Die Anime-Adaption von Solo Leveling wurde ein riesiger Erfolg – vor allem wegen Jin-Woos Fähigkeit, als einziger “Spieler“ in der Geschichte Level aufzusteigen und ein sichtbares Status-Interface wie in einem Videospiel zu besitzen. Dieses Konzept war ganz klar in der Welt der Serie ein Alleinstellungsmerkmal.
Doch Solo Leveling war nicht die erste Geschichte mit dieser Prämisse. Bereits 2013 machte ein anderer südkoreanischer Webcomic mit der nahezu identischen Prämisse die Runde: The Gamer.
Han Jihan aus The Gamer und Jin-Woo aus Solo Leveling haben eine Gemeinsamkeit
Sowohl Jin-Woo aus Solo Leveling als auch der Protagonist aus The Gamer, Han Jihan, teilen sich eine große Gemeinsamkeit: Ihre Fähigkeit als “Spieler” ihrer Geschichte in Stufen aufzusteigen und ihre Stats zu verbessern.
Im Trailer zum Spiel zu Solo Leveling wird das erneut ganz klar, in was für einer Welt Jin-Woo sich befindet:
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Solo Leveling: Arise Overdrive - Auf den Game Awards gibt Jin-Woo den Weg zum Schattenmonarchen vor
In Han Jihans Situation wird seine Fähigkeit jedoch nicht unbedingt Spieler genannt, sondern “Natural Ability, wobei sie allerdings ganz ähnlich wie in Solo Leveling funktioniert. Han Jihan sieht aufgrund seiner Fähigkeit die Welt wie ein Rollenspiel.
Er bekommt als Belohnung für das Erfüllen von Quests Erfahrungspunkte und steigt in den Stufen auf – genau wie Jin-Woo kann Jihan ebenfalls durch normales Körpertraining seine Stats verbessern. Für beide Protagonisten gibt es dazu ein spezielles Interface, das einem RPG-Status-Bildschirm nachempfunden ist.
Auch Jihan kann wie Solo Levelings Jin-Woo bei Stufensteigerungen neue Fertigkeiten erlernen.
Beide Protagonisten sind ebenfalls die einzigen Menschen, die solch eine besondere “Level- und Spieler-Fähigkeit" in ihrer Geschichte besitzen, während andere Figuren sich mit festen Werten und Fertigkeiten abgeben müssen. Aber da hören die Gemeinsamkeiten schon auf.
Natürlich ist hier wichtig zu erwähnen, dass sowohl Solo Leveling als auch The Gamer diesen Videospiel-Trope nicht populär gemacht haben und vorher schon andere Animes und Romane mit so einem Level-System und Videospiel-Mechaniken gab.
Worum es in The Gamer geht
Obwohl Jihan und Jin-Woo sich also in einen der wichtigsten Aspekte ihrer Geschichten nahezu die identische Fähigkeit eines “levelnden Spielers” teilen, verlaufen der Rest ihrer Stories komplett anders ab.
Denn im Vergleich zu Solo Leveling wirkt die Welt von “The Gamer” wirklich eher wie ein Fantasy-Rollenspiel, und Jihan hat seine besondere Kraft auch nicht durch eine Nahtoderfahrung bekommen.
Genau genommen weiß der Oberschüler überhaupt gar nicht, wie er zu dieser speziellen Kraft gekommen ist. Er hatte schon immer sein Alltagsleben wie ein Videospiel behandelt und dadurch womöglich diese Fähigkeit entwickelt, sein Umfeld genau so zu sehen – mit Quests, Belohnungen und allem, was dazu gehört.
Er hatte eines Tages einfach bemerkt, dass ein Status-Bildschirm im Stile eines Rollenspiels vor ihm aufploppte und er war plötzlich in der Lage, seine unterschiedlichen körperlichen und geistigen Werte entweder durch die Verteilung seiner Punkte beim Levelaufstieg oder durch normales körperliches Training zu steigern.
Während seines Trainings, um seine Werte zu erhöhen, schlüpfte er aus unerklärlichen Gründen in die sogenannte “Combat Area”, zu der eigentlich nur bestimmte Menschen mit einem Abyss–Link Zugang haben – eine versteckte Welt und Dimension außerhalb seines Alltagslebens. Dort wird er sowohl von anderen Menschen bedroht als auch von Kreaturen angegriffen.
Von da an muss sich Jihan also immer darauf gefasst machen, dass er jederzeit wieder in so eine “Combat Area” gezogen werden könnte.
Die Unterschiede zu Solo Leveling
Solo Leveling hingegen erzählt die Geschichte von einer bereits etablierten Fantasiewelt, wo der Großteil der Menschen zu Huntern mit festen Rängen (E bis S) werden, die mysteriöse Portale und Dungeons, die in der Welt aufgetaucht sind, erkunden.
Hier könnt ihr noch einmal den Trailer zur Anime-Adaption von Solo Leveling ansehen:
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Solo Leveling - In diesem Anime wird der Videospiel-Alltag zur düsteren Realität
Jin-Woo startet als S-Rang-Hunter und wäre fast in einem Dungeon umgekommen, hätte das mysteriöse “System” ihn nicht als Spieler ausgewählt und ihm die besondere Levelfähigkeit gegeben, über die nur Jin-Woo verfügt.
Beide Serien haben also die gleiche Idee bei der speziellen Fähigkeit gehabt, aber dann doch anders umgesetzt.
Hier könnt ihr The Gamer lesen
Wenn jetzt euer Interesse an dem Webcomic “The Gamer” geweckt wurde, findet ihr die ersten neun Kapitel auf der offiziellen Seite von Webtoon. Insgesamt umfasst die Geschichte 510 Kapitel, wobei ihr die restlichen Kapitel auf der Webtoon-App lesen könnt.
Die Geschichte von Han Jihan ist komplett abgeschlossen und auf Englisch verfügbar. Eine deutsche Übersetzung gibt es derzeit leider nicht.
Habt ihr von The Gamer gehört und welche anderen Anime-Serien oder Webcomics gefallen euch, die ebenfalls an ein Videospiel erinnern?
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