Die Charaktermodelle versuchen ihr Alter zu verstecken – können es aber nicht so ganz
Was mich hingegen wieder aus der Spielwelt herausreißt, sind die hölzern animierten Charaktere. Edward hat zwar während des Gameplays einige neue Animationen spendiert bekommen, in Zwischensequenzen entgleisen seine Gesichtszüge aber regelmäßig in Richtung Uncanny Valley, sie wirken also sehr unnatürlich:
Sogar so unnatürlich, dass ich trotz der enorm verbesserten Texturen und buschigeren Gesichtsbehaarung häufig auf unschöne Weise ans Original denken musste. Das wirkt zwar im Direktvergleich noch einmal weitaus veralterter, aber es hat eben auch schon über ein Jahrzehnt auf dem Buckel:
Zwischen den beiden Charaktermodellen liegen Welten. Schade, dass die Immersion aber durch die Animationen hin und wieder bricht.
Die Charaktere in Assassin's Creed waren zwar noch nie ein grafisches Highlight, aber sie passten in den meisten Ablegern zumindest halbwegs zum Rest der Grafik. In Black Flag Resynced ist die Diskrepanz aber so groß, dass es mich regelmäßig gestört hat.
Das kann Black Flag auf der PS5 Pro
Als leistungsfähigste Konsole auf dem Markt ruft die PS5 Pro ein paar zusätzliche Effekte im Spiel ab. Sie bietet allen voran höhere Auflösungen und in jedem Grafikmodus Ray-Tracing-Spiegelungen sowie die komplexe Haarsimulation. Folgendermaßen gliedern sich dann sämtliche Modi auf:
- PS5 Pro:
- Performance: 60 fps / 1188p / RT-Beleuchtung, RT-Spiegelungen, Haar-Simulation während Gameplay
- Ausgeglichen**: 40 fps /1242p / RT-Beleuchtung, RT-Spiegelungen, Haar-Simulation während Gameplay
- Bildtreue: 30 fps /1512p / RT-Beleuchtung, RT-Spiegelungen, Haar-Simulation während Gameplay
- PS5 und Xbox Series X*:
- Performance: 60 fps / 1080p / RT-Beleuchtung
- Ausgeglichen**: 40 fps /1080p / RT-Beleuchtung, RT-Spiegelungen, Haar-Simulation während Gameplay
- Bildtreue: 30 fps /1296p / RT-Beleuchtung, RT-Spiegelungen, Haar-Simulation während Gameplay
* = Ich gehe von sehr ähnlichen Auflösungen auf der Xbox Series X aus, konnte sie aber nicht selbst messen.
** = Nur bei Fernsehern mit 120 Hertz-Support.
- Xbox Series S
- Bildtreue: 30 fps / genaue Auflösung nicht bekannt / RT-Beleuchtung
So lief das Original:
Assassin's Creed 4: Black Flag hat nie einen offiziellen Patch auf 60 fps bekommen, lief also stets mit 30 fps. Dabei ist es eines der Spiele, die per Mod auf 60 fps gebracht werden konnten. Zudem lief es damals in 900p, wurde nachträglich aber auf 1080p aktualisiert.
Da in der PS5 Pro-Version die Spiegelungen auch im Performance-Modus zu sehen sind, erhält das Spiel dort einen kräftigen Grafik-Boost. Zudem wirkt das Spiel dank der höheren Auflösungen sowie PSSR als KI-Upscaler ein gutes Stück schärfer.
PSSR zeigt allerdings ein paar kleine Bildartefakte. Einige Male habe ich beispielsweise ein Flimmern beobachtet, sobald im Bild verdeckte Umgebungsdetails wieder sichtbar wurden. Etwa wenn Palmenblätter vor einem vergittertem Fenster hingen und das Fenster bei Kameradrehungen wieder aufgedeckt wurde.
Dieses Schimmern ist typisch für KI-Skalierer und taucht aufgrund der niedrigen Auflösung im Performance-Modus am häufigsten auf, genau wie einige Pixeltreppchen an schmalen und leicht diagonal dargestellten Bildelementen, etwa Seilen oder Treppenstufen. Diesen Makel hat die Basis-Version auch – eigentlich sogar in noch viel größerem Umfang – er wird dort aber von einem starken Weichzeichner kaschiert.
Der hat dann aber eben auch den Nachteil, Objektkanten stark zu vermatschen, weshalb PSSR die klar bessere Wahl ist.
Mit der Framerate gibt es übrigens kaum Probleme: Mir sind lediglich in den Zwischensequenzen ein paar kleinere Ruckler aufgefallen, sobald Wasser vor der Kamera hochspritzte oder reichlich Rauch den Bildschirm flutete. Auch beim eigentlichen Gameplay gab es nur hin und wieder mal ein paar ganz vereinzelte Framedrops, beispielsweise sobald die Kamera an Synchronisationspunkten hoch in die Luft schwebte oder Missionen abgeschlossen wurden.
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