The Last Campfire vorgestellt - Wenn Journey auf Zelda trifft

The Last Campfire für PS4, Xbox One und Switch ist das neue Spiel von Hello Games. Diesmal wollen die No Man’s Sky-Entwickler eine kleine emotionale Geschichte in einer kompakten Spielwelt erzählen.

von Linda Sprenger,
20.06.2020 14:00 Uhr

Wir stellen euch The Last Campfire genauer vor! Wir stellen euch The Last Campfire genauer vor!

Genre: Adventure Entwickler: Hello Games Plattform: PS4, Xbox One, Switch, PC Release: 2020

Nach dem ambitionierten Weltraum-Projekt No Man's Sky geht es Hello Games mit The Last Campfire eine Nummer kleiner an. Oder eher: etliche Nummern kleiner. Denn das neue Spiel des britischen Studios wird von einem Nebenteam entwickelt und will uns vor allem eine herzliche Geschichte erzählen, die in einer kompakten Welt stattfindet. Und das erinnert ein bisschen an Journey, und ein bisschen an Zelda.

Was macht The Last Campfire so besonders?

Darum geht's: Hauptfigürchen "Ember" (oder auch: "Glut") erwacht an einem mysteriösen Ort in einer düsteren Fantasy-Welt. Verständlich, dass es sofort einen Weg nach Hause finden möchte. Ganz so einfach ist das aber nicht.

Um den Ort wieder verlassen zu können, müssen wir das namensgebende letzte Lagerfeuer entzünden. Dazu manövrieren wir unser verirrtes Glutstück durch mehrere malerische und gleichzeitig düstere Dungeons voller Gefahren und Geheimnisse. Einen ersten Eindruck verschafft euch der Gameplay-Trailer:

Gamplay-Trailer zeigt, was euch spielerisch in The Last Campfire erwartet 1:40 Gamplay-Trailer zeigt, was euch spielerisch in The Last Campfire erwartet

Das ist das Spielprinzip: In den Dungeons lösen wir in erster Linie Puzzles. Unter anderem Schieberätsel, die uns an die Spiele der The Legend of Zelda-Reihe erinnern. Im oben eingebundenen Gameplay-Trailer sehen wir beispielsweise, wie Ember Türen öffnet, indem es auf Bodenplatten tritt. Ein Kampfsystem scheint es hier hingegen nicht zu geben.

Für wen ist The Last Campfire interessant?

In Sachen Optik erinnert The Last Campfire auf den ersten Blick an Journey, sogar unser Hauptcharakter sieht dank Robe und den leuchtenden Augen ein wenig so aus wie das spielbare Figürchen im gefeierten Adventure von That Game Company.

Ember sieht so aus wie unsere Spielfigur in Journey, findet ihr nicht? Ember sieht so aus wie unsere Spielfigur in Journey, findet ihr nicht?

The Last Campfire will uns außerdem wie Journey auf eine emotionale Reise schicken, in deren Kern es um Hoffnung und um den Sinn des Lebens geht. Dabei verzichtet das Spiel allerdings auf einen Multiplayer und bietet eine reine Singleplayer-Erfahrung, die sich sehr intim, sehr persönlich anfühlen soll.

The Last Campfire ist aber nicht nur für Fans gefühlvoller und künstlerischer Spiele interessant, sondern spricht außerdem Zelda-Verfechter an. Wenn euch das Adventure keine "Link im Tempel"-Flashbacks gibt, dann erinnern euch vielleicht die kauzigen, liebenswert designten Figuren an die Bewohner Hyrules.

Die Kreaturen in The Last Campfire sind so fantasievoll gestaltet, dass sie glatt aus einem Märchen stammen könnten. Die Kreaturen in The Last Campfire sind so fantasievoll gestaltet, dass sie glatt aus einem Märchen stammen könnten.

Was gefällt uns, was nicht?

Unsere Einschätzung zu The Last Campfire in der Pro- und Contra-Tabelle:

Pro

Contra

märchenhafter Bilderbuch-Look mit süßen Charakteren

...dem es aber an spielerischen Anspruch fehlen könnte

atmosphärische Fantasy-Welt, die düster aber auch charmant ist

unaufgeregtes Gameplay-Prinzip mit Rätseln und ohne Kämpfe...

The Last Campfire soll diesen Sommer für PS4, Xbox One, Switch und den PC erscheinen. Ein konkretes Release-Datum hat das neue Hello Games-Spiel aber noch nicht.

GamePro-Einschätzung


Linda Sprenger
@lindalomaniac

The Last Campfire wirkt wie das perfekte Spiel für Zwischendurch, das nach nervenaufreibenden Blockbustern wie The Last of Us Part 2 mit seinem unaufgeregten Spielprinzip und dem niedlichen Look das perfekte Kontrastprogramm verspricht. Das Rätsel-lastige Gameplay erweckt allerdings den Eindruck, dass es spielerischen Anspruch vermissen lassen könnte. Aber vielleicht täusche ich mich da. Vielleicht ist spielerischer Anspruch am Ende aber auch gar nicht wichtig, sondern eher die emotionale Geschichte, die The Last Campfire erzählen will und die mich letztendlich darüber hinwegsehen lassen könnte.

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