Die Pokémon-Geheimformel: So müssen die Taschenmonster aussehen, damit wir sie erkennen

Ein Pokémon-Fan hat in einer aufwendigen Analyse festgehalten, welche Merkmale ein Pokémon aufweisen muss, damit wir es als solches erkennen.

Ein Fan hat jetzt analysiert, welche Merkmale ein Pokémon haben sollte. Ein Fan hat jetzt analysiert, welche Merkmale ein Pokémon haben sollte.

Was zeichnet eigentlich ein Pokémon aus, damit wir es als solches erkennen? Exakt der Frage ist jetzt Fakemon-Künstler Xelshade auf reddit nachgegangen und hat in einer langen Analyse aufgezeigt, welche Merkmale ein Taschenmonster aufweisen muss, damit es als solches von uns wahrgenommen wird. Zu welchem Ergebnis er gekommen ist, wollen wir für euch übersichtlich zusammenfassen.

Was ist ein Fakemon-Künstler? Die Fanszene versucht mit ihrer Kunst bzw. ihren Designs möglichst nahe an Pokémon heranzukommen. Euch sind vielleicht auch diverse KI-Generatoren bekannt, die Bilder von zufallsgenerierten Fakemon erstellen (siehe Nokemon).

Die Entstehung laut Game Freak

Xelshade geht in seiner Analyse zunächst darauf ein, wie Entwickler Game Freak die Pokémon-Formel beschreibt und zitiert hier Mitgründer Ken Sugimori.

Ein für dich kämpfender Freund: Laut Sugimori muss ein Pokémon wild und grimmig genug aussehen, dass es dich glaubhaft im Kampf unterstützen kann. Es muss aber zugleich liebenswert wirken, damit wir mit ihm befreundet sein wollen.

Die vier Merkmale eines Pokémon

Zwar gibt die Aussage von Sugimori einen groben Anhaltspunkt, mehr aber auch nicht. Xelshade geht daher auf vier Faktoren ein, die laut seiner Analyse maßgeblich zur Entstehung eines Taschenmonsters beitragen: Farbwahl, Detailgrad, Anatomie und Proportionen, sowie nachvollziehbare Merkmale.

Die Farbwahl

Laut Xelshade wird bei der Farbwahl der Grundstein für das Design eines Pokémon gelegt. Ist die Farbwahl nicht stimmig, werden wir ein Pokémon nicht als solches wahrnehmen. Als Leitfaden gelten die folgenden beiden Regeln:

  • Im Normalfall besteht ein Pokémon aus zwei bis vier Farben.
  • Zwei Farben sind meist dominant vertreten, während ein bis zwei Farben für optische Details wie die Augenfarbe genutzt werden.

Bisasam ist für die Farbwahl ein sehr gutes Beispiel. Hauptsächlich werden drei Grüntöne für seinen Körper genutzt, für die Augenfarbe wird vom Farbschema abgewichen. Bisasam ist für die Farbwahl ein sehr gutes Beispiel. Hauptsächlich werden drei Grüntöne für seinen Körper genutzt, für die Augenfarbe wird vom Farbschema abgewichen.

Detailgrad

Um den Detailgrad von Pokémon zu bestimmen, nutzt Xelshade eine Skala von 1 bis 10 (1= wenig Details), wobei sich laut des Fakemon-Künstlers, die meisten Taschenmonster im Bereich zwischen 3 und 6 befinden, so einen eher niedrigen Detailgrad aufweisen. Zudem gelten folgende Richtlinien:

  • Ist ein Design sehr komplex und detailreich, ist es meist kein Pokémon.
  • Ein großer Körper mit wenigen Details, fühlt sich nicht nach einem Pokémon an. Ditto stellt hier laut Xelshade eine Ausnahme dar.

Müssen Pokémon eigentlich an Tiere angelehnt sein? Seit der ersten Generation mit Pokémon wie Voltoball und Magnetilo wissen wir, dass die kleinen Taschenmonster auch oft an Objekte und Alltagsgegenstände angelehnt sind.

Anatomie und Proportionen

In diesem Bereich sollen sich laut Xelshade Pokémon von anderen Taschenmonster-Marken wie beispielsweise Digimon unterscheiden.

  • Die Anatomie von Pokémon ist stilisiert, allerdings nicht übertrieben stilisiert.
  • Formen werden vereinfacht und gleichmäßig dargestellt
  • Proportionen wie das Verhältnis des Kopfs zum Körper oder der Augenabstand wirken ausgeglichen.

Wie die Pokémon der neunten Generation aus Karmesin/Purpur aussehen, erfahrt ihr hier im Übersichts-Trailer:

Pokémon Karmesin + Purpur: Die 9. Generation im Überblicks-Trailer Video starten 5:30 Pokémon Karmesin & Purpur: Die 9. Generation im Überblicks-Trailer

Nachvollziehbare Merkmale

Zu guter Letzt kommen wir zu dem Punkt, der laut Xelshade bewirkt, dass wir die Pokémon als Freunde wahrnehmen. Zwei der folgenden Merkmale sollte ein Taschenmonster daher unbedingt aufweisen, so offensichtlich sie auch sind: Augen, Mund und Gliedmaßen.

Ditto als perfektes Beispiel: Zwar fällt der pinke Blobb aus allen anderen Kategorien, wurde jedoch mit Augen und Mund versehen, um ihn für Menschen "relatable", also ansprechend, wirken zu lassen.

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Pokémon sind alles, nur nicht übertrieben

Fassen wir alle Punkte zusammen, werden Pokémon in allen vier Bereichen meist nicht übertrieben dargestellt. Weder werden zu viele Farben genutzt, noch ist ihr Detailgrad sehr hoch und auch ihre Proportionen wirken nachvollziehbar. Laut Xelshade entsteht dadurch das süße, aber zugleich coole Design der Taschenmonster.

Xelshade hält aber auch fest, dass sich das Design speziell bei den Proportionen im Verlauf der Generationen immer mehr geändert hat, so einige Pokémon fremd wirken.

Welche Pokémon-Generation fandet ihr am optisch ansprechendsten und welche habt ihr so überhaupt nicht gemocht?

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