PSVR 2: Eingebautes Eyetracking gibt spannende Möglichkeiten für Barrierefreiheit

Die zweite Version des PlayStation VR-Headsets zeigt mit seinem Eyetracking neue Steuerungsmöglichkeiten auf

Das neue PSVR 2 Headset zeigt seine inneren Werte. Das neue PSVR 2 Headset zeigt seine inneren Werte.

Das neue Playstation VR Headset 2 könnte nicht nur im Bereich der VR-Brillen allgemein einen neuen Maßstab setzen, sondern auch in Sachen Barrierefreiheit. In Horizon Call of the Mountain ist es beispielsweise möglich, das Menü mit den Augen zu Steuern.

VR-Spiele bald nur noch mit den Augen steuern?

Wie unser Kollege Sebastian Zeitz bei seiner Anspielsession feststellte, war es bei Call of the Mountain möglich, das Menü mit den Augen zu steuern, wenn das Eyetracking der PSVR 2 zuvor aktiviert und kalibriert wurde.

Bestätigen muss man die Eingabe zwar dennoch mit der X-Taste des Controllers, trotzdem ist der Horizon-Ableger das bisher einzige Spiel, bei dem das Eyetracking für eine solche Funktion benutzt wird. In anderen Spielen wurde das Eyetracking bisher meist nur für das sogenannte Foveated Rendering genutzt. Das ist dafür zuständig Ressourcen zu sparen, indem Spielbereiche, die außerhalb des peripheren Sehens liegen, unschärfer darzustellen.

Unsere Preview zu Call of the Mountain seht ihr hier:

PSVR 2 und das neue Horizon angespielt - Das ist der Hammer! 19:32 PSVR 2 und das neue Horizon angespielt - Das ist der Hammer!

Großes Potential für mehr Barrierefreiheit

Auch wenn die Verwendung des Eyetrackings in dieser Form noch in den Startlöchern steht, zeigt es trotzdem auf, wie VR-Brillen in Zukunft die Zugänglichkeit für alle Gamer*innen erweitern können. Es gibt zwar schon einige Eye- und auch Headtracking Tools fürs Gaming allgemein, die benötigen bisher jedoch eine (teils custom made) Kamera, die die Bewegungen des Spielenden aufnimmt und in Aktionen dann ins Spiel übersetzt.

Mit der PSVR 2 dagegen wird dieses Feature direkt mitgeliefert und da das Eyetracking hier neben Augenbewegungen auch Blinzeln und Zwinkern erkennen kann, ist es durchaus möglich, dass wir zukünftige VR-Games allein mit unseren Augen steuern können.

So wird das Eyetracking kalibriert

Das Eyetracking an sich ist optional und muss für jede Person einzeln kalibriert werden. Dafür folgt man innerhalb der Brille einem roten Punkt mit den Augen, erst auf einem schwarzen, dann auf einem hellen, weißen Hintergrund. Anschließend kann man noch testen, ob die Kalibrierung erfolgreich war. Dabei steuert man wiederum sieben verschiedene Punkte mit den Augen an und bekommt dann dementsprechend ein akustisches und optisches Signal.

Mehr zu PSVR 2 und Accessibility:

Mehr haptisches Feedback als je zuvor

Abgesehen von Eyetracking bietet das PSVR 2 durch die eingebauten Vibrationsmotoren in sowohl Headset als auch Controllern mehr Feedback als in allen VR-Brillen zuvor. Die Immersion steigt dadurch zum einen nochmal deutlich, zum anderen könnten auch diese Funktionen für mehr Barrierefreiheit eingesetzt werden, wie beispielsweise die in The Last Of Us Part I genutzte Sprache zu Vibration Funktion.

Das neue VR-Headset von Sony erscheint voraussichtlich Anfang 2023, einen genaueren Releasezeitraum gibt es aktuell noch nicht.

Welchen Eindruck habt ihr bisher von der PSVR2? Werdet ihr das Eyetracking nutzen?

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