Die krasseste Map, die ihr heute sehen werdet: Wissenschaftler haben eine 3D-Weltkarte veröffentlicht, auf der man die Höhe von über 2,75 Milliarden Gebäuden erkennen kann

Ein wahrhaft beeindruckendes Mammut-Projekt haben diese Wissenschaftler gestemmt: Hier könnt ihr euch die bisher beste und detaillierteste 3D-Weltkarte ansehen, auf der auch die Gebäude-Höhe zu erkennen ist.

So sieht der GlobalBuildingAtlas aus, wenn ihr ganz weit herauszoomt, aber das ist nicht das Spannende daran. So sieht der GlobalBuildingAtlas aus, wenn ihr ganz weit herauszoomt, aber das ist nicht das Spannende daran.

Es gibt jede Menge Karten und viele auch online, aber bis vor Kurzem herrschte offenbar ein großer Mangel: Es gab keine Map, auf der auch im Detail erkennbar war, wie hoch die einzelnen Gebäude in einer Stadt oder in einem Dorf sind. Einige Wissenschaftler*innen von der TUM (=Technische Universität München) haben das jetzt geändert.

Die genaueste Weltkarte mit Gebäudehöhen wurde jetzt als 3D-Map veröffentlicht und sie ist komplett frei nutzbar

Es gab zwar schon vorher durchaus Bestrebungen, herauszufinden, wie und wo und in welchen Gebäuden die Menschen auf der ganzen Welt leben, aber erst mit dem GlobalBuildingAtlas in so einem Detailgrad, in so hoher Genauigkeit und in diesem Umfang. Noch dazu ist das komplette Projekt jetzt hier kostenlos online für alle zugänglich.

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Das heißt, ihr könnt jetzt einfach die Seite des GlobalBuildingAtlas' aufrufen, eure eigene Adresse eingeben und ein bisschen herumstöbern. Das funktioniert überraschend gut und sieht schon ziemlich cool aus: Auf der grauen Map tauchen haufenweise Häuser in 3D auf, die je nach Höhe unterschiedlich dunkel sind. Man kann die Gebäudehöhe tatsächlich sehr gut erkennen.

Zusätzlich lassen sich noch einige andere Karten-Overlays anschalten. Ihr könnt zum Beispiel auch einfach die Google Maps-Karten unter die GlobalBuilding-Atlas-Daten legen. Dann seht ihr die dreidimensionalen Gebäude auf dem wahrscheinlich sehr vertrauten Untergrund des Kartendiensts.

Das beeindruckende Projekt wurde von Xiao Xiang Zhu, Sining Chen, Fahong Zhang, Yilei Shi und Yuanyuan Wang auf den Weg gebracht. Wenn ihr es ganz genau wissen wollt, könnt ihr hier im Detail nachlesen, wie die Map erstellt worden ist.

Grob vereinfacht lässt sich sagen, dass unzählige Satelliten-Bilder dafür ausgewertet wurden, und zwar mit Hilfe von maschinellem Lernen. Die ganze Welt wurde in drei mal drei Meter große Kacheln unterteilt, was genauer ist als jede bisherige vergleichbare Karte. Insgesamt werden über 2,75 Milliarden Gebäude und ihre geschätzten Höhen angezeigt.

Da haben wir es dann aber auch schon mit dem Wermutstropfen zu tun, der die Freude an diesem Projekt ein bisschen trübt. Denn die hier angezeigten Höhen entsprechen nicht unbedingt immer der echten Höhe in der realen Welt, sondern sind eben nur ein Schätzwert.

Schauen wir uns zum Beispiel in Berlin den Amazon Tower oder die Treptowers an, fällt auf, dass da etwas nicht stimmen kann. Sie sind im Global Building Atlas leider deutlich zu niedrig. Nichtsdestotrotz bleibt es natürlich eine spannende, wissenschaftliche Errungenschaft, die mit Sicherheit als hilfreiche Datengrundlage dienen kann. Immerhin gibt es einfach nichts Vergleichbares oder Besseres.

Wie findet ihr den Global Building Atlas?


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