The Last of Us 2 & Co. - Die emotionalsten Games, die wir je gespielt haben

Wir haben Naughty Dogs emotionales Abenteuer The Last of Us 2 zum Anlass genommen, um euch weitere Spiele zu nennen, die große Gefühle bei uns ausgelöst haben.

von Redaktion GamePro,
19.07.2020 16:00 Uhr

Nicht nur The Last of Us 2 hat uns emotional berührt. Nicht nur The Last of Us 2 hat uns emotional berührt.

In diesem Artikel schütten wir unser Herz aus und berichten über die Videospiele, die die ganz großen Gefühle bei uns ausgelöst haben. Natürlich seid auch ihr gefragt: Verratet uns in den Kommentaren eure emotionalsten Videospielerfahrungen!

Max - Firewatch

Firewatch ist ein unübliches Abenteuer voller Emotionen. Firewatch ist ein unübliches Abenteuer voller Emotionen.

Maximilian Franke
@mafra_tw

Als erste Beispiele für die emotionalsten Momente, die ich je in Spielen erlebt habe, sind mir Spec Ops: The Line und Dark Souls ins Gedächtnis bekommen. Beide hätten ihren Beitrag hier auch redlich verdient, allerdings habe ich mich dann an Firewatch von Campo Santo erinnert. Ein meist ruhiges Adventure mit bunter Optik. Ein simpler "Walking Simulator". Tatsächlich hat mich die Geschichte des Spiels aber voll erwischt und das gilt vor allem für das letzte Drittel, in dem die Autoren mit meinen Gefühlen Basketball gespielt haben.

Die sehr persönliche, stets nachvollziehbare und authentische Geschichte um Protagonist Henry und seine Kollegin Delilah hat mich auch nach dem Abspann noch eine Weile vor dem Bildschirm sitzen lassen.

Es ist schwer genauer zu erklären was ich meine, denn bei einem so kurzen Spiel wäre fast alles ein Spoiler. Nur so viel: Am Ende passiert eigentlich gar nichts und genau diese Erkenntnis hat sich für mich angefühlt, als würde ich aus einem ultra-spannenden Traum aufwachen. Ein im Nachhinein perfektes Ende, auch wenn ich verstehe, warum es bei den Spielern umstritten ist, die sich einen "Knall" zum Finale gewünscht hätten.

Linda - The Last of Us Part 2

The Last of Us 2 tritt in die Magengrube und trifft gleichzeitig mitten ins Herz. The Last of Us 2 tritt in die Magengrube und trifft gleichzeitig mitten ins Herz.

Linda Sprenger
@lindalomaniac

Ich habe in meinem Test zu The Last of Us 2 ja bereits in aller Ausführlichkeit erklärt, warum Naughty Dogs Action-Adventure für mich eine der emotionalsten Videospielerfahrungen - nein - die emotionalste Videospielerfahrung überhaupt darstellt.

Natürlich lasse ich mir die Chance nicht nehmen, auch hier noch einmal darüber zu sprechen. Ums kurz zu machen: The Last of Us 2 hat mich auf emotionaler Ebene windelweich geprügelt.

Das Spiel hat mich Charaktere hassen lassen, die ich zuvor lieben gelernt habe, hat mich Charaktere lieben lassen, die ich zuvor gehasst habe. Ständig pendelte ich zwischen Zuneigung und Abneigung, wusste irgendwann gar nicht mehr, wer hier die Böse und wer die Gute ist. "Bin ich selbst die Böse? Was mache ich hier eigentlich?"

Ich war überfordert von meinen eigenen Gefühlen, fuhr auf einer Achterbahn in Richtung Abspann. Und als es dann irgendwann vorbei war, wollte ich mich gleich wieder anstellen für eine weitere Fahrt. Denn ich habe TloU 2 nicht etwa mit negativen Gefühlen beendet, nein. Am Ende der schonungslosen Gewaltspirale war ich erleichtert, hoffnungsvoll und versöhnlich. TloU 2 gelingt es meiner Meinung nach, die Geschichten der Charaktere, die ich im ersten Teil so lieb gewonnen habe, respektvoll und absolut befriedigend abzuschließen. "And somehow the lord gave me a second chance at that moment, I would do it all over again".

Basti - Professor Layton und die verlorene Zukunft

Professor Layton und die verlorene Zukunft rührte Basti zu Tränen. Professor Layton und die verlorene Zukunft rührte Basti zu Tränen.

Sebastian Zeitz
@Citronat

Ich bin jemand, der gerade bei Videospielen von vornherein etwas näher am Wasser gebaut ist. Aber die größten emotionalen Momente hab ich bei den Titeln, bei denen ich es vorher nicht erwartet hab. So ging es mir beim dritten Ableger der Professor Layton-Reihe auf dem Nintendo DS. Ich mochte die Story um den überaus höflichen Gentleman Layton und seinem Gehilfen Luke, aber habe nie richtige Emotionen gespürt.

Doch was Entwickler Level 5 am Ende von Professor Layton und die verlorene Zukunft gemacht hat, rührt mich heute noch zu Tränen. Ich hab den Professor über drei Spiele lang als eine sehr logisch denkende Person erlebt, die niemals Emotionen oder Schwäche zeigt. Das Ende jedoch bricht das komplett auf und lässt Layton die Folgen aus seinen Fehlern, die er in der Vergangenheit gemacht hat, direkt erleben. Es war für mich der krönende Abschluss der Reihe und auch keins der Prequels und Spin-Offs hat mich seitdem wieder so packen können.

Nasti - Undertale

Undertale versteckt hinter seinem minimalistischen Pixellook eine großartige Geschichte. Undertale versteckt hinter seinem minimalistischen Pixellook eine großartige Geschichte.

Nastassja Scherling
@NastiPilz

Vorsicht, Spoiler: Wer Undertale noch nicht gespielt hat, sollte es spätestens jetzt tun und erst danach weiterlesen!

Die Wahrheit tut am meisten weh, wenn sie einen unerwartet trifft. So auch im Indie-Meilenstein Undertale, das mit seinem fröhlichen Pixel-Look und den charmanten Monstern zunächst wie ein herkömmliches RPG daherkommt. Jeder Kampf kann auf zwei Arten beendet werden: durch pazifistische Dialoge oder aggressiv mit Waffengewalt. Wichtig: Nur bei Letzterem steigt unser "LVL". Viele Spieler werden sicherlich wie ich mal so, mal so auf Gegner reagiert haben. Wenn man schon die Optionen hat, warum sie nicht alle ausprobieren?

Vor dem Endboss hält uns Undertale dann aber den Spiegel vors Gesicht und zeigt uns die Gräueltaten auf, die wir im Spielverlauf begangen haben. Das "LVL" unserer Figur steht nicht nur für "Level", es steht für "Level of Violence". Je höher, desto grausamer.

Diese Offenbarung musste ich erst einmal sacken lassen. Unweigerlich dachte ich an die niedlichen Monster zurück, die ich ohne zu zögern um die Ecke gebracht habe, weil ich meinen Charakter hochleveln wollte. Weil man das nun mal so macht in einem RPG. Plötzlich kam ich mir gar nicht mehr wie die Heldin, sondern wie die Böse der Geschichte vor. Undertale hat so einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, weil es mich dazu gebracht hat, meine gewohnten Verhaltensweisen zu hinterfragen.

Tobi - Dead Space

Dead Space sorgt für Angst, und Stress - und das in einer Weise, die Tobi so noch nie in einem anderen Spiel erlebt hat. Dead Space sorgt für Angst, und Stress - und das in einer Weise, die Tobi so noch nie in einem anderen Spiel erlebt hat.

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Natürlich gibt es viele Spiele, die in mir Freude und sogar Euphorie ausgelöst haben. Mich aber in Angst und Schrecken zu versetzen, das haben bislang nur wenige Titel geschafft. Und Dead Space 1 hat das in einer Art und Weise getan, wie ich es sowohl davor als auch danach nie wieder in dieser Intensität erlebt habe.

Als ich mit Isaac Clarke durch die düsteren Gänge der Ishimura schlich, auf jedes Knarzen lauschend und jeden Schatten ängstlich beäugend, stellten sich mir regelmäßig die Nackenhaare auf. Mehr noch, das Spiel stresste mich brutal. Etwa dann, wenn die Necromorphs durch die Wände brachen und mich in meinem klobigen Anzug unter Druck setzten, genau zu zielen, um zu überleben. Oder ich mit nur noch wenig Munition einen großen Raum betrat und schon vorher wusste: Hier passiert gleich was.

Dieser Stress war dann auch tatsächlich spürbar: Ich war beim spielen derart angespannt, dass es jedes Mal eine regelrechte Befreiung war, wenn ich die Konsole ausschaltete. Aber ich wurde auch irgendwie süchtig nach diesem Gefühl, weswegen ich mich auch immer wieder auf die Ishimura zurück traute. Gut so, denn sonst hätte ich wahrscheinlich einen der für mich besten Horrorspiele aller Zeiten kombiniert mit einer der angsteinfößendsten Soundkulissen aller Zeiten verpasst.

Welche Spiele haben bei euch große Emotionen ausgelöst?

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