendlich auf Auf USB-Speichergerät kopieren.
  • Ihr könnt auf die Daten der vorherigen Festplatte nach dem Einbau eines neuen Datenträgers nicht mehr zugreifen, da das Betriebssystem immer an ein Speichermedium geknüpft wird. Kümmert euch also darum, dass eure Save Games sicher sind!

Schritt 2 - Speicher-Backup

  • Dieser Schritt ist optional und gilt nur, wenn ihr eure PS4 nicht noch einmal einrichten oder Spiele erneut herunterladen wollt.
  • Geht im Einstellungsmenü auf System und dann Sichern und Wiederherstellen. Dort könnt ihr auswählen, ob ihr die Einstellungen der PS4 oder die gesamte Festplatte auf einem externen Datenträger sichern wollt.

Schritt 3 - Systemsoftware am PC herunterladen

  • Die neue SSD benötigt ein Betriebssystem, das ihr auf der offiziellen Seite von Sony erhaltet. Wählt dort die Neuinstallationsdatei zum Download aus.
  • Erstellt dann auf einem USB-Stick einen Ordner namens PS4 und darin einen weiter Ordner, den ihr UPDATE nennt. Die Großschreibung ist dabei elementar wichtig!
  • Beachtet außerdem, dass der Stick mit dem Dateisystem FAT32 formatiert wurde. Ist das nicht der Fall, geht das per Rechtsklick auf den Datenträger in Windows und dann Formatieren. Achtung: Sämtliche Daten, die sich auf dem Stick befinden, werden durch den Vorgang gelöscht!
  • Kopiert nun die heruntergelandene PS4UPDATE.PUP-Datei in den UPDATE-Ordner.

Schritt 4 - SSD-Einbau

  • Bei der PS4 Slim und der PS4 Pro kommt ihr an den Festplattenschacht, indem ihr die Plastikabdeckung an der Rückseite zur Seite schiebt. Bei älteren PS4-Modellen müsst ihr hingegen an der Oberseite das linke Plastikgehäuse zur Seite schieben.
  • Entfernt an dem Schacht die blaue Schraube und holt das Schiebegestell mit der Festplatte heraus.
  • Löst die Schrauben, die Gestell und Festplatte verbinden, und nehmt den Datenträger heraus.
  • Schraubt die neue SSD an derselben Stelle an und schiebt das Gestell wieder ins Gehäuse.
  • Setzt die blaue Schraube wieder ein und verschließt die Konsole.

Schritt 5 - Systemsoftware aufspielen

  • Nun steckt ihr den USB-Stick mit der PS4UPDATE-Datei an und startet die Konsole im abgesicherten Modus. Dafür müsst ihr die Power-Taste circa sieben Sekunden gedrückt halten, beim zweiten Piep könnt ihr loslassen.
  • Unter Zuhilfenahme eines per USB-Kabel angeschlossenen DualShock 4-Controllers wählt ihr Punkt 7 aus – PS4 initialisieren (Systemsoftware neu installieren).

Schritt 6 - Speicher-Backup einspielen

  • Habt ihr eine Sicherung eurer Daten angefertigt, könnt ihr diese nun wieder übertragen. Geht dafür wieder unter System in Sichern und Wiederherstellen und wählt PS4-System wiederherstellen aus.

Sollte bei der Neuinstallation der Systemsoftware eine Fehlermeldung auftauchen, ist häufig ein Dateifehler, ein falsches Dateisystem oder ein falsch benannter Ordner die Ursache. Ladet euch in dem Fall die PS4UPDATE.PUP noch einmal herunter und achtet auf die korrekte Benennung der Ordner sowie die FAT32-Formatierung!

Weitere Möglichkeiten, um einer PS4 auf die Sprünge zu helfen

Mit einem SSD-Upgrade solltet ihr das PS4-Betriebssystem richtig schön flüssig bedienen können, eine Reinigung ist aber ebenfalls eine gute Option, um älteren Konsolen eine längere Lebensdauer zu bescheren.

Wie ihr dabei vorgeht, haben wir hier zusammengefasst:

Selbst, wenn ihr eure PlayStation nicht mehr komplett von Dreck befreien könnt und sie ein wenig lauter aufdreht, dürfte sie euch mit dem neuen Datenträger jedoch wieder jede Menge Freude bereiten.

Für uns in der Redaktion geht es zumindest nicht mehr ohne SSD, wenn denn mal wieder eine PS4 angeworfen wird!

Habt ihr euren PS4-Speicher schon einmal ausgetauscht oder erweitert?

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