Das erste Quartal im Jahr ist traditionellerweise im Bereich Brettspiele eher dünn besiedelt. Die großen Kracher erwarten uns meist erst gegen Ende des Jahres zur großen Brettspielmesse in Essen oder fallen ins Weihnachtsgeschäft.
Doch einen besonders heißen Kandidaten gibt es dann doch, nämlich Echos der Zeit von Feuerland Spiele. Das strategische Kennerspiel macht mit exzellenten Mechaniken und schönem Grafikstil auf sich aufmerksam und ich verrate euch, warum sich das Spiel schon nach einer Partie einen Platz in meinem Herzen gesichert hat.
Schnappt euch jetzt Echos der Zeit bei AmazonWie Echos der Zeit gespielt wird
Ziel des Spiels ist es, wer hätte es gedacht, am Spielende die meisten Siegpunkte zu haben. Dabei zählen sowohl die auf eure aktivierten Karten aufgedruckten Punkte, Punkte in Form von Markern, die ihr durch bestimmte Karten sammeln könnt, als auch die Punkte eurer eroberten Quellen. Das sind Standorte, die ihr mit Kampfkraft einnehmen könnt und euch bestimmte Vorteile bringen.
Um an Siegpunkte zu kommen, müsst ihr Karten ausspielen und in euer Gefolge aufnehmen, dafür spielt ihr sie zunächst auf euer Tableau aus, das aus fünf Zeitphasen besteht. In jeder Runde bewegt ihr das Tableau weiter, wenn eine Karte dadurch das Tableau verlässt, gilt sie als aktiviert und ist Teil eures Gefolges. Erst dann könnt ihr die Fähigkeiten der Karte nutzen.
Wo auf das Tableau ihr eure Karten ausspielen müsst, ist auf der Karte selbst angegeben. Jede Karte hat zwei unterschiedliche Kosten: Eine Anzahl von Karten, die ihr aus eurer Hand ablegen müsst und eine Position auf der Zeitleiste, an die ihr die Karte legen müsst. Besonders mächtige Karten brauchen meistens länger auf dem Zeitstrahl als schwächeres Gefolge. Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Karten schneller über den Zeitstrahl zu bewegen, damit ihr früher an eure Effekte kommt.
Neben Gefolge-Karten gibt es auch Artefakte, die meist permanente Effekte haben und verschiedene Strategien möglich machen. Die Gefolge-Karten sind in vier Fraktionen unterteilt:
- Luft: Hier findet ihr zahlreiche Vögel, die den Himmel beherrschen und besonders davon profitieren, wenn ihr viele Quellen kontrolliert.
- Erde: Maulwürfe, Ratten und andere Tunnelgräber finden hier einen Platz. Die Erde-Fraktion versteht sich besonders gut darauf, andere Mitspieler zu stören, indem ihr beispielsweise Karten abwerfen lasst.
- Wasser: Die amphibischen Kreaturen wie Kröten oder Frösche, die besonders viele Effekte haben, die euch mehr Karten ziehen lassen.
- Wald: Frettchen, Füchse und Eichhörnchen. Die Wald-Fraktion hat starke Kampfkarten im Gepäck, mit der das Erobern von Quellen besonders leicht ist.
Die Fraktionen synergieren in erster Linie mit anderen Karten derselben Fraktion, es sind aber auch Kombinationen mit anderen Fraktionen möglich, denn es gibt neben den Fraktionen auch Symbole, die die Karten entweder der Magie oder dem Kampf zuweisen, was auch bestimmte Effekte verstärken kann. Ihr seht also, die strategischen Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, und das obwohl die Grundmechanik des Spiels relativ simpel ist.
Holt euch das Brettspiel jetzt auf AmazonWarum dieses Brettspiel das nächste Kennerspiel des Jahres werden könnte
Echos der Zeit ist in meinen Augen schon jetzt ein heißer Kandidat auf den Titel Kennerspiel des Jahres 2026 und auch in meiner persönlichen Bestenliste hat es seinen Platz schon so gut wie sicher. Das liegt daran, dass das Spiel zwar sehr schnell erklärt ist, man das volle Potential der strategischen Möglichkeiten aber erst nach und nach begreift und erst dann checkt, was in diesem Spiel alles möglich ist.
Auch wenn es viele Parallelen zu anderen Spielen hat, als erste wäre hier der Dauerbrenner Everdell zu nennen, hat Echos der Zeit genügend andere Ideen, um nicht nur ein einfacher Abklatsch eines anderen Spiels zu sein. Das Spiel wird bei mir definitiv noch häufiger auf den Tisch kommen und in Zukunft ja vielleicht auch bei euch. Meine Empfehlung hat es sich auf jeden Fall verdient.
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