Künstliche Intelligenz bei der Videospielentwicklung ist schon seit Längerem ein umstrittenes Thema. Wo KI auf der einen Seite theoretisch dabei helfen kann, repetitive, zeitfressende Aufgaben abzukürzen, wird auf der anderen Seite auch immer wieder Kritik ob der Annahme laut, dass KI Entwickler*innen bei der kreativen Arbeit ablösen könne.
Was X/Twitter-Besitzer Elon Musk scheinbar für eine reale Möglichkeit hält, sieht Strauss Zelnick, der CEO von GTA 6-Publisher Take-Two, offensichtlich ganz anders und feuert gleich noch gegen Musk.
Elon Musks Job sei mehr in Gefahr als der von GTA-Entwickler*innen
Bei einem Diskussionsforum bei der "Semafor World Economy 2026 Leadership in an Uncertain World" wurde der Take-Two CEO auch gefragt, wie KI seiner Meinung nach Kreativität und Produktivität beeinflusst.
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Zelnick nutzt die Frage auch, um die Angst anzusprechen, dass KI für mehr Arbeitslosigkeit sorgen könne – und dabei gezielt gegen Elon Musk zu feuern. Wo Berufe seiner Meinung nach nämlich allgemein nicht gefährdet sind, sei dessen Job noch das beste Ziel für KI:
"[Elon Musk] kennt sich mit KI aus. Der Mann arbeitet 20 Stunden am Tag. Wenn KI irgendwem den Job wegnimmt, dann würde es doch wohl seinen Job nehmen, oder? Ich meine, der reichste Typ auf der Welt. Wäre das nicht der allererste Job, den KI übernehmen würde?"
Dass der CEO hier ausgerechnet auf Elon Musk anspricht, dürfte kein Zufall sein. Vor ein paar Monaten hatte Musk angedeutet, dass GTA 6 seiner Meinung nach von künstlicher Intelligenz erstellt werden könnte.
Auf X/Twitter antwortete er auf einen Beitrag, der theorisierte: "Es gibt definitiv eine nicht-nullprozentige Chance, dass wir ein 'generiere dein eigenes GTA 6 in ein paar Minuten', noch vor GTA 6 bekommen" mit einem simplen "yeah". Was er später noch einmal deutlicher betonte:
Link zum Twitter-Inhalt
Schon vor ein paar Wochen hatte Zelnick im Gespräch mit The Game Business den Gedanken für "lächerlich" erklärt, dass KI qualitativ hochwertige Spiele erzeugen könne. Er hatte aber sowohl damals als auch beim kürzlichen Panel durchaus positive Worte für KI in Bezug auf Spieleentwicklung im Gepäck.
Künstliche Intelligenz kann seiner Meinung nach nämlich dabei helfen, banale Assets wie beispielsweise eine Rasenfläche zu generieren. Wo Grashalme vor 30 Jahren noch in Handarbeit gebaut werden mussten, reiche heute ein Knopfdruck – was Entwickler*innen und Künstler*innen mehr Raum gebe, um stattdessen neue, interessante Dinge wie Kreaturen zu erschaffen.
Der Unterschied zum Rasen liegt laut Zelnick darin, dass KI für deren Design nur auf Daten aus der Vergangenheit zurückgreifen könnte. Kreative Schöpfungen müssten seiner Ansicht nach aber vorausschauend sein, um gute Spiele zu bauen.
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