Ich habe, wie viele andere Brettspiel-Fans, mit Spannung den Livestream verfolgt, in dem die Liste mit den Nominierungen für das Spiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und das Kennerspiel des Jahres verkündet wurden.
Insgesamt kann ich sehr gut mit der Auswahl leben und es gab keine größeren Überraschungen. Aber dass es ein Spiel nicht mal auf die Empfehlungsliste für das Kennerspiel des Jahres geschafft hat, tut mir ein bisschen im Herzen weh.
Hier kommt ihr zu meinem verschmähten FavoritenWarum dieses Brettspiel zu meinen Favoriten des Jahres gehört
Die Rede ist von Echos der Zeit, das erst im März diesen Jahres erschienen ist, damit aber noch knapp in den Zeitraum der Auswahl für das Kennerspiel des Jahres gefallen ist. Nach meiner ersten Partie war ich mir sehr sicher, dass sich das Spiel zumindest auf der Longlist des Preises wiederfinden würde. Auch als in meiner Brettspielgruppe die ersten Theorien aufgestellt wurden, habe ich Echos der Zeit ins Rennen geschickt.
Tja, jetzt sitze ich hier und muss zugeben, dass ich falsch lag. Über die Gründe kann man nur spekulieren, ich möchte diesen Artikel aber viel lieber dafür nutzen, um euch zu erklären, warum ich das Brettspiel so mag und warum ihr es auch spielen solltet.
Hier könnt ihr euch das Spiel auf Amazon kaufenDarum geht es in dem Brettspiel
In Echos der Zeit baut ihr euch ein Gefolge aus verschiedenen Tieren auf und nutzt deren besondere Fähigkeiten, um sich eine Strategie aufzubauen, mit der ihr möglichst viele Siegpunkte sammeln könnt. Diese Siegpunkte könnt ihr auf verschiedene Weise verdienen: Nehmt Standorte ein, nutzt Spezialkräfte oder spielt Karten aus, auf denen besonders viele Siegpunkte aufgedruckt sind.
Um Wesen in eurer Gefolge aufzunehmen, müsst ihr sie zunächst auf euer Zeittableau ausspielen. In jeder Runde schiebt ihr das Tableau weiter und damit auch die Karten, die darauf liegen. Wird eine Karte so vom Tableau herunter geschoben, wird sie in euer Gefolge integriert und ihr könnt ihre Fähigkeiten nutzen. Euer Gefolge könnt ihr aus vier unterschiedlichen Fraktionen zusammenstellen:
- Luft: Hier findet ihr zahlreiche Vögel, die den Himmel beherrschen und besonders davon profitieren, wenn ihr viele Standorte kontrolliert.
- Erde: Maulwürfe, Ratten und andere Tunnelgräber finden hier einen Platz. Die Erde-Fraktion versteht sich besonders gut darauf, andere Mitspieler zu stören, so bestehen ihre Fähigkeiten oft daraus, andere Spieler Karten abwerfen zu lassen.
- Wasser: Die amphibischen Kreaturen wie Kröten oder Frösche, die besonders viele Effekte haben, die euch mehr Karten ziehen lassen.
- Wald: Frettchen, Füchse und Eichhörnchen. Die Wald-Fraktion hat starke Kampfkarten im Gepäck, mit denen das Erobern von Quellen besonders leicht ist.
Neben den Fraktionen gibt es auch Artefakt-Karten, die passive Effekte haben und bestimmte Strategien oder eine der vier Fraktionen begünstigen. Ihr müsst euch aber nicht zwangsweise auf eine Fraktion festlegen, auch ein Mix der Kreaturen kann eine starke Strategie sein.
Warum ich Echos der Zeit so mag
Das Brettspiel hat das Konzept "easy to learn, hard to master" mit jeder Faser verinnerlicht. Die Regeln sind schnell erklärt, aber die strategische Tiefe offenbart sich erst, wenn man etwas tiefer in der Materie drinsteckt, die Effekte der einzelnen Karten kennt und gute Synergien herausgefunden hat. So ist man direkt motiviert, mehrere Partien zu spielen, um unterschiedlichste Ansätze auszuprobieren.
Daher meine Empfehlung: Gebt Echos der Zeit ruhig mal eine Chance. Auch wenn es nicht auf der Liste zum Kennerspiel des Jahres steht, ist es ein lohnenswertes Spiel, dass ihr garantiert mehr als einmal spielen werdet.
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