Warum Ghost Recon: Breakpoint der ideale Nachfolger werden könnte

Tobi hat viel Zeit in Ghost Recon: Wildlands verbracht. Und vermutet, dass es in Breakpoint noch mehr werden könnte. Warum, verrät er hier.

von Tobias Veltin,
10.05.2019 20:00 Uhr

Ghost Recon: Breakpoint erscheint am 4. Oktober 2019 für PS4, Xbox One und PC.Ghost Recon: Breakpoint erscheint am 4. Oktober 2019 für PS4, Xbox One und PC.

Ich war schon immer ein Fan der Tom Clancy's Ghost Recon-Spiele. Ich mag es, dass die Reihe zwar einerseits schon sehr merkbar in die Action-Richtung geht, mir aber trotzdem stets das Gefühl gibt, dass taktisches und bedächtiges Vorgehen eine valide Option, ja mehr noch, die eigentlich ideale Option ist.

Ghost Recon: Wildlands brachte die Serie 2017 für mich mit seiner offeneren Ausrichtung auf einen neuen Level und machte insbesondere im Koop einen Riesenspaß. Und auch wenn ich nicht annähernd so viel Zeit in den Taktik-Shooter gesteckt habe wie beispielsweise GameStar-Kollege Dimi, war es doch eines meiner meistgespielten Titel dieses Jahrgangs.

So gut war der Vorgänger
Ghost Recon: Wildlands im GamePro-Test

Als ich mir jetzt nach der Ankündigung von Ghost Recon: Breakpoint den ersten Trailer und Dimis Preview-Video angesehen habe, habe ich richtig gemerkt, wie ich wieder extreme Lust habe auf diesen Mix aus Open-World, taktisch angehauchtem Gameplay, Absprachen mit den Teamkollegen und dem Einsatz von Gadgets. Und auch wenn ich den Titel noch nicht selbst anspielen konnte, bin ich guter Dinge, dass Breakpoint der ideale Nachfolger für Wildlands werden könnte.

Warum glaube ich das?

Nun ja, zunächst mal konserviert Breakpoint die Basis von Wildlands, bleibt also offen in seiner Grundstruktur und kehrt nicht zu einzelnen Schlauchmissionen zurück wie etwa in Ghost Recon 2. Das Konzept hat sich bewährt und kam nicht nur bei mir gut an, Wildlands gehört schließlich zu den erfolgreichsten Ubisoft-Titeln der jüngeren Vergangenheit.

Ghost Recon: Breakpoint - Screenshots ansehen

Aber Breakpoint ruht sich darauf nicht aus und belässt es etwa bei einem neuen Setting (vom Auroa-Archipel erhoffe ich mir ohnehin etwas mehr Abwechslung als in Wildlands. Nein, es scheint die Grundlagen zu verfeinern und fügt Sachen hinzu, die ich mir schon in Wildlands gewünscht hätte:

  • Ernstere Story: Klar, die war in Wildlands eher Nebensache, aber der Aufhänger mit dem Kampf gegen einen außer Kontrolle geratenen Ex-Ghost und seine Einheit macht mich jetzt schon mehr an als die Drogenkartell-Hatz in Wildlands.
  • Gewünschte Gameplay-Elemente: Vorsichtiges Vorgehen mochte ich im Vorgänger am liebsten, deswegen freue ich mich, dass mir Breakpoint hier noch mehr Optionen an die Hand gibt - wie etwas dem Durchschneiden von Zäunen oder dem Eingraben in den Schlamm.
  • Verwundungen: Dass mich zum Beispiel Schüsse ins Bein nun selbiges nachziehen lassen und entsprechend erst behandelt werden müssen, gefällt mir sehr gut und unterstreicht den vergleichsweise realistischen Ansatz, den ein Ghost Recon-Titel meiner Meinung nach haben sollte.
  • Klassen: Dass in Wildlands jeder ein Allrounder war, war zwar nicht schlecht, die Rückkehr zu einem Klassensystem (die sich natürlich ändern lassen) lässt mich aber hoffen, dass der Koop-Charakter dadurch noch einmal verstärkt wird und Abstimmungen zur Pflicht werden lässt.

Jetzt mit Loot. Gut?

Dass Ghost Recon: Breakpoint ein Loot-System ähnlich wie The Division 2 bekommen soll, gefällt dagegen sicherlich nicht jedem, ich persönlich begrüße diesen Neuerung aber durchaus. Denn einerseits ist eine Open World dafür meiner Meinung nach wie geschaffen und andererseits ist ein Loot-System - realistischer Ansatz hin oder her - für mich persönlich der Langzeitmotivation eher zu- als abträglich.

Achtung, Überschneidungsgefahr! Ubisoft muss nur aufpassen, die Kernstärken der Ghost Recon-Spiele - nämlich Koop- und Shooter-Gameplay - nicht zugunsten eines allzu grindlastigen Loot-Systems zu vernachlässigen oder Breakpoint zu sehr in Richtung The Division driften zu lassen. Ich mag beide Serien, aber jede hat auch ein ganz eigenes Spielgefühl. Und eine Verwässerung dessen wäre eigentlich das schlimmste, was dem Spiel passieren könnte.

Breakpoint-Beta
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Skeptisch bin ich auch noch bei den Robotergegnern, die anscheinend eine ganze Menge aushalten und für mich irgendwie noch fehl am Platz wirken. Das ist definitiv etwas, an das ich mich noch gewöhnen muss.

Aber auch mit diesen leichten Bauchschmerzen blicke ich Breakpoint sehr hoffnungsvoll entgegen. Denn Ubisoft hat anscheinend sehr genau auf die Wünsche der Community gehört und scheint das solide Grundkonzept des Vorgängers mit genau den richtigen Neuerungen aufzupeppen. Und diese Mischung könnte aus Breakpoint im Oktober meiner Ansicht nach einen idealen Nachfolger machen. Hoffen wir mal, dass es so kommt.

Was erhofft ihr euch von Ghost Recon: Breakpoint?

Wie sich Ghost Recon: Breakpoint spielt - 7:36 Wie sich Ghost Recon: Breakpoint spielt -


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