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25 Jahre SNES - So Super, Nintendo!

Das SNES wird 25 Jahre alt. Ein Rückblick auf Nintendos Erfolgskonsole.

von Stephan Freundorfer,
24.11.2015 15:00 Uhr

Das Super Nintendo (SNES) wird 25 Jahre alt.Das Super Nintendo (SNES) wird 25 Jahre alt.

Mit dem Super Nintendo (kurz: SNES für Super Nintendo Entertainment System) drückt der japanische Traditionshersteller der weltweiten Videospiel-Industrie bereits zum zweiten Mal seinen Stempel auf.

Erst gewinnt Nintendo Mitte der 1980er-Jahre mit dem 8-Bit-System NES bei Industrie, Handel und Verbrauchern im Alleingang das Vertrauen in die Spielekonsolen zurück, dann erobert der Ende 1990 und damit recht spät startende 16-Bit-Nachfolger SNES Japan im Sturm und bringt die im Westen bereits etablierte Konkurrenz Sega Mega Drive in Bedrängnis.

Auf dem Super Nintendo laufen hauseigene Entwickler und Dritthersteller wie Capcom, Konami oder Square zu Hochform auf, es entstehen legendäre Titel, die auch nach 20 Jahren nichts von ihrer Spielbarkeit verloren haben, die mit liebevoller Grafik und hinreißenden Melodien bis heute nicht nur Nostalgiker, sondern auch moderne Spieler begeistern. In der SNES-Ära ist die Welt für Nintendo noch in Ordnung - was wie so oft in der Geschichte des Spielekonzerns auch an der Genialität ihres wichtigsten Mitarbeiters liegt: Shigeru Miyamoto.

Mario & Mode 7

Als Kopf der hauseigenen Spieleabteilung - Nintendo Entertainment Analysis and Development - arbeitet der Vater von Mario und Link an allen drei geplanten Starttiteln für das SNES: Super Mario World, F-Zero und Pilotwings.

Das SNES erschien am 21. November 1990 in Japan. Knapp ein Jahr später, am 13. August 1991, war es auch im amerikanischen Raum zu haben. Spieler in Europa mussten sich sogar bis zum 11. April 1992 gedulden.Das SNES erschien am 21. November 1990 in Japan. Knapp ein Jahr später, am 13. August 1991, war es auch im amerikanischen Raum zu haben. Spieler in Europa mussten sich sogar bis zum 11. April 1992 gedulden.

Das Spiele-Trio besticht nicht nur mit makellosem Design und einer fantasievollen und innovativen Herangehensweise an die Themen Jump&Run, Rennspiel respektive Flugsimulation - alle drei Titel bringen Konsolenfans durch die Nutzung des »Mode 7« zum Staunen - eines SNES-exklusiven Grafikmodus, der den Entwicklern auf vergleichsweise einfache Weise Rotation und Zoom einer Hintergrund-Ebene ermöglicht und damit einen (für die damalige Zeit) äußerst wirkungsvollen 3D-Effekt auf den Bildschirm zaubert.

Da Pilotwings zum Start des Super Famicom (wie das SNES in Japan heißt) nicht ganz fertig wird, kommt das Gerät im November 1990 mit gerade mal zwei Titeln auf den Markt - ist aber trotzdem heiß begehrt: 1,5 Millionen Vorbestellungen stehen einer Erstauslieferungsmenge von 300.000 Geräten gegenüber, die bei Nacht und Nebel in den Handel gebracht werden. Nintendo will vermeiden, dass aufgrund des SNES-Hypes hellhörig gewordene Yakuza die Lieferfahrzeuge kapern.

Vor allem Super Mario World ist das schlagende Argument für die neue Konsole: Die grandiose Fortsetzung zur erfolgreichsten Videospielserie der 1980er ist eine Killer Application fürs SNES, verkauft sich über 20 Millionen Mal und wird bis heute als eines der besten Spiele aller Zeiten gehandelt.

Super Nintendo - Daten
Hersteller: Nintendo
Erscheinungsjahr: 1990
Veröffentlichte Spiele: ca. 1.500
Verkaufte Konsolen: ca. 50 Millionen
CPU: 3,58 MHz Ricoh 5A22 (16-Bit)
Grafikchip: Ricoh PPU
- 512x448 Pixel max. Auflösung
- 32768 Farben
- 128 Sprites
RAM: 128 KB, je 64 KB Video- und Audio-RAM
Spielemedien: Module

Frische Chips

Obwohl das Super Nintendo zwei Jahre nach dem Mega Drive auf den Markt kommt, gibt es sich technisch bescheiden - zumindest was die CPU anbelangt. Während in Segas 16-Bit-System ein mit 7,6 MHz getakteter (und von Amiga und Atari ST bekannter) Motorola 68000 werkelt, nutzt das SNES den vom japanischen Hersteller Ricoh gefertigten 5A22 mit 3,58 MHz, der auf der 6502-Familie basiert (und damit den 16-Bit-Nachfolger des NES-Prozessors darstellt).

Mode-7-Grafikeffekte: F-Zero Von den beeindruckenden Mode-7-Grafikeffekten profitieren sowohl schnelle Actionspiele als auch Rpgs.

Pilotwings Pilotwings wird zum Start des sNES in Japan nicht fertig und muss später nachgereicht werden.

Final Fantasy 5 Auch Final Fantasy 5 sieht dank Mode-7-Effekten bezaubernd aus.

Dafür trumpft die Konsole bei Grafik- und Sound-Chips auf: Die »Picture Processing Unit« bringt eine höhere Maximalauflösung (512x448 Pixel), mehr Farben (256 aus 32.786) sowie mehr und größere Sprites (128 mit bis zu 64x64 Pixel) als der Grafikprozessor des Mega Drive auf den Bildschirm. Auch akustisch sticht Nintendo die Konkurrenz problemlos aus.

Und für den Fall, dass ein Titel mehr Rechen- und Grafik-Power benötigt als die Hardware hergibt, verbauen die Spielehersteller einfach zusätzliche Chips auf dem Modul: Der DSP-1 ist ein mathematischer Coprozessor, der den Mode 7-Effekten in Super Mario Kart und Pilotwings Beine macht, der Cx4 übernimmt komplexe Drahtgitter-Berechnungen in Capcoms heute seltenen und teuren Plattformern Mega Man X2 und X3.

Große Abenteuer
Da viele japanische Spielemacher in der 16-Bit-Ära noch keine europäischen Filialen haben, vertrauen sie ihre Perlen nicht selten den Konsolenherstellern Sega beziehungsweise Nintendo an. Vor allem bei der PAL-Veröffentlichung japanischer Rollenspiele gibt sich Nintendo größte Mühe: Die Square-Spiele Secret of Mana, Secret of Evermore und Mystic Quest Legend, die beiden Quintet-Titel Terranigma und Illusion of Time sowie Neverlands Lufia werden bei uns in einer übergroßen Verpackung auf den Markt gebracht, die neben dem Modul auch einen dicken, farbigen Spieleberater beinhaltet.

Die »Big Box«-Spiele (wie sie landläufig bezeichnet werden) sind heute gefragte Sammlerstücke, neben den genannten Titeln ist bei uns auch Super Metroid in einer großen Variante erschienen. Weitere Big Box-Spiele kamen in USA, England und Schweden auf den Markt, wobei die Skandinavier mit dem Zelda Gold Pack ein heute unbezahlbares Sammelobjekt erstehen durften.

Der berühmteste und historisch interessanteste Spezialprozessor aber ist der Super FX, der in England bei den Starglider-Machern Argonaut entsteht. Die wollen das SNES zur Bühne einer 3D-Weltraum-Ballerei machen und entwickeln mit dem Super FX einen Hilfs-Chip zur Berechnung der Vielecke. Star Fox (bei uns aus Lizenzgründen als Starwing bekannt) wird dank Spezialchip das erste Nintendo-Spiel, das 3D-Polygon-Optik auf den Bildschirm bringt. Eine Handvoll weiterer Super-FX-Titel folgen.

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