Die Open World von Elden Ring hat keine Städte, nur Ruinen

Dark Souls-Schöpfer Hidetaka Miyazaki erklärt, warum es in Elden Ring trotz Open World keine Städte, sondern nur Ruinen gibt.

von Maximilian Franke,
24.06.2019 13:45 Uhr

Elden Ring hat zwar eine Open World, aber Städte gibt es darin nicht. Elden Ring hat zwar eine Open World, aber Städte gibt es darin nicht.

Elden Ring ist das nächste Spiel von From Software, den Entwicklern von Dark Souls, Bloodborne und Sekiro. Anders als die geistigen Vorgänger setzt Elden Ring auf eine größere Open World. Diese soll sich allerdings von bekannten offenen Spielwelten unterscheiden, zum Beispiel gibt es keine Städte.

Eigentlich gibt es nicht einmal wirklich Dörfer, denn das Universum fällt From Software-typisch sehr düster aus. Ihr spielt also erneut nicht in einer lebendigen Welt, in der Menschen zufrieden ihr Dasein fristen. Zu sehen gibt es stattdessen ehemalige Siedlungen, die bereits verfallen sind (via IGN).

Trostlose Ruinen statt lebendige Städte

Der Aufbau dieser Dörfer soll sich dabei an den "Dungeon-artigen Ruinen" orientieren, die wir von From Software gewohnt sind, meint Director Hidetaka Miyazaki. NPCs gibt es trotzdem wieder. Die sollen, dank der Lore von George R.R. Martin, sogar detaillierter sein, als bisher.

Miyazaki ist nicht für "Gute-Laune-Settings" bekannt. Das ändert sich auch mit Elden Ring nicht. Miyazaki ist nicht für "Gute-Laune-Settings" bekannt. Das ändert sich auch mit Elden Ring nicht.

Dass es keine größeren Städte gibt, hat jedoch einen anderen Grund. Es wäre schlicht zu aufwendig gewesen. Daher haben er und sein Team lieber eine Open World entwickelt, die sich "auf das konzentriert, was wir am besten können".

Mehr Platz, mehr Möglichkeiten: Zwischen den verschiedenen Orten soll die Spielwelt allerdings deutlich offener werden. Bisher waren die Maps von From Software eher eine Reihe von miteinander verbundenen Dungeons. In Elden Ring dürft ihr euch wesentlich freier bewegen. Deswegen gibt es nun auch Pferde, von deren Rücken aus ihr kämpfen könnt.

Größere Flächen sollen auch dazu beitragen, dass sich die Kämpfe anders spielen und, ähnlich wie zum Beispiel in Breath of the Wild, mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Strategien ermöglichen.

Die Schönheit liegt in der Dunkelheit

Im Interview erklärt Miyazaki auch, warum die Welten in seinen Spielen immer sehr düster sind, aber er gleichzeitig stets Orte mit "wunderschöner Ästhetik" erschaffen möchte.

"Licht ist viel schöner in der Dunkelheit. Wenn etwas Schönes inmitten eines Ödlandes steht, können wir es viel eher wertschätzen. Ein Juwel sieht nicht nach viel aus, wenn du einen Haufen davon hast, aber wenn du einen einzelnen Juwel inmitten von Schlamm findest, ist er viel mehr wert."

Außerdem passe eine "fröhliche und bunte Welt" schlicht und ergreifend nicht in sein Weltbild. Auch wenn es vielleicht etwas danach klinge, als hätte ein "Trauma", versteht er die Welt vor allem als negativen Ort, der es nicht gut mit uns meint. "So sehe ich die Dinge eben", meint er.

Elden Ring hat noch keinen Release-Termin. Das Spiel wurde auf der E3 2019 angekündigt und orientiert sich an Dark Souls, hängt inhaltlich jedoch nicht damit zusammen. Für die Lore zeichnet sich Game of Thrones-Autor George R.R. Martin verantwortlich.

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