Beyond Good & Evil 2 - Ubisoft sieht die Entwicklung nicht als Risiko an

Laut Ubisoft-CEO Yves Guillemot hatte man beim Vorgänger nur eine Sache nicht wirklich bedacht.

von Tobias Veltin,
02.08.2017 16:30 Uhr

Die Entwicklung von Beyond Good & Evil 2 ist für Ubisoft laut CEO Guillemot kein Risiko. Die Entwicklung von Beyond Good & Evil 2 ist für Ubisoft laut CEO Guillemot kein Risiko.

Ubisoft-CEO Yves Guillemot glaubt nicht, dass die Entwicklung von Beyond Good & Evil 2 ein Risiko ist. Das sagte er im Gespräch mit gamesindustry.biz, als er er auf das Projekt und ein mögliches Risiko angesprochen wurde. Schließlich war schon der erste Teil zwar ein Kritikerliebling, aber kein kommerzieller Erfolg. Guillemot äußerte sich wie folgt:

"Es gibt immer ein Risiko, wenn wir Spiele entwickeln, aber ich denke nicht, dass es hoch ist, weil Michel Ancel schon viele Projekte betreut hat. Das erste Beyond Good & Evil war sehr gut, Michel machte, was wir wollten und wir dachten, es wäre das Beste für die Spieler."

Eine Sache habe man laut Guillemot aber nicht bedacht und zwar, wieviele Spieler zu der damaligen Zeit an weiblichen Spielcharakteren und Science-Fiction-Welten interessiert gewesen seien.

"Es mutet bizarr an, aber zu der Zeit gab es viele Männer, die Videospiele spielten und sie wollten eine bestimmte Sorte von Spielen. Alle Frauen, die Beyond Good & Evil sahen, liebten es und es war eine große Überraschung. Viele Leute wollten ebenfalls etwas anderes und sie liebten es ebenfalls."

Das sei für Ubisoft damals eine riesige Überraschung gewesen, weil eine Marktanalyse von einem Spiel "das anders ist" wohl eher abgeraten hätte. Deswegen hätte der erste Teil auch nicht so viel verkauft, weil er die Mehrheit der Spieler nicht angesprochen habe. Aber die Minderheit habe den Titel so sehr geliebt, dass es etwas ganz Besonderes sei.

Mehr:Alles, was ihr über Beyond Good & Evil 2 wissen müsst

Michel Ancel habe laut Yves Guillemot nun sehr viel mehr Informationen und würde nun dementsprechend automatisch die Mehrheit der Spieler ansprechen. Zudem habe Beyond Good & Evil 1 auch andere positive Dinge bewirkt:

"Der Markt hat sich entwickelt. Er ist sehr viel offener als damals. Ich kann mich erinnern, dass es zum Launch von Beyond Good & Evil viel Kritik von Magazinen, aus Foren etc. gab. Das war für uns aber kein Problem, denn wir waren stolz auf das Spiel. Es half uns zum Beispiel auch, Peter Jackson an Bord für das King-Kong-Spiel zu bekommen, es half, das Image der Firma zu verändern und viele Talente einzustellen. Es geht nicht nur um die kurzfristige Profitabilität, man muss sich anschauen, was die Kreation (eines Spiels) der Firma bringt."

Das komplette, sehr interessante Interview mit Yves Guillemot könnt ihr auf gamesindustry.biz lesen eine GamePro-Vorschau zum Beyond Good & Evil findet ihr hier.

Beyond Good & Evil 2 - Preview-Video: So ambitioniert wie Star Citizen 7:08 Beyond Good & Evil 2 - Preview-Video: So ambitioniert wie Star Citizen

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