The Last of Us Part 2-Entwickler nehmen Fans eine große Sorge

Nachdem Gamestop US irreführendes Promomaterial zu The Last of Us Part 2 veröffentlichte, das bei Fans für Bedenken sorgte, stellten die Entwickler die Sache klar.

von Ann-Kathrin Kuhls,
08.05.2020 15:43 Uhr

Viele Fans machen sich Sorgen um die Hunde in The Last of Us Part 2. Viele Fans machen sich Sorgen um die Hunde in The Last of Us Part 2.

Update vom 11. Mai 2020: Da wir erfahren haben, dass es sich bei der GameStop-Seite um die US-Webseite handelte, haben wir in unserem Artikel die Länderkennung ergänzt.

Promomaterial für The Last of Us Part 2 hat kürzlich für Aufregung gesorgt. Laut dem Material sei es im Spiel nämlich notwendig, Hunde von Gegnern zu töten, um zu überleben. Das hat viele Fans so besorgt, dass sich jetzt ein Mitarbeiter von Naughty Dog selbst zu der Sache äußerte.

Der nordamerikanische Videospielhändler Gamestop US hat in seinem Promomaterial die Hunde als besonderes, neues Feature angekündigt. Aber nicht nur das. Im Absatz über die Tiere war außerdem zu lesen, dass es unumgänglich sei, sie zu töten um zu überleben, wie dieser Screenshot zeigt:

Die Reaktionen unter dem Tweet waren besorgt. Die Fans seien sie sich zwar bewusst gewesen, dass Naughty Dog wolle, dass der Spieler bereue, wenn er töten müsse. Doch das Töten der Hunde nicht optional zu machen, ginge ein Schritt zu weit.

Naughty Dog klärt auf

Das dachte sich offenbar auch Naughty Dog, als sie diesen Tweet lasen. So, wie es Gamestop US darstelle, sei es im Spiel nämlich keinesfalls, so Arne Meyer, Director of Communications bei Naughty Dog (via Gamespot).

Naughty Dog habe mit diesem Schreiben nichts zu tun, so Meyer. Der Text käme von einem unabhängigen Händler und sei auf dessen Webseite zu finden, nicht der von Naughty Dog.

Es gibt also Entwarnung und im Spiel wohl keine Cutscene oder Situation, in der wir gezwungen werden, einen Hund zu töten.

Zwar kann es sein, dass wir die Hunde in der Hitze des Gefechtes töten oder sie ausschalten, um Entdeckung zu vermeiden. Die Spürhunde der neuen Gegner im zweiten Teil können nämlich unsere Fährte erschnuppern und warnen dann ihre stark bewaffneten Herrchen. Doch ihr Tod ist nicht unumgänglich.

Gut so, denn dank trauriger Herrchen, die weinend den Namen ihres toten Hundes rufen, wenn wir ihn oder sie ausgeschaltet haben, fühlen wir uns beim Spielen jedes Mal richtig schlecht, wie ein Anspieltermin zu The Last of Us Part 2 zeigte:

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Warnung der Entwickler

Gleichzeitig mit seiner Entwarnung mahnte Arne Meyer jedoch die erbosten Twitterer auch davor, Screenshots im Internet als die Wahrheit anzusehen:

"Ich finde es nicht gerade klasse, wenn Screenshots gecroppt und ohne Quellenangabe verbreitet werden. Bitte googelt diese Dinge, Leute."

Tatsächlich kann es für Entwickler durchaus unangenehm sein, wenn ein Händler oder die PR ihr Spiel in einem anderen Licht dastehen lassen, als ursprünglich geplant. Vor allem, wenn ein Studio wie Naughty Dog so mühevoll den Drahtseilakt ausführt, Gewalt und Tod bedauernswert zu machen, den Spielern gleichzeitig aber nicht jeden Willen am Fortsetzen des Titels zu nehmen.

Was haltet ihr von der ganzen Sache?

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