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Fazit: Back 4 Blood im Test: Fast Left 4 Dead 3 - Aber eben nur fast

Eleen Reinke
@ottadice

Als langjähriger Left 4 Dead-Fan, deren formative Videospieljahre (aka das Teenageralter) von kaum einem Spiel so geprägt wurden wie von L4D2, hatte ich fast ein bisschen erwartet, direkt in Back 4 Blood reinspringen und mich zu Hause fühlen zu können. Dem war dann doch nicht ganz so. Denn das Spiel bringt mehr Neuerungen, als ich erwartet hätte. Viele davon sind positiv und lassen mich mein Spielerlebnis so anpassen, wie ich es will – aber sie machen den Einstieg auch unnötig kompliziert und etwas holprig, weil ich eben nicht einfach reinspringen und Spaß haben kann. Das kommt dann erst später, wenn ich unzählige Stunden in das Spiel gesteckt habe und mich blind zurechtfinde. 

Zumindest das Onlinespiel mit Freunden macht ab der ersten Sekunde einfach Spaß, während solo mit Bots zu spielen eher fad ist. Bei den Cleanern hätte ich mir etwas mehr Persönlichkeit gewünscht, die über lustige One-Liner hinausgehen. Gut, davon gabs auch in L4D und L4D2 mehr als genug, ich sage nur: “Axe me a question!” Aber wo ist mein Ellis aus L4D2, um mir beim Spielen nebenbei eine unterhaltsame  und vollkommen übertriebene Story über seinen Kumpel Keith zu erzählen?

Trotzdem, Back 4 Blood gemeinsam zu spielen macht quasi genauso viel Spaß wie damals zu L4D2-Zeiten, und wenn das Balancing entsprechend angepasst wird, verspricht das Spiel auch viele, viele Stunden Spaß zu machen.

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Als Kenner der Left4Dead-Spiele wusste ich natürlich ungefähr, was mich in Back4Blood erwartet. Dass mir aber das Feature, das ich am wenigsten auf dem Schirm hatte, letztendlich am besten gefallen würde, das hat mich dann doch überrascht. Denn so frickelig und umständlich das Kartensystem anfangs auf mich gewirkt hat, so viel Spaß hatte ich nach ein paar Stunden, neue Decks zusammenzustellen und mit den Effekten herumzuspielen. Das Kartensystem ist für mich auch wichtigster Faktor für den Langzeitspielspaß, denn es lässt sich natürlich auf lange Sicht prima erweitern.

Der Rest des Spiels ist die erwartete launige Koop-Zombie-Bolzerei, die in meinen Augen aber zu wenig neues wagt, um aus der Masse hervorzustechen. Das Gunplay etwa empfinde ich auch nach etlichen Steuerungsanpassungen immer noch nicht als besonders befriedigend oder ideal, den allgemeinen Einstieg als zu verwirrend und auch bei den Zombies hätte ich mir ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Back4Blood in einer Viererrunde wirklich enorm viel Spaß machen kann und daher gerade für Koop-Fans auf jedem Fall einen Blick wert ist.

Rae Grimm
@freakingmuse

Wenn ich mein Leben lang nur noch ein einziges Spiel spielen könnte, stünden die Chancen nicht schlecht, dass meine Wahl auf Left 4 Dead 2 fallen würde. Ich liebe den stumpfen Zombieshooter von Valve mehr als ich sollte und habe ihn nicht nur zu Tode gemodded, sondern auch unzählige Stunden mit meinen Freunden im Kampf gegen die Untoten/Xenomorphs (fragt nicht) gesteckt. Entsprechend groß ist jedes Mal mein Interesse, wenn ein neues L4D-like angekündigt wird – gerade wenn es von Turtle Rock entwickelt wird.

Mit Back 4 Blood erreicht das L4D-Studio zwar keine neuen Koop-Höhen, aber immerhin ist es auch kein so tragischer Absturz wie Evolve. Vielleicht habe ich mich einfach damit abgefunden, dass ich nie L4D3 bekommen werde und bin daher (zu) leicht zufriedenzustellen, aber B4B schafft es gleichzeitig modern und herrlich nostalgisch zu wirken: Es gibt Spezialinfizierte, stumpfe Gegnerhorden, einen spaßigen Versus-Modus, seltsam vertraute, schlauchige Areale und jede Menge stupides Geballer. Also all das, was ich von einem Koop-Zombieshooter möchte. 

Preise für Originalität wird B4B trotz seiner Kartenmechanik - auf die ich hätte verzichten können - nicht gewinnen, aber immerhin ist es ein kleines Trostpflaster für mein nostalgisches L4D-Herz, das sich so sehr nach einem Teil 3 sehnt und erneut den Satz "Rae has startled the Witch" zu lesen. Die gibt es zwar nicht in Back 4 Blood, trotzdem wird mich das nicht davon abhalten, noch den ein oder anderen Abend mit dem Koop-Shooter zu verbringen.

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