Viele von euch werden es kennen. Das Warten auf ein neues Stück Technik. Sei es ein neues Spiel, eine neue Konsole oder auch ein Ersatzteil. Nicht wenige werden sich da schon mal gedacht haben, dass das alles viel schneller ginge, wenn man es einfach selber bauen oder programmieren würde. Aber wie viele haben diesen Gedanken schon in die Tat umgesetzt?
Selbst ist der Gamer
Die etwas in die Jahre gekommenen Gamerinnen und Gamer unter euch kennen es vielleicht. Gerade zockt man noch bequem Donkey Kong am NES irgendwann in den 80ern oder 90ern und ehe man sich versieht, quäkt eine kleines Wesen neben einem: "Mama, Papa, kann ich eine Steam Machine haben?"
Wo ist nur die Zeit hin?
1:00:20
Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
So oder so ähnlich muss sich wohl auch Redditor CMDR_kamikazze gefühlt haben, als eines Tages seine Tochter mit dem Wunsch nach einem Gaming-PC um die Ecke kam. Zuerst wollte er ihr den Wunsch erfüllen, indem er ihr eine Steam Machine kauft. 800 US-Dollar hatte er dafür bereits beiseite gelegt.
Dann aber beschlichen ihn schnell Zweifel. Die Wartezeit für das neue Gerät zog sich immer mehr hin und ob das Geld reichen würde, ist nach den aktuellen Schätzungen im Zuge der anhaltenden RAM-Krise mehr als fraglich.
Also fasste er einen Entschluss. Er würde den Gaming-PC einfach selber bauen. Genügend Teile hatte er da. Und so machte er sich ans Werk.
Im Beitrag findet ihr ein paar Bilder und die verwendeten Bauteile:
Link zum Reddit-Inhalt
Zutaten für die DIY Steam Machine
Na gut, eine richtige Steam Machine, so wie sie dieses Jahr auf den Markt kommen soll, kann man sich zu Hause natürlich nicht einfach so bauen. Gleich auf den ersten Blick wird klar: Valves neue Maschine passt in diesen Build ungefähr viermal rein. Aber es ist letztlich ja nicht die Größe, die einen guten Gaming-PC bestimmt.
CMDR_kamikazze listet seine Bauteile mit Preis ganz genau auf. In einem Silverstone Technology Case verbergen sich zum Beispiel eine AMD Ryzen 5 5600 CPU und ein GIGABYTE B550I AORUS PRO AX AMD AM4 ITX Motherboard. Weiterhin wird aber deutlich, dass der Bastler längst nicht nur auf Rechenleistung setzt. Auch Kühlsystem und Belüftung nehmen einen wichtigen Platz in seiner Auflistung ein, deren genauen Aufbau und Arbeitssystem er später noch genauer erläutert.
Ebenfalls auffällig: Das OS. Denn der zukünftige Gaming-PC seiner Tochter läuft nicht etwa auf Windows oder Linux, sondern auf dem speziell für Gaming-Hardware entwickelten Bazzite.
Alles in allem kostet der PC am Ende 1500 US-Dollar (ca. 1280 Euro) und ist damit teurer, als es die Steam Machine vorraussichtlich sein wird. Man muss allerdings bedenken, dass der PC einerseits selbst gebaut und damit einfacher zu reparieren ist und andererseits zumindest für CMDR_kamikazze letztendlich doch billiger ist, da dieser viele der Teile schon bei sich zu Hause rumliegen hatte.
Auch die Community lobt den Build, stellt weitere technische Fragen und macht sich darüber lustig, dass sie selbst ja auch PCs "für ihre Kinder" bauen würden.
Wie sieht es bei euch aus? Wartet ihr auf die Steam Machine oder baut ihr euch lieber selbst was zusammen? Wo seht ihr dabei erfahrungsgemäß die größten Vor- und Nachteile?
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