Eigentlich sollte es niemanden mehr überraschen: In den vergangenen Jahren sind die Einstellungsmenüs von Resident Evil-Spielen immer umfangreicher geworden und auch das von Requiem platzt aus allen Nähten. Capcom gibt euch über viele neu hinzugekommene Optionen die Möglichkeit, das Survival-Gameplay zu optimieren und das Maximum an Präzision herauszuholen.
Wir verraten euch daher in folgenden Kategorien, welche Einstellungen ihr unbedingt ändern solltet:
- Grafik
- HUD
- Audio
- Netzwerk
- Steuerung
- Kamera
Plattformhinweis
Wir haben uns für unsere Einstellungstipps an den PS5-, PS5 Pro- und die Nintendo Switch 2-Versionen entlanggehangelt, so gut wie alle Optionen solltet ihr aber auch auf dem PC und der Xbox Series X|S finden. Erwähnen wir eine Einstellung nicht, haben wir sie auf dem Standardwert belassen.
Helligkeit/HDR
- zu finden unter: Grafik
- unsere Empfehlung
- maximale/minimale Helligkeit: entsprechend eures TVs
- Helligkeit (HDR): 11 bis maximal 13 (Switch 2: maximal 14)
Sowohl unter SDR als auch unter HDR könnt ihr über zwei Slider die maximale und minimale Helligkeit eures Displays kalibrieren.
Im ersten Bildschirm ist die maximale Helligkeit dran: Das Bild rechts entspricht dabei dem Punkt, an dem euer Fernseher bei der Spitzenhelligkeit abriegelt, während ihr links noch das Muster erkennen solltet.
Da die HDR-Effekte im Spiel weitgehend bei 1000 Nits abriegeln, müsst ihr bei allen TV-Modellen mit einer höheren Helligkeit nicht auf den Zähler genau sein:
Bei der minimalen Helligkeit solltet ihr euch ebenfalls nach den Instruktionen von Capcom richten, es sei denn, ihr verwendet einen OLED-Bildschirm. Dann könnt ihr den Slider direkt auf 0 stellen, um ein möglichst tiefes Schwarz zu erhalten. Und das ist in Requiem gar nicht so leicht!
Denn selbst bei einer Einstellung von 0 liegt der tiefste Schwarzwert ein wenig über 0 Nits, da die Filmkörnung des Spiels für einen von den Entwickler*innen gewollten Grauschleier sorgt. Lediglich die Switch 2-Version verzichtet auf die Grobkörnigkeit im Bild und liefert daher ein besseres Schwarz:
Zu guter Letzt legt ihr im dritten Bildschirfm noch die durchschnittliche HDR-Helligkeit fest. Wir sind dabei mit dem Mittelwert sehr gut ausgekommen, darunter wirkten helle Lichter dann nicht mehr so intensiv. Geht ihr höher, graut das Bild hingegen ein wenig aus, ein bis zwei zusätzliche Zähler können aber auch noch einmal zwanzig bis vierzig Nits herausholen.
Weniger Blässe über die TV-Einstellungen
Es besteht zudem die Möglichkeit, die HDR-Helligkeit stärker aufzudrehen und mehr 'Pop' ins Bild zu bringen, indem die ausgeblassten Schatten über die TV-Einstellungen korrigiert werden. Das zeigt beispielsweise der Youtuber EverythingOLED in einem Video.
Bei LG-Modellen nennen sich die notwendigen Optionen "Fine Tune Dark Areas" und "Black Stabilizer" im Spiele-Optimierer, bei Samsung ist es die "Schattendurchzeichnung". Je höher ihr im Spiel bei der HDR-Helligkeit geht, desto stärker müsst ihr die Optionen auch aufdrehen. Das Ergebnis kann je nach Hersteller und Modell aber stark variieren.
Seid ihr mit Requiem durch, solltet ihr aber nicht vergessen, die Einstellungen am Fernseher wieder zurückzusetzen.
3:24
Resident Evil Requiem: Leon kehrt im TGA-Trailer zurück
Farbraum (nur SDR)
- zu finden unter: Grafik
- unsere Empfehlung: je nach Display-Typ
Während HDR stets im Rec. 2020-Farbraum ausgegeben wird, habt ihr bei SDR die Wahl zwischen sRGB und Rec. 709. Der Unterschied liegt dabei vor allem bei der ausgegebenen Helligkeit. sRGB wird zumeist von Monitoren genutzt und sollte dort die ideale Wahl sein, während Rec. 709 im Regelfall bei TVs zum Einsatz kommt.
Erscheint euch eine der beiden Optionen zu blass oder im Umkehrschluss zu dunkel, dann solltet ihr es mit der jeweils anderen Variante probieren.
Bewegungsunschärfe
- zu finden unter: Grafik
- unsere Empfehlung: Aus
Die Bewegungsunschärfe wird im neuen Resident Evil ausschließlich in Zwischensequenzen aktiv. Wird die Kamera schnell gedreht oder bewegt sich ein Charakter beziehungsweise ein Gefährt auf dem Bildschirm, wird ein Weichzeichner darüber gelegt. So wie bei diesem Polizisten, der einen Schritt zur Seite macht:
Da das Spiel sowieso auf den meisten Systemen bei flüssigen 60 fps läuft und wir lieber die exzellenten Charaktermodelle in voller Schärfe genießen wollten, haben wir die Bewegungsunschärfe ausgestellt.
Raytracing (nur PS5 Pro)
- zu finden unter: Grafik
- unsere Empfehlung: An
Resident Evil Requiem bietet auf fast allen Plattformen lediglich einen Grafikmodus mit bis zu 60 fps. Wie die sich im Detail schlagen, erfahrt ihr in unseren Tests:
Nur die PS5 Pro-Fassung bietet mehrere Grafikmodi und das je nach TV-Modell in unterschiedlichen Varianten. Allen voran wäre da eingeschaltetes Ray-Tracing, das grundsätzlich bei jedem Fernseher gleich funktioniert.
Die Framerate wird auf maximal 60 fps gesetzt und die Marke hält die Konsole auch mit wenigen Ausnahmen durchgängig. Ray-Tracing liefert dabei realistische Echtzeitreflexionen, wie in dieser Fensterscheibe, in der auf einmal Grace' Spiegelbild aufgetaucht ist:
Zudem hat Ray-Tracing Auswirkungen auf die Beleuchtung. Licht verteilt sich glaubwürdiger im Raum und sorgt auch für authentischere Schatten:
Schatten und Lichtverläufe wirken mit Ray-Tracing viel natürlicher, beispielsweise um den Kamin herum oder auch beim Türrahmen.
In dem Modus kann der verwendete PSSR-Upscaler aber auch zu einigen Bildartefakten führen. So sind uns beispielsweise ein paar Geistererscheinungen auf Metalloberflächen aufgefallen:
Und auch ein paar Schatten flimmern störend:
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Im PS5 Pro-RT-Modus weisen einige Schatten in Resident Evil Requiem ein Schimmern auf
Im Gegenzug liefert PSSR (wohl in seiner zweiten Version) ein schärferes Bild als bei ausgeschaltetem Ray-Tracing, weshalb der Modus auch unser Favorit ist. Deaktiviert ihr Ray-Tracing, kommt ein schwächerer Skalierer zum Einsatz, das Bild verliert also an Klarheit.
Nutzt ihr einen 60 Hertz-Fernseher oder lasst die 120 Hertz-Systemeinstellung deaktiviert, rutscht das Horror-Spiel auf 1296p und 60 fps, bei aktiviertem 120 Hertz sind hingegen bis zu 120 fps bei 1080p drin. Das solltet ihr aber nur dann in Betracht ziehen, wenn euer TV auch VRR unterstützt, da die Framerate zwischen 80 und 120 fps schwankt, also ohne die variable Bildfrequenz nicht flüssig wirkt:
Farbe von Zielfernrohr/Punktvisier
- zu finden unter: HUD
- unsere Empfehlung: Grün
Resident Evil Requiem ist in vielen Spielabschnitten sehr dunkel. Rot als Standardfarbe kann dabei ein bisschen untergehen, insbesondere wenn ihr unter einer Rot-Grün-Schwäche oder einer stärkeren Farbfehlsichtigkeit leidet.
Audioausgabegerät
- zu finden unter: Audio
- unsere Empfehlung: Surround-Kopfhörer, aber je nach Gerät
Nutzt ihr Kopfhörer oder ein Headset, dann empfehlen wir euch die Surround-Option, da es uns darüber deutlich leichter gefallen ist, die Position von Geräuschquellen zu ermitteln. Über die Standard-Variante wirkten viele Klänge zu zentral, obwohl beispielsweise ein grunzender Zombie ein ganzes Stückchen rechts im Bildausschnitt stand.
Je nach Plattform und Audio-Setup könnt ihr zudem dreidimensionales Audio verwenden, dann fällt die Ortung noch einmal eine Spur leichter.
Zockt ihr hingegen über TV-Lautsprecher, dann solltet ihr euch für die entsprechende Option entscheiden und über den Vorne-Slider ungefähr festlegen, wo sich die beiden Boxen in Relation zu euch befinden. Bei einer Heimkino-Anlage solltet ihr die Winkel ebenfalls entsprechend der Platzierung der Lautsprecher anpassen.
Bei einer Soundbar wird es ein wenig kniffliger, da der Sound im Raum reflektiert wird. Nutzt also die Fernseher-Einstellung und lasst die Vorne-Slider ein gutes Stück breiter als bei reinen TV-Lautsprechern.
Dynamikumfang
- zu finden unter: Audio
- unsere Empfehlung: je höher desto besser, aber je nach Setup
Der Dynamikumfang gibt an, wie groß die Spanne zwischen lauten und leisen Tönen ausfallen soll. Je höher diese ist, desto realistischer wirkt auch die Sound-Kulisse. Damit ihr alles versteht, müsst ihr euer Sound-Gerät aber in der Folge auch lauter aufdrehen.
Eine niedrigere Einstellung gleicht laute und leise Töne hingegen aneinander an, ihr könnt also auch bei einer geringen Lautstärke alle Geräusche orten. Das geht dann im Gegenzug auf Kosten des Realismus.
Nachhall
- zu finden unter: Audio
- unsere Empfehlung: Ein (aber nur, wenn keine Probleme auftreten)
Über den Nachhall fällt es leichter, die Position von Geräuschen zu bestimmen, da sie sich realistischer in der Spielumgebung ausbreiten. Es kann aber je nach Plattform und Setup dazu kommen, dass der Ton in regelmäßigen Abständen aussetzt. Dann ist die Funktion nur eingeschränkt mit eurer Auswahl kompatibel und ihr solltet sie ausschalten.
Controller-Lautsprecher (nur PS5)
- zu finden unter: Audio
- unsere Empfehlung: Aus
Bei Requiem werden vereinzelte Töne beim Aufnehmen von Items sowie Funksprüche zu Leon über den im DualSense verbauten Lautsprecher wiedergegeben. Das ist ein nettes Gimmick, falls ihr aber mit einem Headset zockt oder besseren Ton genießen wollt (der integrierte Lautsprecher ist eher blechern), dann solltet ihr die Option ausschalten.
Datenverarbeitung zu Analysezwecken
- zu finden unter: Netzwerk
- unsere Empfehlung: Aus
Wie viele andere Spiele auch, sammelt Resident Evil Requiem Daten über euer Spielverhalten. Laut den Datenschutzrichtlinien gehören dazu unter anderem eure Capcom ID, eure IP-Adresse, das verwendete Gerät und eure Eingaben im Spiel. Wollt ihr darauf verzichten, könnt ihr die Datenübertragung über die Netzwerk-Einstellung blockieren, ihr werdet aber auch beim ersten Start von Requiem danach gefragt.
Mit den Steuerungs- und Kameraeinstellungen geht es auf der zweiten Seite weiter und an denen solltet ihr unbedingt feilen, da sie standardmäßig extrem schwammig ausfallen!
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