Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 3: Vampyr im Test - Beschützer oder Bestie?

Zwischen Hirte und Häscher

Dabei dienen die abwechslungsreichen Gespräche mit den verschiedenen Figuren nicht nur dazu, die Spielwelt glaubhafter und lebendiger zu machen, sondern erfüllen auch einen tatsächlichen Gameplay-Zweck.

Eure Gegner im Kampf zu beißen ist nur eine Möglichkeit, euren Blutvorrat wieder aufzufüllen. Eure Gegner im Kampf zu beißen ist nur eine Möglichkeit, euren Blutvorrat wieder aufzufüllen.

Abgesehen von den Nebenquests, die ihr von manchen Charakteren erhaltet, könnt ihr mittels im Spiel verteilter Schriftstücke oder Gespräche mit anderen Figuren Hinweise zu den Personen erhalten, die ihr trefft. Die Freischaltung dieser Hinweise verbessert wiederum die Blutqualität … oder anders ausgedrückt, die Menge an Erfahrungspunkten, die ihr erhaltet, wenn ihr den entsprechenden Bürger aussaugt.

Auch wenn das ein probates Mittel zu sein scheint, um allzu schwierige Kämpfe zu bestehen und neue Skills freizuschalten, müsst ihr doch genau abwägen, welchen Figuren ihr eure Zähne in den Hals schlagt.

Schickt ihr nämlich zu viele Unschuldige über den Jordan, verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Bezirks. Die Folge: Waren werden teurer, die um die sicheren Zonen streunenden Gegner werden zahlreicher und mächtiger, und Nebencharaktere werden zu Monstern oder verschwinden ganz von der Bildfläche - was euch wiederum der Möglichkeiten zum Erfahrungspunktegewinn oder der Quest-Erfüllung beraubt.

Neben der Aufwertung von Waffen und der Herstellung von Sera könnt ihr an eurem Arbeitstisch auch Heilmittel zusammenmischen und erkrankte Bürger damit wieder fitspritzen. Der Lohn: Erfahrungspunkte und höhere Blutqualität. Neben der Aufwertung von Waffen und der Herstellung von Sera könnt ihr an eurem Arbeitstisch auch Heilmittel zusammenmischen und erkrankte Bürger damit wieder fitspritzen. Der Lohn: Erfahrungspunkte und höhere Blutqualität.

Dabei liegt es ganz an euch, wie gesund ihr euer eigenes kleines Soziotop halten wollt. Denn schließlich seid ihr immer noch renommierter Arzt und könnt erkrankten Bürgern mit selbstgebrauten Mittelchen zur Genesung verhelfen, was wiederum die Gesundheitsstufe im jeweiligen Bezirk steigert.

Eine Welt aus Blut und Schmutz

Bei all den komplexen Verwebungen zwischen Kampfsequenzen, Arztvisiten und Verschwörungstheorien ist es ein Leichtes, das Design der Welt unbeachtet vorbeihuschen zu lassen. Dabei bietet das von Dontnod geschaffene London überall etwas zu entdecken.

Zerrissene Plakate an den Wänden rufen zum Kriegsdienst auf, brennende Mülltonnen erhellen düstere, enge Gassen, Ratten wuseln umher, und dazu ertönt ein orchestraler Streichersoundtrack, dem die Verzweiflung aus jeder Pore tropft: Die Spielwelt ist ebenso stimmig und atmosphärisch wie melancholisch. Natürlich trägt der Fakt, dass ihr nur nachts durch die Straßen schleicht, enorm zur bedrückenden Stimmung bei, aber es sind die Details, die das East End so lebendig machen.

Die Aufwertung eurer Waffen sollte nicht vernachlässigt werden, denn mit halbstumpfem Werkzeug habt ihr in den meisten Kämpfen kaum Chancen. Die Aufwertung eurer Waffen sollte nicht vernachlässigt werden, denn mit halbstumpfem Werkzeug habt ihr in den meisten Kämpfen kaum Chancen.

Schade nur, dass die großartig gestaltete Welt mit gelegentlich stark verwaschenen Texturen und Charakteren zu kämpfen hat, deren Mimik eher der eines tatsächlich Toten als einer lebenden Person gleicht. Die technischen Makel allein reichen allerdings nicht aus, um das Spielerlebnis zu trüben.

Zu spannend und voller unerwarteter Wendungen ist die packende Geschichte, zu komplex das zwischenmenschliche Ökosystem und zu beeindruckend die Welt, die Dontnod mit seinem dritten Spiel erschaffen hat. Vampyr ist der Beweis dafür, dass das Anzapfen einer neuen Ader manchmal eben doch lohnender ist, als Altbewährtes bis zum letzten Tropfen auszusaugen.

Auch wenn hier viel im Dunkeln liegt: Hinter jeder Ecke und Biegung versteckt Vampyr kleine, aber feine Details, die die Welt enorm lebendig machen. Auch wenn hier viel im Dunkeln liegt: Hinter jeder Ecke und Biegung versteckt Vampyr kleine, aber feine Details, die die Welt enorm lebendig machen.

3 von 5

nächste Seite


zu den Kommentaren (47)

Kommentare(47)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen