Tenet: Christopher Nolan hat "definitiv Interesse", Videospiele zu machen

Tenet-Regisseur Christopher Nolan zeigt sich sehr interessiert, seine Filme als Videospiele umzusetzen. Allerdings müsste jedes einzelne Produkt auf seine Weise großartig sein.

von Jonathan Harsch,
23.12.2020 11:00 Uhr

Sehen wir bald Filme wie Tenet als Videospiele umgesetzt? Sehen wir bald Filme wie Tenet als Videospiele umgesetzt?

Christopher Nolan verlieh auf den Game Awards den Preis für das Spiel des Jahres. Was der Regisseur von Filmen wie The Dark Knight, Memento, Insomnia, Inception, Interstellar, Dunkirk und Tenet grundsätzlich vom Medium Videospiele hält, verriet er in einem Interview mit Game Awards-Gründer Geoff Keighley.

Nolan hat laut eigener Aussage "definitiv Interesse" daran, an Videospielen zu arbeiten, allerdings habe er einfach nicht die Zeit, sich mit einem anderen Medium als Filmen ausgiebig auseinander zu setzen:

"Ich denke, es liegt an meiner Zeit und meiner Energie. Es hat sich ergeben, dass ich alles in Filme investiert habe. Und wenn ich sehe wie kompliziert [Spiele] sind, dann ist das nichts, was du auf die leichte Schulter nehmen kannst, aber es ist definitiv etwas, an dem ich interessiert bin, eine faszinierende Welt."

Schöne neue Spielwelt

Mit Batman Begins für Gamecube, Playstation 2 und Xbox existiert bereits eine Spiele-Umsetzung eines Nolan-Film. Allerdings waren die Zeiten damals noch andere. Simple "Cash-Ins", also Nebenprodukte von Hollywood-Produktionen, mit meist kurzen Entwicklungszeiten, die nur wenig neues bieten und lediglich ein wenig Futter für die Fans des jeweiligen Films sind, sehen wir zum Glück kaum noch.

Link zum Twitter-Inhalt

Wie Nolan verrät, war eine solche Spielumsetzung für den 2010 erschienenen Film Inception geplant, wurde jedoch wieder verworfen:

"Wir haben uns über die Jahre einige Möglichkeiten angesehen. Wir waren schon ziemlich weit, aber du realisierst, dass es kompliziert ist und eine lange Zeit braucht, um einen Film zu drehen. Ein Spiel zu produzieren ist noch komplizierter und dauert noch länger."

Statt qualitativ meist minderwertiger Lizenz-Umsetzungen, sehen wir immer mehr Spiele, die zwar auf bekannten Marken beruhen, aber innerhalb dieser Universen ihr eigenes Ding machen. Beste Beispiele hierfür sind die Batman Arkham-Trilogie, Telltale's The Walking Dead und die Spider-Man Games von Insomniac.

Dass dieser Weg der bessere ist, sieht auch Nolan so:

"So wie die Videospiel-Industrie funktioniert, willst du nicht einfach ein lizenziertes Spiel entwickeln, du willst kein simples Tie-In, dass auf der Marke eines Films beruht. Das gilt auch andersherum, wenn du die Film-Adaption eines Videospiels drehst, willst du nicht einfach nur die Marke kopieren, du willst dass es für sich selbst etwas Großartiges ist."

Würdet ihr euch einen bestimmten Film als Spiele-Adaption wünschen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

zu den Kommentaren (10)

Kommentare(10)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.