Gehe ich meine absoluten Lieblings-DLCs durch, dann tummeln sich auf den vorderen Plätzen viele bekannte Gesichter: Left Behind in The Last of Us beispielsweise, Burial at the Sea Part 2 in BioShock Infinite oder auch Heart of Stone in The Witcher 3.
In keinem davon habe ich aber so viel Zeit verbracht, wie in einem kleinen Mini-Spiel in Resident Evil 7. Und den Timer werde ich die nächste Tage noch ordentlich in die Höhe treiben.
Vor neun Jahren habe ich mich in Ethan Must Die! verliebt
30 Stunden Spielzeit und mehrere hundert Runs – die knapp 3 Euro, die ich damals im Steam-Sale für die Banned Footage-DLC-Collection für Resident Evil 7 geblecht habe, haben sich mal so richtig gelohnt. Hauptursache dafür ist der knackige Hardcore-Modus Ethan Must Die!, der mich eiskalt mit seinem äußerst cleveren Design erwischt hatte.
Zur Erklärung: In Ethan Must Die! muss der Protagonist von Resi 7 eine vorgegebene Route durch das Baker-Haus zurücklegen. Dabei stehen ihm zahlreiche Molded (also schleimige Öl-Zombies) im Weg, er muss Fallen umgehen und nicht von Jack Bakers Kettensäge erwischt werden.
Stets wissend, dass nur ein Treffer das Ende bedeuten kann.
0:35
Resident Evil Requiem bekommt einen neuen Modus: Das ist Leon Must Die Forever
Der besondere Kniff dabei ist die Verteilung von Ressourcen: Auf der Route werden Kisten mit vier zufällig ausgewürften Wertigkeiten platziert. Darin befinden sich Heilung, Munition, Waffen und Boni wie ein Schadens-Boost oder eine höhere Laufgeschwindigkeit.
Und Tempo ist von entscheidender Bedeutung: Da mir nicht viele Ressourcen an die Hand gegeben werden, geht es in Ethan Must Die! vor allem um die Flucht nach vorn. Ich muss nicht jeden Gegner umhauen, sondern eigentlich nur den maximal widerstandsfähigen Boss am Ende.
Dementsprechend habe ich Stunde um Stunde damit verbracht, jedes Fitzelchen Effizienz aus dem Run herauszuoptimieren, mir Item-Positionen zu merken, Gegnerverhalten zu analysieren und jede Sekunde aus meiner Abschlusszeit herauszukitzeln.
Aufgrund des zufälligen Kisteninhalts muss ich zudem ständig adaptieren. Mal habe ich Glück und die Laufschuhe stecken im ersten Holzbehälter, mal stand ich am Ende mit kaum mehr als einer Pistole und einem leeren Flammenwerfer da.
Diese Ungewissheit und die engmaschig verteilten Zombies treiben den Adrenalinspiegel gewaltig nach oben und halten auch die Motivation aufrecht. Im nächsten Run könnten die Kisten ja wieder richtig gut bestückt sein, "noch ein Run" geht also immer.
Und noch einer... Und noch einer... Und oh, es ist schon drei Uhr morgens?
Leon Must Die Forever macht mir eine Spur zu viel anders
Jetzt hat Capcom frisch mit "Leon Must Die Forever" einen Nachfolger für Resident Evil Requiem rausgebracht.
Zwar hält sich Capcom in Zügen an die Formel von Ethan Must Die!, da Leon im Gegensatz zu Ethan aber ein abgehärteter Zombieschlächter ist, hat sich der Fokus des Spielmodus für die Requiem-Variante ein gutes Stück verschoben.
Leon legt eine viel größere Distanz durch zig Areale zurück, bekommt weitaus mehr Munition und darf je nach Schwierigkeit mehr Zombies umlegen. Zudem läuft permanent eine Uhr im Hintergrund, die unter bestimmten Voraussetzungen erhöht werden kann. Mehr Details haben wir hier zusammengefasst:
So richtig hat der Optimierungsdrang, den ich bei Ethan Must Die! ab der ersten Sekunde hatte, bei mir aber noch nicht gekickt. Dafür sind mir die Runs bisher noch zu lang (mein erster Playthrough lag bei circa 40 Minuten; Ethan Must Die! schaffe ich in weniger als 10).
Aufgrund der fragmentierten Abschlusszeiten auf mehrere Charaktere und Schwierigkeitsgrade, fällt es mir außerdem noch schwer, mir ein klares Ziel vor Augen zu halten. Entsprechend hat mich der Release des neuen Modus dann doch erstmal zu meinem geliebten Ethan Must Die! zurückgetrieben.
Aber: Es gibt viel zum Freischalten, etwa neue Kostüme und Waffen, und ich kann mir gut vorstellen, dass es mit der höchsten Stufe dann richtig heftig wird und ich dort weitaus mehr Speedrun-Strategien anwenden muss als noch in den ersten beiden Schwierigkeitsgraden.
Das werde ich wohl in den nächsten Tagen herausfinden – zumindest, wenn ich mich lange genug von Ethan Must Die! losreißen kann.
Das zockt der Rest der Redaktion:
- Tobi, Dennis und Samara tun es mir nicht gleich und brettern in Forza Horizon 6 durch Japan.
- Rae zieht es als Hüterin zurück in Destiny 2, in dem sie das "Good Boy"-Protokoll aktivieren möchte.
- Basti und Annika schwelgen hingegen in Mixtape in 80er-Nostalgie, wobei sich Basti noch ein bisschen mehr Emotion wünscht, während unsere Assassin's Creed-Expertin einfach nur coole Musik möchte.
Jetzt seid ihr dran! Was spielt ihr am Wochenende?

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.