Scalebound-Macher nehmen Microsoft in Schutz - "Beide Seiten haben versagt"

Knapp zwei Jahre nach der Einstellung von Scalebound sprechen die Entwickler noch einmal über die Zeit - und nehmen eine Teilschuld auf sich.

von Tobias Veltin,
08.05.2019 15:25 Uhr

Scalebound sollte ursprünglich für die Xbox One erscheinen.Scalebound sollte ursprünglich für die Xbox One erscheinen.

Das Xbox One-exklusive Scalebound galt bei seiner Vorstellung im Jahr 2014 als eines der ambitioniertesten Projekte von Entwickler Platinum Games.

Aber letztendlich war das ganze Vorhaben wohl zu ambitioniert, die Entwicklung wurde im Jahr 2017 eingestellt. Und Microsoft musste in der Folge viel Häme und Wut über sich ergehen lassen.

In einem Interview hat sich nun der Chef von Platinum, Atsushi Inaba, noch einmal zu dieser Zeit geäußert und Microsoft dabei bewusst in Schutz genommen.

"Zu sehen, wie die Fans nach der Bekanntgabe wütend auf Microsoft losgingen, war nicht einfach für uns. "

Fehler auf beiden Seiten

Die Wahrheit sei, dass wenn ein in Entwicklung befindliches Spiel nicht veröffentlicht werden könne, hatten sowohl Publisher als auch Entwickler daran ihren Anteil.

"Beide Seiten haben versagt. Ich denke, es gab Bereiche, in denen wir es besser hätten machen können und es gab Bereiche, in denen es Microsoft als Publisher besser hätte machen können."

Die Einstellung von Scalebound wären laut Inaba für das Studio "schmerzvolle Lernstunden" gewesen, an denen das Team aber letztendlich gewachsen sei.

Generell wolle man aber einen Publisher, der dem Studio die Chance gegeben habe, ein derartiges Spiel zu entwickeln, nicht derart behandelt sehen.

Kein Revival auf der Switch

Anfang des Jahres waren Gerüchte aufgekommen, dass Scalebound möglicherweise ein Revival auf der Switch feiern und für dieses System fertig gestellt werden könnte.

Aber wie aus dem Interview ersichtlich wird, tendieren die Chancen dafür gegen Null. Es gebe laut den Verantwortlichen keine Pläne für eine derartige Umsetzung und die Rechte für die Marke würden ohnehin bei Microsoft liegen.

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