Eigentlich wollte ich letztes Wochenende mit PS Plus nur mal einen schnellen Blick in Like A Dragon: Infinite Wealth werfen. Daraus wurden ein paar Stunden. Und dann waren es viele Stunden. Und ich weiß schon jetzt, dass es dieses Wochenende nicht anders ausgehen wird. Verratet mir gerne in den Kommentaren, was ihr zockt!
Samara Summer
Samaras erster Berührungspunkt mit der Yakuza-Reihe war der 2017 in Europa für die PS4 erschienene Ableger Yakuza 0, der Ende der 1980er-Jahre spielt. Die dramatische Mob-Story hat sie so gepackt, dass sie bei den ellenlangen Cutscenes auf der Sofakante mitgefiebert hat. Seither übt die Reihe eine ganz spezielle Faszination auf sie aus, auch wenn sie noch nicht alle Ableger kennt
Was ist Like A Dragon: Infinite Wealth noch mal? Yakuza ist ursprünglich eine Action-Reihe, die sich der japanischen Mafia widmet und vor allem den Lebensweg von Vorzeige-Gangster Kazuma Kiryu verfolgt. Mit Yakuza: Like A Dragon wurde nicht nur ein rundenbasiertes Kampfsystem eingeführt, sondern auch der neue wichtigste Protagonist Ichiban Kasuga. Infinite Wealth ist sein zweites Spiel.
Infinite Wealth ist bislang ein Story-Highlight für mich
Dass Infinite Wealth mich sofort in seinen Bann gezogen hat, liegt erneut an der Story. Während es in früheren Ablegern eine ganz klare Trennung zwischen der ernsten und dramatischen Hauptgeschichte und den witzigen, abgedrehten Nebenhandlungen gab, wird das Konzept mit Kasuga ein wenig aufgelockert.
Der neue Held ist alles andere als der klassische ehrenhafte, unerbittliche Yakzua, sondern stattdessen chaotisch, warmherzig und beim Reden wesentlich unsicherer als bei Prügeleien.
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Like a Dragon: Infinite Wealth - Das sind die ersten Minuten des neuen RPG-Hits
Während ich auch das düstere Drama früherer Ableger schätze, finde ich den leichtherzigeren Grundton seiner Geschichte sehr erfrischend – beziehungsweise, dass sich die Handlung dieses Mal ebenfalls ein ganzes Stück von den typischen japanischen Mob-Storys entfernt.
Im Prolog hilft Kasuga Ex-Yakuza-Mitgliedern bei der Jobsuche und dem Wiedereinstieg in ein normales Leben. Nach einer üblen Verleumdung steht er aber auf einmal selbst ohne Arbeit da, und bekommt dann einen überraschenden Auftrag:
Er soll seine leibliche Mutter, von der er bisher gar nichts wusste, auf Hawaii ausfindig machen. Als er dort ankommt und sich noch fragt, wie er diese Akane-San überhaupt ansprechen soll, geht aber schon wieder alles drunter und drüber. Kasuga muss feststellen, dass die halbe Welt auf der Suche nach der Frau ist - und darunter jede Menge Gangster.
Auf seiner Suche gibt es dann durchaus auch wieder ein paar gewohnt dramatische und klassische Helden-Momente. Ganz zufällig läuft Kasuga nämlich auch noch Kiryu über den Weg. Die Dynamik zwischen dem emotionalen neuen Protagonisten und dem abgebrühten alten Gangster unterhält mich bestens, genau wie der gute Mix im Allgemeinen.
Auch spielerisch holt mich Infinite Wealth voll ab
Apropos Dynamik: Kasuga schart in JRPG-Manier schnell eine bunte Truppe um sich, die sich zusammen durch das Chaos navigiert. Die Turn-based-Gefechte liegen mir wesentlich besser als das alte Action-System der Reihe.
Cool finde ich, dass die Kämpfe trotz der Rundenmechanik schön dynamisch wirken, weil sich die Charaktere zwischen ihren Angriffen immer ein wenig bewegen. Das kann ich für mich nutzen, weil die Platzierung eine große Rolle spielt, und ich beispielsweise mehrere Feinde ineinanderwerfen oder sie von hinten verheerend treffen kann.
Zusätzlich spielen auch ein paar Echtzeit-Elemente mit rein, was ich immer spaßig finde: Ich kann Gegner abwehren oder mittels Quicktime mehr Schaden verursachen. Das ist zwar nicht so befriedigend wie bei Clair Obscur, sorgt aber für Kurzweil.
Das spielt der Rest der Redaktion:
- Eleen und Chris sind weiterhin mit dem neuen Resi und den Trophys beschäftigt.
- Hannes ist beim Endboss von Under the Island angelangt.
- Für Rae geht es mit Dead in Antares weiter.
- Tobi will noch mal in den Marathon Server Slam reinzocken.
Aber natürlich geht es bei Yakuza, beziehungsweise Like a Dragon, ja nicht nur ums Kämpfen oder die Story: Eigentlich wollen wir Akane-San vor allen anderen aufspüren. Trotzdem nimmt sich Kasuga auch jede Menge Zeit für Karaoke, für Essenslieferungen oder für eine Dating-App.
Minispiele sind der Punkt auf dem i, wenn es um die Reihe geht. Jetzt hab ich auch noch Dondoko Island, freigeschaltet – eine Art Animal Crossing und das größte Spiel im Spiel. Und spätestens das hat meine Wochendpläne endgültig besiegelt. Die Reihe versteht sich einfach auf ein extrem fesselndes Gemisch und sorry Akane-San, ich bin gespannt auf dich, aber ich muss jetzt erst mal ein Ressort auf Vordermann bringen.
Jetzt seid ihr dran!
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