Der Resident Evil-Film traut sich, wovor zu viele Spiele zurückschrecken

Dennis hat die Horror-Komödie von Zach Cregger vor allem aufgrund ihrer kompromisslosen Art gut gefallen.

Für Resident Evil lohnt sich der Gang ins Kino. Für Resident Evil lohnt sich der Gang ins Kino.

Es kommt mittlerweile nicht mehr allzu häufig vor, dass mich Kino-Blockbuster durchweg unterhalten. Dafür sind viele Filme zu gestreckt, obwohl sie kaum Spannendes oder Neues über eine Laufzeit von 90 Minuten und mehr zu erzählen haben. 

Daher hat mich Resident Evil umso mehr positiv überrascht. Gerade in der ersten halben Stunde gab’s einige richtig derbe Schocker, zudem viel Gesplatter und sogar ein paar Lacher waren dabei. 

Was ich dem kurzweiligen Streifen aber vor allem positiv anrechne, ist seine kompromisslose Art. Um euch die zu erklären, braucht’s aber vorab eine dicke SPOILER-WARNUNG. Lest hier bitte nur weiter, wenn ihr bereits im Kino wart oder euch Infos zum Ende der Geschichte nicht weiter stören.

Dieses Ende...

Ihr seid gewarnt …

Als Bryan im Camper-Van vom infizierten Mädchen in den linken Arm gebissen wird, hat sich in meiner Vorstellung direkt unsichtbare Plot-Armor über den Unglücksraben gelegt. Er ist der Held, er kommt schon irgendwie durch, da geht sicher nichts schief. Sicher rammt ihm später irgendwer das Gegenmittel in den Körper. 

Doch als Dank für seine reichlich bescheidene Nacht winkt am Ende nur die groteske Verwandlung. Kein Happy-End als werdender Vater, kein romantisches Wiedersehen mit seiner Partnerin. 

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Es ist so erfrischend, wenn kompromisslos und dadurch auch glaubhaft mit Hauptfiguren umgegangen wird. Wenn er schon gebissen wird, dann muss das folgerichtig auch sein Ende bedeuten. 

An dieser Stelle eine SPOILER-WARNUNG zu Resident Evil Requiem.

Von Resident Evil Requiem gezeichnet

Der Punkt ist mir auch deswegen so positiv aufgefallen, da mich Capcom zuletzt in Resident Evil Requiem beim Umgang mit Leon etwas enttäuscht zurückgelassen hat.

Der Serienliebling kann zwar in einem alternativen Ende sterben. Allerdings lässt sich sein Tod binnen Sekunden durch das Laden der entscheidenden Dialogoption revidieren – die auch das kanonische Ende bildet.

Auf der einen Seite ist das natürlich aufgrund seiner Beliebtheit verständlich. Auf der anderen Seite wird mir der vorhersehbare Ausgang von Requiem so kaum lange im Gedächtnis bleiben – im Gegensatz zu den ersten Stunden aus The Last of Us 2, um ein weiteres positives Beispiel zu nennen.

Dennis Müller
Dennis Müller

Dennis ist seit den 90ern großer Fan der Resident Evil-Reihe und hatte auch durchaus seinen Spaß mit dem trashigen ersten Film rund um Milla Jovovich. Nach zuletzt zahlreichen grausigen Adaptionen und der scheußlichen Netflix-Serie war die Horror-Komödie von Zach Cregger für ihn eine positive Überraschung. 

Am Ende kommt es hier auf viel Fingerspitzengefühl beim Writing an. Aber wenn ein scheinbarer Charaktertod überaus glaubhaft über Stunden hinweg angedeutet wird, dann hat es halt immer ein Geschmäckle, wenn am Ende das plötzliche Gegengift verabreicht wird. 

Trifft es im nächsten Resi also einen unserer Lieblinge wie eben Leon, dann wäre das zwar ein echter Schocker, aber auch sicher eine Szene, an die wir uns noch lange zurückerinnern. 

Hattet ihr ebenfalls Spaß im Kino und würdet euch über den ein oder anderen glaubhaften Tod eines beliebten Helden oder einer wichtigen Figur freuen?


Kommentare(1)
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