Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 2: Call of Duty: Modern Warfare 2 im Test - Test für Xbox 360 und PlayStation 3

Der Anspruch

Das Spiel hat gegenüber seinem Vorgänger eine echte Verbesserung in petto: Anders als im ersten Teil, in dem Gegner für eine gewisse Zeit immer wieder neu auftauchten, setzt Call of Duty: Modern Warfare 2 immer nur ein bestimmtes Feindkontingent in ein Areal. Ist der letzte Gegner schließlich aus dem Weg geräumt, machen sich eure KI-Begleiter selbstständig daran, ins nächste Gebiet vorzurücken. Die Rolle des Antreibers fällt euch also nicht mehr zwingend zu. Trotzdem ist das Spiel alles andere als leicht, im Gegenteil. Infinity Ward hat so manche knifflige Passage eingebaut, die selbst auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden einiges an Können abverlangt. Da wäre beispielsweise der erste Ausflug ins Armenviertel von Rio de Janeiro. In den verwinkelten Gassen schießt man von unten, oben und der Seite auf euch. Scharfschützen und Gegner mit Raketenwerfern lauern überall, plötzlich öffnen sich Fenster, aus denen man aus nächster Nähe auf euch feuert. Ähnlich geht’s in den Duschräumen im russischen Gulag zu. Wer vorher schon seine Granaten verschwendet hat, muss die durch Schilde geschützten Wachen geschickt umlaufen, um die Flanken der Männer angreifen zu können. Dass ihr dabei zusätzlich von erhöhten Positionen per Laserpointer ins Visier genommen werdet, macht die Sache nicht einfacher. In diesen Momenten baut Modern Warfare 2 fast so viel Druck auf wie Killzone 2, ohne jedoch dessen »Faust im Nacken«-Gefühl zu erreichen. Einziges probates Mittel: langsam und bedacht vorgehen, dann klappt’s. Denn trotz der kniffligen Passagen bleibt Modern Warfare 2 zu jeder Sekunde fair.

Die KI

An der KI konnten wir im Vergleich zum ersten Modern Warfare keine nennenswerten Verbesserungen feststellen. Die Gegner werfen nach wie vor Granaten. Sie nutzen einerseits geschickt Deckungen, stürmen anderseits oft schnurgerade auf euch zu. Zuweilen schaffen es die Burschen sogar, euch in den Rücken zu fallen. Gerade zu Beginn des Favela-Levels müsst ihr aufpassen, denn zwischen den Häusern gibt’s mehrere Routen, die auch die KI-Gegner nutzen dürfen. Letztlich generiert Modern Warfare 2 seinen Anspruch ans Spielerkönnen aber wie gehabt durch Gegnermasse sowie -bewaffnung und für den Spieler nachteilige Positionen in den Arealen.

Grafik und Sound

Auch wenn der Grafikmotor von Call of Duty: Modern Warfare 2 im Kern noch immer der des ersten Teils ist, fällt doch recht schnell nach Spielstart auf, dass Infinity Ward gehörig daran geschraubt hat. Die Entwickler haben deutlich mehr Details ins Spiel gepackt. Das beginnt bei quietschbunten Klebefigürchen, die auf den erstaunlich echt wirkenden Armaturenbrettern von Autos tanzen und endet beim Grünspan, der auf den Wänden im Duschraum des Gulags wächst. Zusätzlichen wurden die Animationen der Charaktere überarbeitet, alle bewegen sich noch einen entscheidenden Tick flüssiger als im ersten Teil. Und dass Modern Warfare 2 nicht mit pompösen Explosions- sowie Feuereffekten geizt, brauchen wir eigentlich nicht extra erwähnen. Nur in einer Szene hat es Infinity Ward gehörig übertrieben: Wenn ihr mit James Ramirez des Nächtens im strömenden Regen die zerstörten Straßen Washingtons ablauft, bildet der Regen einen reichlich unecht wirkenden Wasserfilm auf den Wänden. Das ändert aber nichts daran, dass Modern Warfare 2 eins der derzeit technisch besten Spiele ist – auch wenn es nicht ganz die Klasse eines Uncharted 2 erreicht.

Hans Zimmer (»Gladiator«, »Black Hawk Down«) zeichnet für einen Teil des Soundtracks von Modern Warfare 2 verantwortlich. Und tatsächlich hört man in vielen Abschnitten des Spiels deutlich die Handschrift des berühmten Filmkomponisten. Besonders in den Szenen, die im zerstörten Washington spielen, gibt’s eindrucksvolle Kontraste zwischen dem Geschehen auf dem Monitor und der unterlegten Musik. Um euch herum geht die Welt unter, Helikopter fallen wie Steine vom Himmel (den Grund dafür verraten wir nicht) und dazu hört ihr getragene Klänge, die man vielmehr als Untermalung für eine Beerdigungsszene erwarten würde. Die Synchronisation der deutschen Version geht ihn Ordnung, kann aber in Sachen Sprecherauswahl und Betonung nicht mit der von etwa Brütal Legend oder Uncharted 2 mithalten.

2 von 6

nächste Seite


zu den Kommentaren (74)

Kommentare(74)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.