Die aktuelle Anime-Season ist vollgepackt mit heiß ersehnten Sequels und spannenden Newcomern – doch ein Titel sticht besonders hervor: Sentenced to Be a Hero. Die Serie zählt bereits jetzt zu den besten Animes des Jahres 2026 (via AniList).
Ihren Erfolg verdankt der Anime offenbar einer gewagten Entscheidung des Produktions- und Animationsstudios Studio Kai, das bei der Umsetzung bewusst ungewöhnliche Wege innerhalb der Branche eingeschlagen hat.
Sentenced to Be a Hero-Regisseur wollte einen Anime im Disney-Stil machen
Obwohl "Sentenced to Be a Hero" auf dem gleichnamigen japanischen Roman von Rocket Shokai basiert, verriet das Produktionsteam in einem Interview mit Newtype Magazine, dass sie sich bei der Adaption auch von westlichen Werken wie Herr der Ringe oder Game of Thrones sowie Disneys Herangehensweise inspirieren ließen.
Mit dem Disney-Ansatz ist auch nicht der Zeichenstil gemeint, denn die Atmosphäre und der Stil unterscheiden sich ganz klar von Disney. Hier könnt ihr den Trailer anschauen:
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Sentenced to be a Hero - Trailer gibt Vorgeschmack auf die düstere Fantasy-Welt, in der niemand ein Held sein will
Im Original-Interview, das von Hisashi Maeda durchgeführt und später von Lapn in Zusammenarbeit mit Newtype Global (via Crunchyroll) übersetzt wurde, sprechen Regisseur Hiroyuki Takashima und sein Regieassistent Yoshiki Nakakoji über die ungewöhnliche Vorgehensweise bei der Anime-Adaption von "Sentenced to Be a Hero".
Dabei bezeichnen beide den aktuellen Produktionsablauf in der japanischen Anime-Industrie – besonders die Vorproduktion – als suboptimal. Was Hiroyuki Takashima genau damit meint, erklärt er im Interview folgendermaßen:
“Oftmals fließen nur wenige Meinungen, wie die des Regisseurs, des Produzenten (der Produktionsfirma) und des Animations-Produzenten des Studios in das Endprodukt ein, und man verlässt sich leicht auf die Arbeit und das Talent einer einzelnen Person.
Ich wollte einen Anime im Disney-Stil schaffen, wo die Arbeitsteilung gerechter ist. Ich wollte in jedem Arbeitsschritt mehr Meinungen hören, nicht nur in den Drehbuchbesprechungen, sondern auch beim Sprechercasting und bei vielen anderen Beteiligten in verschiedenen Bereichen des Projektes.”
Anstelle also das Werk von Rocket Shokai nach den Entscheidungen und Meinungen weniger ausgewählten Personen und mit traditionellen japanischen Prozessen in der Industrie zu produzieren, entschied sich Takashimas Team bei diesem Projekt für eine westliche – und für Japan damit sehr ungewöhnliche – Vorgehensweise bei der Adaption von Rocket Shokais Werk.
Herr der Ringe und Game of Thrones dienten als Referenzen für die Atmosphäre des Animes
Dabei enthüllt Nakakoji zudem, dass sie sich nicht nur beim Arbeitstempo vom Westen inspirieren ließen, sondern auch bei der Referenzfindung zur Adaption von Rocket Shokai.
Dazu gehören beispielsweise Game of Thrones oder Herr der Ringe, die dem Team als Vorbild für eine düstere Fantasy-Welt, die immer größer werden sollte, dienten. Immerhin spielt "Sentenced to Be a Hero" in einer Welt, in der der Titel eines Helden nur Verbrecher*innen und Kriminellen zugeteilt und als eine der höchsten Strafen angesehen wird.
Habt ihr bei Sentenced to Be a Hero schon reingeschaut und welcher Anime gehört eurer Meinung nach bereits zu den besten Serien dieses Jahres?
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