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Seite 3: Watch Dogs im Test - Besser als die NSA erlaubt?

Open-World-Spielplatz

Das gilt doppelt und dreifach für ein Open-World-Spiel, in dem ein Großteil des Spaßes darin besteht, herauszufinden, was man mit den gegebenen Möglichkeiten so alles erleben kann. Die Antwort lautet in diesem Fall: viel! Aiden Pearce ist zwar kein Ezio oder Altair, aber dennoch ein sehr mobiler Charakter, der vor allem auch ordentlich klettern kann. Das führt dazu, dass Watch Dogs eine angenehm mehrdimensionale Spielwelt anbietet.

In vielen Missionen sind nicht nur Zielwasser und Bleifuß gefragt, sondern auch ein waches Auge und räumliches Verständnis - beispielsweise wenn man darauf kommen muss, ein Motorrad in einer großen Betonröhre zu parken, diese dann von einem Kran hochziehen zu lassen und von dort mit dem Bike auf das gegenüberliegende Hausdach zu springen.

Ebenfalls ganz im GTA-Stil säumen darüber hinaus mehr oder weniger versteckte Sprungschanzen die Welt, und Abkürzungen geben Rennfahrern einen guten Grund, die Stadt zu erkunden.

Watch Dogs - 14 Minuten Hacker-Action aus dem Open-World-Spiel 14:55 Watch Dogs - 14 Minuten Hacker-Action aus dem Open-World-Spiel

Was sinnfreie Zerstörung betrifft, haben sich insbesondere die ferngezündeten Haftbomben bewährt - sei es, dass wir sie arglosen Zivilisten ans Auto pappen oder einfach einen riesigen Verkehrsstau provozieren und dann schauen, wie viele Karren sich auf einmal sprengen lassen - was angesichts der tollen Explosionseffekte und Fahrzeugphysik überaus cool aussieht.

Apropos Fahrzeugphysik: Die ist nicht nur beim In-die-Luft-Fliegen überaus löblich geraten, sondern trägt den individuellen Eigenschaften der einzelnen Gefährte ausreichend Rechnung. Der Einfluss von Ubisoft Reflections, den Entwicklern der Driver-Reihe, macht sich hier positiv bemerkbar.

Flinke Motorräder beispielsweise fliegen praktisch durch den Verkehr, sind aber bei einer Verfolgungsjagd so fehl am Platz wie ein Stück Torte beim Tauchlehrgang. Träge Lastwagen steuern sich hingegen wie störrische Esel, sind aber praktisch nur von Betonwänden zu stoppen, wenn sie erst mal in Fahrt gekommen sind.

Die trägen LKW kommen zwar nur langsam in Gang, sind dafür aber nur schwer aufzuhalten. Die trägen LKW kommen zwar nur langsam in Gang, sind dafür aber nur schwer aufzuhalten.

In einer der spektakulärsten Missionen des Spiels verfolgen wir einen Flüchtigen, der einen Feuerwehrwagen gestohlen hat. Zu Anfang versuchen wir noch, das Monstrum abzudrängen. Danach halten wir lieber Abstand und staunen über die zerfetzten Autowracks, die links und rechts aus der Schneise des Trucks geschleudert werden.

Der einzige Weg, das riesige Gefährt doch noch zur Strecke zu bringen, ist das Hacken: Auf einer Kreuzung schalten wir alle Ampeln grün, ein riesiger Crash ist die Folge, die Amokfahrt zu Ende. Normalerweise setzen wir unsere Hacker-Künste auf der Straße aber defensiv ein.

Indem wir stählerne Poller hochfahren lassen oder unter der Straße verlegte Gasleitungen zur Explosion bringen, lassen sich Verfolger wie die überaus aggressiv agierende Polizei wenigstens kurzfristig abschütteln. Dadurch verlagert sich allerdings die eigentliche Action dorthin, wo wir sie gar nicht haben wollen: hinter uns.

Das macht das richtige Timing für das Auslösen einer Straßenfalle so schwer abschätzbar, dass Ubisoft erst gar nicht versucht, es dem Spieler abzuverlangen. Stattdessen leuchtet das Hacking-Symbol im richtigen Moment kurz auf, und wir drücken schnell die passende Taste.

Das Hacken der Ampeln macht auch zu Fuß Spaß: Hacken-Taste drücken und beobachten, wie die Autos ineinanderrasen. Das Hacken der Ampeln macht auch zu Fuß Spaß: Hacken-Taste drücken und beobachten, wie die Autos ineinanderrasen.

Damit man optisch wenigstens etwas davon hat, wechselt das Spiel bei gelungenen Crashs kurz in eine Zeitlupenansicht der zerschellenden Verfolger. Doch die zeigt viele der schönsten Frontalzusammenstöße oft nur auf weite Distanz oder halb verdeckt. Von diesen Inszenierungsproblemen abgesehen, ist das Hacken jedoch auch im Rennspielteil gut integriert und trägt dazu bei, dass Watch Dogs eine bemerkenswert vielseitige interaktive Spielwiese bietet. Sein Chicago ist weniger schöne Kulisse und mehr großer Vergnügungspark. Kaum ein anderes Open-World-Spiel hat seine Welt bislang so organisch in die Spielerfahrung selbst integriert.

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