Seite 2: Dieses Action-RPG hat kaum ein Rollenspieler auf dem Zettel - dabei ist es eine der größten Überraschungen des Jahres

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Die Dungeons sind filmische Highlights

Wie zuvor erwähnt, gibt es in Control Resonant richtige Dungeons und einen konnte ich auch schon antesten. Dabei ging es über einen Aufzug ganz weit nach unten in den Bauch von Manhatten. Dylan soll in einem unterirdischen Areal Sender aufstellen, um das Zischen aus der Gegend zu verdrängen.

Während der Fahrt nach unten musste ich einige Arenen bewältigen, bevor es dann am tiefsten Punkt gegen einen kniffligen Obermotz ging, der mich aus der Luft mit Laser und Projektilen angriff. Gegen ihn wurde es einige Male ganz schön brenzlig, da er über richtig viel HP verfügte und nicht mit einem Finisher das Zeitliche segnete.

Der Höhepunkt der Mission kam dann aber bei einer anschließenden Flucht: Nach dem Fight brach die Umgebung in sich zusammen. Ich musste daraufhin einige fordernde Sprungpassagen bewältigen, in denen ich Dylans Doppelsprung und seine Schwebefähigkeit nutzte, um durch einen gigantischen Raum mit unzähligen Wohnzimmern zu navigieren.

Video starten 1:39 Control: Resonant wird Remedy-typisch einige Gänsehautmomente bieten

Dabei konnte ich sogar auf Knopfdruck die Orientierung der Kamera ändern und somit an Wänden und Decken entlanglaufen. Mit dem Ziel flackernde TVs zu erreichen, von denen ein herrlich melancholischer Song ausging. Hier kickt dann die typische, surreale Remedy-Inszenierung rein, die bei mir direkt für Gänsehaut an einem eigentlich unheimlich heißen Tag ausgelöst hat.

So viel Rollenspiel steckt in Control Resonant

Um euch für den Kampf gegen das Zischen zu rüsten, könnt ihr Dylan, seine Waffen und seine Fähigkeiten zu jeder Zeit im Laufe des Spiels in einem Gedankenraum aufwerten. Das ist auch zwingend notwendig, da Feinde je nach Areal im Level aufsteigen und somit mehr Schaden austeilen sowie mehr aushalten. Für Aufstiege ist Source notwendig – eine Währung, die nach abgeschlossenen Kämpfen und dem Bewältigen von Quests im Inventar des paranatürlich begabten Kämpfers landet.

Source könnt ihr als XP-Punkte betrachten, die beliebig auf passive Boni, wie mehr Gesundheit, oder Angriffsfähigkeiten verteilt werden können. Hinzu kommen in der Regel noch Materialien, die ihr dann von schweren Bossen oder während bestimmter Missionen erhaltet. Sie werden dann unter anderem für Waffen-Upgrades ausgegeben.

Dylan wird nach und nach mächtiger. Dylan wird nach und nach mächtiger.

Der Skill-Tree sah auf den ersten Blick recht üppig aus und durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Waffen und Fähigkeiten kann ich mir sehr gut unterschiedliche Builds vorstellen. Ich bin beispielsweise komplett auf einen möglichst hohen Falter-Schaden gegangen, um Feinde mit einen Schlag umhauen zu können. Dafür war mein genereller Schaden aber auch recht niedrig und ich habe mich öfters in heiklen Situationen mit wenig Gesundheit wiedergefunden.

Erwischt haben mich die Zischer letztendlich zwar nicht, kippt Dylan aber aus den Latschen, wird er während Missionen an einem Checkpoint vor einer Arena zurückgesetzt. In den Hub-Arealen stehen hingegen Respawn-Punkte ähnlich wie in einem Soulslike zur Freischaltung bereit.

Remedy peilt nach eigenen Aussagen eine Spielzeit von etwa 30 bis 50 Stunden an, die bislang höchste Spielzeit des Studios. Und die kann dann wohl auch wieder über prozedural generierte Aufgaben wie in Control gestreckt werden, um mehr Source und Materialien abzugreifen.

Resonant ist mit alledem kein Rollenspielschwergewicht wie Kingdom Come: Deliverance 2 oder Baldur's Gate 3. Von denen ist es sogar weit entfernt. Aber es reiht sich in Action-RPG-Kreise wie Nier: Automata, Nioh 3 und Lies of P ein. Und das war dann doch eine ziemlich große Überraschung für mich.

Nun stellen sich für mich eigentlich nur noch zwei Fragen:

  • Wie wird das Spiel auf den Basis-Konsolen laufen? Ich habe Resonant auf der PS5 Pro spielen können und audiovisuell war der Titel mit seinen schicken Texturen, detaillierten Umgebungen und einem Gänsehaut-erregenden Sound-Design ein absoluter Traum. Allerdings flimmerten Kanten unschön und es ruckelte häufig während der Kämpfe.
  • Wie entspinnt sich die Story? Dylan wirkt mir als Protagonist bisher noch eine Nummer zu blass und auch die gezeigten Dialogoptionen wirkten aufgesetzt. Die mysteriöse Lore der Control-Reihe dürfte aber wieder für jede Menge Rätselei und einige richtig kreative sowie cineastische Momente sorgen.

Sofern das passt, erwartet uns ein schickes Action-RPG für PC, PS5 und Xbox Series X|S mit interessantem Setting, clever eingebauten Versatzstücken aus vielen genialen Spielen und einem hoffentlich auch auf lange Sicht unheimlich launigen Kampfsystem. Und bevor noch jemand fragt: Nein, es wird ausnahmsweise mal nicht pariert. Zumindest habe ich keine entsprechende Funktion entdeckt.

Habt ihr damit gerechnet, dass Control Resonant auf Action-RPG-Pfaden wandelt? Was haltet ihr bisher vom Spiel?

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Kommentare(2)
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