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Seite 3: The Evil Within - Traumhafter Albtraum

Kopfnuss mit Köpfchen

Überlebenskampf ist ja schön und gut, doch The Evil Within hat auch noch ein anderes Element zu bieten, das wir aus der Resident Evil-Serie kennen: Rätsel. Und damit meinen wir nicht die moderne Art von Videospielrätseln, die uns meist schon eine Antwort auf dem Tablett serviert, sondern echte Oldschool-Kopfnüsse.

Im Herrenhaus müssen wir eine mit drei Schlössern versiegelte Tür öffnen. Von jedem der Schlösser führt ein Schlauch weg. Klar, wir folgen den Schläuchen und finden die Entriegelungsmechanismen. Doch so einfach ist es nicht: Am Ende bietet sich uns jeweils ein bizarres Bild. In drei Räumen stehen abgetrennte Köpfe mit geöffneter Schädeldecke vor merkwürdigen Apparaten, in die der jeweilige Schlauch von der Tür mündet. Als wir uns die Schädel genauer ansehen, erkennen wir, dass in Teilen des Gehirns Sonden stecken - und die Gesichtszüge sich bewegen. Diese Köpfe »leben« noch!

Abartiger Einfall: Um das Rätsel der Türschlösser zu lösen, müssen wir Sonden in die Gehirne abgetrennter Köpfe bohren. Abartiger Einfall: Um das Rätsel der Türschlösser zu lösen, müssen wir Sonden in die Gehirne abgetrennter Köpfe bohren.

Das ist ganz schön abartig. Aber wir haben keine Zeit, um uns über das Wohlbefinden von zombiefizierten Körperteilen Gedanken zu machen. Hier ist wohl der Gehirnchirurg in uns gefordert. Mit der »Benutzen«-Taste starten wir einen Lösungsversuch. Ein Tonband wird abgespielt, während wir mit dem Analogstick eine weitere Sonde frei positionieren können.

Die Stimme auf dem Band erzählt von mehreren Bereichen des Gehirns, die durch die Nadeln stimuliert werden. Kryptische Begriffe, mit denen wir nichts anfangen können. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Wir spielen Blindekuh und stecken die Metallnadel in einen zufälligen Bereich des offenliegenden Gehirns. Keine gute Idee: Game over!

Beim nächsten Versuch entdecken wir, dass wir uns mit dem zweiten Analogstick auf dem Experimentiertisch umschauen können. Aha! Etwas abseits des ursprünglichen Sichtfelds entdecken wir eine schematische Zeichnung, die Bereiche des Gehirns ihren Funktionen zuordnet. Nun gilt es also, den Ausführungen auf dem Tonband genau zuzuhören und die Sonde an der richtigen Stelle in die weiche Gehirnmasse zu stoßen.

Etwas unsicher positionieren wir die Nadel ungefähr über der Stelle, die der Zeichnung entspricht. Die Sonde dringt ins Gehirn ein - und rote Flüssigkeit wird durch den Schlauch in Richtung des ersten Türschlosses gepumpt. Egal, was auch immer das für ein Zeug ist, wir haben es geschafft und sind glücklich. Auf zu den anderen beiden Schädeln.

Famoser Horror made in Japan

Insgesamt konnten wir zwei Kapitelteilbereiche anspielen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welche Richtung The Evil Within gehen wird. Und wir sind mehr als angetan. Die unfassbare Spannung, die Shinji Mikami in seinem Horrorspiel aufbaut, sucht ihresgleichen - sogar in den beiden völlig voneinander losgelösten Abschnitten. Die Version, die wir ausprobieren durften, lief übrigens auf einem PC und wurde als Zwischending aus Last- und Next-Gen-Technik beschrieben. Was wir gesehen haben, entspricht also weder der einen noch der anderen Version.

Das Messer ist Sebastians stiller Teilhaber an diesem Horrorabenteuer: Mit ihm lassen sich Zombies leise erledigen. Das Messer ist Sebastians stiller Teilhaber an diesem Horrorabenteuer: Mit ihm lassen sich Zombies leise erledigen.

Mit seinen detaillierten Schattenspielen vielleicht etwas zu »hübsch« für die letzte Konsolengeneration, aber auch noch nicht ganz das, was uns auf PlayStation 4 und Xbox One erwarten wird. Und von ein paar reinploppenden Objekten und Texturen abgesehen, macht das Spiel bereits in dieser Zwischenform einen wirklich guten Eindruck. Vor allem dafür, dass die auf der multiplattformfreundlichen id-Tech-5-Engine basierende Technik wohl noch deutlich näher an der Last-Gen ist.

Die eingesetzten Filter sorgen für ein mal stärker, mal weniger stark grieselndes Bild, das an schlechte VHS-Kopien aus den 80er-Jahren erinnert und etwaige Unzulänglichkeiten in Sachen Texturdetails gut kaschiert. The Evil Within zeigt auf jeden Fall, dass der Entwicklungsstandort Japan noch lange nicht so am Ende und technisch hinterher ist, wie viele ihn machen wollen. Das Team um Shinji Mikami bastelt hier an einem äußerst hitverdächtigen Survival-Horror der alten Schule, der im Herbst wohl für so einige abgekaute Fingernägel sorgen wird.

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