Wie PS5 & Xbox Series X Silent Hill aus der Versenkung holen könnten

Mit der Next-Gen in Reichweite ist der optimale Zeitpunkt für ein Comeback der Silent Hill-Serie gekommen. Von unserem Freien Autor Christopher Hechler erfahrt ihr, wieso die neue Technik dem alten Horror endlich wieder auf die Sprünge helfen könnte.

von Christopher Hechler,
07.06.2020 16:00 Uhr

Unser Freier Autor Christopher verrät euch, warum eine Rückkehr von Silent Hill für die Next Gen durchaus sinnvoll wäre. Unser Freier Autor Christopher verrät euch, warum eine Rückkehr von Silent Hill für die Next Gen durchaus sinnvoll wäre.

Gerüchte über ein neues Silent Hill gab es in den acht Jahren seit Erscheinen des letzten Ablegers immer wieder. Zuletzt sorgte der vermutliche Branchen-Insider Dusk Golem auf Twitter für Aufsehen, demzufolge ein Soft-Reboot der Serie seit Anfang 2019 exklusiv für PlayStation 5 entwickelt wird.

Offizielle Infos oder gar eine Enthüllung blieben bisher aber aus, dabei wäre der Zeitpunkt für ein Comeback optimal: Mit den technischen Möglichkeiten der nächsten Konsolengeneration könnte sich die Marke innovativ auf ihre Stärken berufen und endlich wieder an frühere Qualitätsstandards anknüpfen.

Den Schrecken auf den Ohren

Wie groß der Sprung zwischen den Generationen sein kann, zeigte das Team hinter Silent Hill 2 bereits eindrucksvoll auf der damals noch jungen PlayStation 2. Neben dem grafischen Fortschritt sorgte vor allem das ausgeklügelte Sounddesign für eine stets bedrohliche Atmosphäre.

Für ein neues Silent Hill, das die Serie wieder als Größe im Survival-Horror-Genre etablieren soll, wäre eine dichte Klangkulisse vielleicht sogar wichtiger als die Optik. Gut, dass Microsoft mit "Project Acoustics" und Sony mit der "Tempest 3D AudioTech" einen verstärkten Fokus auf diesen Bereich setzen.

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Bei Sony verspricht man sich von letzterem ein bisher unerreichtes, dreidimensionales Klangerlebnis, das die - gerade bei einem Horrorspiel so wichtige - Immersion auf ein neues Level hebt. Ob die Unheil ankündigenden Sirenen beim Betreten der "Otherworld" oder das serientypische Rauschen des Taschenradios: Die Audio-Möglichkeiten der Next Gen-Konsolen scheinen für ein neues "Silent Hill" wie gemacht zu sein.

Zurück zur Open World?

So schön - oder besser: schrecklich - sich das Ganze am Ende auch anhören könnte, die Grafik ist, gerade bei einer neuen Konsolengeneration, ein ebenso wichtiger Faktor. Genrekollegen wie das Remake von Resident Evil 3 zeigen, wie gut Horror heute aussehen kann - hier hat die Serie seit Silent Hill 3, ihrem letzten Grafik-Aushängeschild, einiges aufzuholen.

Damals war die Reihe vor allem für ihre detaillierten Charaktermodelle und stimmig ausgeleuchteten Umgebungen bekannt - zwei Bereiche, die auf Xbox Series X und PS5 dank Hardwarepower und Ray-Tracing ein deutliches Upgrade gegenüber aktuellen Titeln erfahren könnten.

Resident Evil 2 und 3 haben gezeigt, wie gut Horror heutzutage aussehen kann. Resident Evil 2 und 3 haben gezeigt, wie gut Horror heutzutage aussehen kann.

Von den rein audiovisuellen Möglichkeiten der Next Gen-Konsolen einmal abgesehen, dürfte vor allem den in Series X und PS5 verbauten Festplatten große Aufmerksamkeit zukommen. In der Theorie erlauben die ultraschnellen SSDs vielfältige neue Optionen im Leveldesign.

Bereits der letzte Hauptteil der Serie, Silent Hill Downpour, versuchte sich an einer Open World, scheiterte aber nicht zuletzt an technischen Mängeln. Mithilfe der SSDs - und der nötigen Zeit mitsamt Budget - könnte es möglich sein, die Kleinstadt Silent Hill in Gänze, aufwändig detailliert und ohne Ladezeiten zu erkunden. Damit würde sich die Reihe aktuellen Trends anpassen und Serien-Veteranen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, beim Besuch bereits bekannter Orte in nostalgischen Gefühlen zu schwelgen.

Spürbarer Horror

Für den Horror der nächsten Generation spielt, neben aller audiovisuellen Qualität, möglicherweise auch die Haptik eine entscheidende Rolle. Sony beispielsweise setzt beim DualSense-Controller auf verbesserte Rumble-Funktionen und Adaptive Triggers, mit denen der Druck, der auf eine Taste ausgeübt werden muss, spezifisch je nach Spielsituation angepasst werden kann.

Sich vom Griff eines Gegners zu befreien könnte so extra nervenaufreibend sein, da der Druck auch für die Spieler spürbar wird.

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Aktuell ist das natürlich noch ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Ob wirklich ein neues Silent Hill erscheint ist unklar - ebenso, welche der theoretischen neuen Möglichkeiten sich für Entwickler mit Xbox Series X und PlayStation 5 am Ende wirklich bieten.

Dass nach Jahren der Stille Mitte Juni ein Silent Hill-DLC für Dead by Daylight erscheint, lässt die Gerüchte um ein Reboot aber zumindest nicht ganz abwegig erscheinen. Verdient hätte es die altehrwürdige Serie allemal.

Was meint ihr, könnte Silent Hill auf der Next-Gen ein erfolgreiches Comeback feiern?

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