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Seite 2: Risen 3: Titan Lords im Test - Schiffbruch an der Technik-Klippe

Motivierende Klischee-Quests

Aber genug von der Geschichte, dafür hatte Piranha Bytes mit Ausnahme des ersten Gothic ohnehin noch nie ein Händchen - wohl aber ein goldenes für gelungene Atmosphäre. Selbst wer nach Risen 2 vom Piraten-Setting die Nase gestrichen voll hatte, wird feststellen, dass der Nachfolger eine dichte, optisch abwechslungsreiche und wunderschöne Spielwelt zu bieten hat - zumindest in der Theorie, denn was auf dem PC trotz veralteter Engine noch gut funktioniert, gerät in den lieblosen Konsolenumsetzungen zu einer mittleren Katastrophe.

Wie beim Vorgänger ruiniert die desaströse Technik das eigentlich tolle Erlebnis: Statt voll in die eigentlich wunderschöne Welt von Risen 3 eintauchen zu können, ärgern wir uns durchgängig über so ziemlich alle technischen Macken, die man sich vorstellen kann - Ruckeln, Tearing, Kantenflimmern, matschige Texturen, Stottern bei Speicher- und Ladevorgängen sowie plötzlich aufploppende Objekte lassen uns alle paar Meter erneut die Haare zu Berge stehen. Von den hässlichen Wassereffekten wollen wir gar nicht erst anfangen.

Risen 3: Titan Lords - Screenshots aus der PS3- und Xbox-360-Version ansehen

Besser gelungen sind die Dialoge: Natürlich hätten etwas mehr Elan und situationsbedingte Stimmlagenwechsel nicht schaden können, doch die routiniert eingesprochenen Unterhaltungen erfüllen ihren Zweck. Zwar erhalten wir jede Menge Aufgaben aus dem Rollenspiel-Baukasten (Hol was! Bring was! Töte was!), die Arbeit geht uns aber nie aus, und schon nach zwei Stunden quillt unser Journal förmlich über. Super: Quests werden auf verschiedene Weise aktiviert, wir finden Gegenstände, lesen ein Buch oder bekommen einen Auftrag.

Erkunden lohnt sich immer, denn hinter jedem Stein, in jeder Nische gibt es etwas zu entdecken: Schatzkisten (in denen leider häufig nur Tand liegt), seltene Pflanzen, die Attribute steigern, oder Bücher, die Positionen von legendären Gegenständen verraten. Dazu gibt es massenweise Materialien für Handwerksberufe, die wir bei entsprechenden Trainern lernen. Während wir von Beginn an Fleisch an Lagerfeuern braten dürfen (Proviant bewirkt wie gewohnt Lebensregeneration), versetzt uns der ehrenwerte Beruf des Schnapsbrenners in die angenehme Lage, heilenden Fusel selbst zu mischen. Der Schmiedeberuf macht unter anderem das Zusammensetzen von Bruchstücken seltener Waffen möglich. Und wer gern mit Zaubern um sich wirft, der stellt sich seine eigenen Spruchrollen her.

Anspruchsloses Kampfsystem

Kämpfe laufen flüssiger und runder animiert ab als noch in Risen 2 - zumindest wenn wir lang genug durchhalten. Denn zu Beginn wirken wir mehr wie ein fuchtelnder Fechtamateur, dessen Klingenführung nur bedingt mit seinem losen Mundwerk mithalten kann. Drei Mal zur richtigen Zeit auf die Angriffstaste drücken sorgt für eine Schlagfolge, deren verursachter Schaden mit jedem Treffer zunimmt. Halten wir die Taste hingegen gedrückt, lädt sich ein schwerer Hieb auf.

Mit einem schweren Hieb durchbrechen wir die Verteidigung der Riesenkrabbe, so dass sie auf den Rücken kullert und kurzzeitig wehrlos herumzappelt. Mit einem schweren Hieb durchbrechen wir die Verteidigung der Riesenkrabbe, so dass sie auf den Rücken kullert und kurzzeitig wehrlos herumzappelt.

Defensiv arbeiten wir mit Ausweichen und Parieren, jetzt auch gegen Tiere. Das fühlt sich gerade zu Anfang noch sehr undynamisch an, hat aber einen Clou: das Timing. Gegnerische Hiebe lassen sich unterbrechen, wenn wir schnelle Treffer setzen, sobald der Gegner seine Deckung öffnet. Umgekehrt kann uns das aber auch passieren. Haben wir diese Mechanik verinnerlicht und nutzen in den richtigen Momenten die Fernwaffen unserer Zweithand (beispielsweise Pistolen, Armbrüste oder Wurfdolche), erledigen wir mit etwas Geschick schon nach kurzer Zeit auch starke Gegner.

Spezielle Fähigkeiten wie zum Beispiel »Klingentänzer« (erhöht die Angriffsgeschwindigkeit) sorgen im weiteren Spielverlauf für eine angenehm komplexe Note, wir können auch Konterangriffe lernen oder einen vierten Hieb in die Kombo integrieren, das lockert die anfangs eher trägen Kämpfe spürbar auf. Dafür allerdings brauchen wir Ruhm, den wir in Attribute wie Nahkampf, Magie oder Fingerfertigkeit investieren. Neue Fähigkeiten kosten nämlich nicht nur Gold, sondern erfordern auch gewisse Schwellenwerte im zugehörigen Attribut: Schwertmeister etwa wird nur, wer seinen Nahkampfwert auf 100 Punkte erhöht, was locker 20 Stunden oder mehr dauern kann.

Für gelöste Quests und getötete Feinde erhalten wir Ruhm-Punkte, mit denen wir unsere Charakterwerte steigern. Für gelöste Quests und getötete Feinde erhalten wir Ruhm-Punkte, mit denen wir unsere Charakterwerte steigern.

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