Seite 2: Assassin's Creed 2 - Preview für Xbox 360 und PlayStation 3

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Hilfe steht am Straßenrand

Als wir uns in Richtung des Palastes aufmachen, erscheinen rote Kreuze auf dem Radar am unteren Bildschirmrand – die fünf Bogenschützen. Als wir uns einen Weg durch die Straßen des nächtlichen Venedigs bahnen, stoßen wir schließlich auf das erste größere Hindernis: Unter einem Torbogen stehen ein halbes Dutzend Wachmänner, darunter ein schwer gepanzerter Kämpfer mit einer Axt. Statt einen Umweg zu machen oder gar einen Kampf zu beginnen, gibt es in Assassin's Creed 2 elegantere Methoden für solche Situationen: Nicht weit vom Torbogen entfernt steht eine Gruppe von Dieben, die wir mit der »Y«-Taste für ein paar Münzen engagieren. Nach wenigen Augenblicken rennen sie los, rempeln einen der Wachmänner an und bestehlen ihn – schon nehmen die Wachmänner die Verfolgung auf. Ezio hat nun frei Bahn und schlendert entspannt durch den Torbogen.

Kletterpartie

Um die Bogenschützen auf Emilios Palast auszuschalten, machen wir uns auf, dem Mond über Venedig ein wenig näher zu kommen. Wer den Vorgänger gespielt hat, findet sich beim Erklimmen von Gebäuden gleich zurecht: Wir halten »RT« gedrückt um den »Free Run«-Modus zu aktivieren und klettern in die Höhe, indem wir Ezio mit dem linken Analogstick von Vorsprung zu Vorsprung manövrieren. Der Hauptdarsteller von Assassin's Creed 2 ist noch agiler als sein Vorgänger Altair: Als ein Vorsprung nicht direkt erreichbar ist, hilft das neue Sprung-Feature. Wir hechten mit »A« ein Stück nach oben und drücken im letzten Moment auf »B«, um uns an einem Querbalken festzuhalten. »Wir wollen die Klettereinlagen schwieriger machen als im Vorgänger, damit man nicht jedes Gebäude erklimmen kann, indem man einfach den Stick nach oben drückt«, erklärt uns Jean-Francois. Tatsächlich sind beherzte Sprünge und ein gutes Auge gefragt. Vor allem bei der Besteigung der so wichtigen Aussichtspunkte, die Informationen für die Karte liefern, sind die Kletterwege schwerer zu finden als im Vorgänger.

»Es ist kein Splinter Cell«

Von der Spitze des Gebäudes aus sehen wir am Horizont unser fünf Zielpersonen. Mit schnellen Sprüngen springen wir von Dach zu Dach oder balancieren über kleine Planken. Als der erste Bogenschütze in der Nähe ist, hängen wir uns an eine Dachrinne und hangeln uns seitswärts an ihn heran. Als er direkt über uns steht, genügt ein kurzer Druck auf die »X«-Taste, und Ezio schleudert sein Opfer in die Tiefe – ein simples wie effektives Manöver. Als wir schließlich das Dach erklimmen, wird es kniffliger: Ähnlich wie beim Vorgänger sehen uns die übrigen Bogenschützen schnell und schießen mit ihren Pfeilen. Ein Versteckspiel wie in Splinter Cell ist auch in Assassin's Creed II nicht möglich. Nicht nur wir, sondern auch die Kollegen anderer Magazine sprechen Jean-Francois auf fehlende Schleich-Optionen wie das klassische An-die-Wand-lehnen an, doch er entgegnet nur: »Es ist kein Splinter Cell.«

Mord ist Sport

Letztlich schalten wir die Bogenschützen aus, indem wir von Dach zu Dach springen, ihren Pfeilen ausweichen und sie mit unserer Klinge niederstrecken oder vom Dach werfen. Anschließend geht es abwärts: Wir klettern die Fassade zum Innenhof hinunter, wo sich irgendwo unser Opfer Emilio aufhält. Trotz der Dunkelheit werden wir schnell entdeckt: Im Innenhof entbrennt ein Kampf mit einem halben Dutzend Wachen. Wir weichen den Attacken aus, schleudern unsere Gegner nieder und setzen tödliche Konter-Bewegungen an, bis wir uns von den Feinden lösen und an Emilios Fersen heften können. Der flieht gerade über die Treppen des Palastes, doch Ezio sprintet schneller. Ein präziser Stich in den Rücken und Emilio sinkt nieder. Genau wie im Vorgänger beginnt nun ein Dialog zwischen Mörder und Opfer, der jedoch deutlich kürzer als gewohnt ausfällt. Die Flucht ist kein Problem: Die Männer des Anführers der Diebesgilde, Antonio, haben die Plätze der Bogenschützen eingenommen und decken unseren Rückzug.

Wenig Praxis, viel Theorie

Die Tokyo Game Show-Demo von Assassin's Creed 2 lässt vieles im Dunkeln. Jean-Francois spricht zwar viel von »mehr Abwechslung« und erklärt uns, wie diese aussehen soll: »Die Missionen werden in sich dynamischer sein als früher, da die Aufgaben noch innerhalb eines Auftrags wechseln können«. Praktische Beweise bleibt die Demo-Version jedoch schuldig. Unser Fazit fällt somit gespalten aus: Einerseits deutet die Vorab-Fassung von Assassin's Creed 2 an, das am 19. November ein würdiger Nachfolger ansteht: Die Steuerung geht einmal mehr wunderbar von der Hand und Atmosphäre sowie Grafik sind gelungen (wenn die noch auftretenden Ruckler tatsächlich eingedämmt werden). Von der groß angepriesenen Abwechslung, welche die so einförmigen Missionen aus dem Vorgänger vergessen macht, ist jedoch nicht viel zu sehen. Wir hoffen das Beste und warten gespannt auf die Testversion.

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